Vom Umzug zur Gänsehaut: Mein Erlebnis im neuen Zimmer (Impulswerkstatt)

Ich bin Valton und ich gehe aufs Gymnasium. Jeden Monat bekomme ich Geld von meinen Eltern. Seit knapp einem Jahr wohne ich allein in einer Einzimmerwohnung. In dem Gebäude, in dem ich wohne, gibt es mehrere solche Wohnungen, aber die müssen renoviert werden, weil sie alt sind. Deshalb suche ich eine neue, bezahlbare und schöne Wohnung.

Ich begann, zu suchen. Ich fragte auch Familien, ob sie vielleicht ein freies Zimmer hätten, für das ich einen Teil der Miete übernehmen könnte. Einige Wohnungen habe ich angeschaut, die wirklich schön waren, aber sie waren mir zu teuer. Nach einer Woche habe ich schliesslich eine Wohnung gefunden, die mir gefallen hat, aber ich habe trotzdem weitergesucht, weil ich hoffte, noch etwas Besseres zu finden.

Dabei bin ich auf ein weiteres Zimmer gestossen. Es befand sich im Dachgeschoss und hatte ein winziges Fenster, das von Spinnweben bedeckt war. Es war wirklich eklig. Der Preis war extrem niedrig, was ich verstand, weil es so ungepflegt wirkte.

Es war eine echt schwere Entscheidung: Sollte ich das teurere, perfekte Zimmer nehmen oder das günstigere, das nur ein gutes Bett hatte? Am Ende entschied ich mich für das etwas teurere Zimmer. Doch die Vermieter teilten mir mit, dass das Fenster defekt sei und sich nicht öffnen liesse. Trotzdem nahm ich das Zimmer.

Nachdem ich zwei Wochen da gewohnt hatte, wollte ich das Fenster eines Nachts öffnen. Nach mehreren Versuchen gelang es mir schliesslich. Ich habe es offen gelassen, doch ich konnte nicht schlafen und blickte hinaus. Plötzlich bemerkte ich eine Person mit einer Maske. Wer das war, konnte ich nicht erkennen.

Vor Angst habe ich mich unter meiner Decke versteckt und habe nur manchmal hinausgeschaut, um sicherzustellen, dass die Person nicht näher kam. Schliesslich nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und bin aufgestanden, um das Fenster zu schliessen, damit der Unbekannte mir nichts tun konnte.


Dieser Text ist im Rahmen der Impulswerkstatt Januar/Februar 2025 von Myriade entstanden. Dafür stehen vier Bilder, der Begriff «Fenster» sowie das Zitat «Man kann im Alter entweder weise werden oder verblöden. Die häufigste Form der Altersblödheit besteht darin, dass man sich für weise hält.» (Friedrich Torberg). Verfasst hat ihn Valton im Wahlfach Bloggen 24/25.

2 Antworten auf „Vom Umzug zur Gänsehaut: Mein Erlebnis im neuen Zimmer (Impulswerkstatt)“

    1. Grüezi Myriade
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Es war echt eine schwere Entscheidung. Ich habe sogar extra das teurere Zimmer ausgewählt.
      Liebe Grüsse
      Valton

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