ABC Etüde – Langweilig (Dion)

Am Sonntagmorgen bin ich aufgewacht, weil sich etwas in meinem Bett bewegt hat. Ich dachte erst, dass es meine Beine wären, merkte aber, dass mein Handy vibrierte.

Ich ging im Wohnzimmer. Weder meine Eltern noch mein Bruder waren zu sehen. Ich schaute in der Küche, in ihren Schlafzimmern, im Badezimmer nach. Ausser mir befand sich niemand in der Wohnung.

Das einzige, was mir aufgefallen ist, dass es ruhig im Haus war und irgendwoher ein sanfter Luftstrom kam. Ich legte mich aufs Sofa und wartete eine Stunde lang, ob doch noch jemand auftauchen würde.

Inzwischen war bereits 12 Uhr. Ich war immer noch alleine. Also ging ich duschen, machte meine Haare und zog mir frische Kleider an. Meine Eltern und mein Bruder waren noch immer nicht da. Ich hatte Hunger und beschloss, etwas zu essen. Da ich keine Lust hatte, für mich alleine zu kochen, machte ich mir einfach mehrere Sandwichs.

Nach dem Essen wusch ich ab und räumte alles auf. Ich war immer noch alleine. Ich versuchte, meine Eltern anzurufen, aber es antwortete niemand.

Jetzt ist mir der Erzählstoff ausgegangen…

Für die ABC-Etüde: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Wortspende für die Textwochen 14/15 des Jahres 2022 stammt von Katha mit ihrem Blog Katha kritzelt. Sie lautet: Erzählstoff, sanft, vibrieren.

4 Antworten auf „ABC Etüde – Langweilig (Dion)“

  1. Eine Geschichte, die viele Fragen aufwirft, vor allem, wo deine Eltern und dein Bruder sind und ob das für dich normal ist, dass sie weg sind und du nicht weißt, wo sie sind. Aber großartig Sorgen scheinst du dir auch nicht zu machen … Hm.
    Danke, dass du mitgeschrieben hast! 👍
    Trübe Feiertagsgrüße 😀☁️☕🍪👍

  2. In fast allen Beiträgen, die ich bis jetzt gelesen habe, scheint das Vibrieren des Handys ein erster Gedanke zu sein, so hat es sich zu einem omnipräsenten „Werkzeug“/Zeitvertreib entwickelt. Macht uns das auch unsicherer, eigene Entscheidungen zu treffen?

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