Herzlich willkommen auf dem Schreibenblog

Aus einer kleinen Idee ist im Laufe der Jahre eine lebendige Schreibgemeinschaft entstanden. Heute umfasst der Schreibenblog über 2200 veröffentlichte Texte. Hinter jedem der über 2200 veröffentlichten Texte stehen Ideen, Überarbeitungen, Erfolgserlebnisse und persönliche Geschichten. Jeder einzelne erzählt von einer jungen Autorin oder einem jungen Autor, die oder der den Mut hatte, Gedanken mit anderen zu teilen. Darauf bin ich stolz. Die Zahl macht sichtbar, was Jugendliche schaffen können, wenn man ihnen Zeit, Vertrauen und ein echtes Publikum schenkt.

Seit mehreren Jahren schreiben hier Jugendliche aus meinen Deutschklassen und dem Wahlfach Bloggen an der Sekundarschule Affoltern am Albis. Sie erzählen Geschichten, teilen Gedanken, suchen nach Antworten oder lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Manche Texte bringen zum Schmunzeln, andere regen zum Nachdenken an. Jeder einzelne zeigt eine eigene Stimme und eine eigene Sicht auf die Welt.

Viele der jungen Autorinnen und Autoren haben die Schule inzwischen längst verlassen und besuchen heute eine Berufslehre oder eine weiterführende Schule. Trotzdem schauen einige wieder vorbei, lesen neue Texte oder hinterlassen Kommentare. Besonders berührt mich, wenn ehemalige Schülerinnen und Schüler fragen, ob sie trotz ihres Schulabschlusses weiterbloggen dürfen. Für mich gibt es kaum ein schöneres Kompliment. Es zeigt, dass der Schreibenblog mehr geworden ist als eine schulische Aufgabe, nämlich ein Ort, an den man gerne zurückkehrt.

Ich bin überzeugt, dass jede und jeder etwas zu erzählen hat. Jugendliche brauchen keine perfekten Ideen. Sie brauchen Zeit, Raum und Menschen, die ihnen zutrauen, dass ihre Gedanken wichtig sind. Ich staune darüber, wie viel Kreativität, Tiefgang und Sprachgefühl in jungen Menschen steckt. Oft genügt ein guter Schreibimpuls und die Gewissheit, dass jemand ihre Worte ernst nimmt. Dann entstehen Texte, die überraschen, berühren und weit über das hinausgehen, was Erwachsene manchmal erwarten.

Meine Schreibaufgaben verstehe ich als Einladungen. Sie geben einen Impuls, lassen aber bewusst viel Freiraum. Niemand muss Persönliches preisgeben. Manche Jugendlichen erzählen aus ihrem Alltag. Andere erschaffen ganze Welten. Gerade diese Offenheit macht den Schreibenblog lebendig. Jeder Text darf anders sein – weil auch jeder Mensch anders ist.

Mindestens genauso wichtig wie das Schreiben ist das Überarbeiten. Gute Texte entstehen selten auf Anhieb. Deshalb gehören das Ergänzen, Umformulieren, Kürzen und Verbessern selbstverständlich zu unserem Schreibprozess. Der Schreibenblog macht diese Entwicklung sichtbar und zeigt vielen Jugendlichen zum ersten Mal, wie ein Text mit jeder Überarbeitung klarer, präziser und persönlicher wird.

Heute begleiten viele Menschen den Schreibenblog mit grossem Interesse. Eltern, Grosseltern, ehemalige Schülerinnen und Schüler sowie treue Leserinnen und Leser nehmen sich Zeit, die Texte zu lesen und zu kommentieren. Besonders dankbar bin ich Myriade aus Österreich und Christiane aus Deutschland. Mit ihren kreativen Schreibimpulsen bereichern sie den Schreibenblog seit Jahren und nehmen sich die Zeit, jeden eingereichten Text aufmerksam zu lesen und wertschätzend zu kommentieren. Für viele Jugendliche ist es die erste Erfahrung, dass Menschen ausserhalb der Schule ihre Gedanken ernst nehmen und sich Zeit für eine persönliche Rückmeldung nehmen. Für mich ist das ein grosses Geschenk.

Als Sekundarlehrerin, Praxislehrperson und ausgebildete Schreibberaterin begleitet mich das Schreiben seit vielen Jahren. Ich bin überzeugt, dass Schreiben weit mehr ist als eine schulische Kompetenz. Es hilft, Gedanken zu ordnen, Erlebtes zu verarbeiten und der eigenen Stimme zu vertrauen. Genau deshalb investiere ich mit grosser Freude viel Zeit und Herzblut in dieses Projekt – und habe es bis heute keine Sekunde bereut.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Entdecken der Texte. Vielleicht bringen sie Sie zum Schmunzeln, regen zum Nachdenken an oder erinnern Sie an Ihre eigene Jugend. Wenn Ihnen ein Beitrag besonders gefällt, freue ich mich über einen Kommentar. Für die jungen Autorinnen und Autoren ist das oft die schönste Bestätigung: zu erleben, dass ihre Worte Menschen erreichen und etwas bewirken.

Vielleicht entdecken Sie zwischen diesen Zeilen nicht nur die Gedanken junger Menschen, sondern auch die Freude am Schreiben. Für mich bedeutet Schreiben weit mehr, als Worte auf Papier zu bringen. Es hilft uns, die Welt und manchmal auch uns selbst ein Stück besser zu verstehen.

Testimonials

Fiona S.

Das Wahlfach Deutsch Schreiben ist das einzige Wahlfach, welches ich eigentlich durch das ganze Jahr nie bereut habe.

Hier schreibst du über dein Leben in deinem eigenen Schreibstil und bekommst Übung im Einleitungen und so weiter schreiben, aber Theorie gibts keine (was ich sehr genossen habe:)) .

Wenn du also gerne schreibst, liest und auch am Leben deiner Mitschüler:innen interessiert bist, bist du hier genau richtig! Ich kann das Wahlfach Deutsch Schreiben nur empfehlen! 

Yesenia B.

Der Kurs Deutsch Schreiben war eine sehr schöne und lehrreiche Erfahrung für mich. Ich konnte mich im Schreiben verbessern.

Der Kurs wurde mir empfohlen, da ich die Rechtschreibung beherrschte, doch den roten Faden nicht immer hatte. Dank des Kurses konnte ich mich in diesem Bereich sehr steigern. Er half mir in der Zeit der BMS Prüfungen. Mit meiner Deutschnote konnte ich die Prüfung bestehen.

Ich empfehle den Kurs, Schülern, die gerne Geschichten schreiben, einen Feinschliff im Aufbau eines Textes brauchen oder Schülern, die sich auf Gymi- oder BMS- Prüfungen vorbereiten wollen.

Es war eine sehr schöne Zeit im Deutsch- Schreiben Kurs und sehr lehrreich.

Luana G.

In Ihrem Unterricht hat mir gefallen, dass wir hauptsächlich selbstständig arbeiten durften. Es ist eine gute Abwechslung, denn mehrheitlich muss man nach Ablauf arbeiten. Ich habe es sehr geschätzt, dass man während der Stunde sich stets auch an Sie wenden konnte.

Ich habe dazu gelernt, dass man sich auch bei einem Blog, gute Gedanken machen muss. Denn der Blog muss schlussendlich auch etwas Aufschlussreiches übermitteln können.

Also nehme ich in mein weiteres Leben mit, dass ich langsam an Projekte/Aufgaben etc. herangehe und mir zuerst ordentlich Gedanken mache.