Von ruhigen Ferien zurück in den Schulalltag (August/September 2026)

Ich hatte mir zwar einen Sommerpass gemacht, aber ich hatte ihn nicht wirklich benutzt. Ich war meistens zu Hause in meinem Zimmer und habe den ganzen Tag Serien geschaut. Natürlich gab es aber auch Tage, an denen wir als Familie am Abend an den Zürichsee oder Zugersee gingen und die Aussicht mit einem Eis genossen.

Fünf Tage in Frankfurt

In der zweiten Woche der Sommerferien gingen wir spontan nach Frankfurt. Ich wollte zwar nicht gehen und hatte die ganze Zeit schlechte Laune, aber als wir ankamen und ich mir die Hochhäuser ansah, war die schlechte Laune wieder weg. Doch sie kam wieder zurück, als ich die Umgebung sah, in der sich unser Hotel befand. Um jede Ecke gab es Clubs und Bars. Es gab auch viele Menschen, die betrunken waren oder so aussahen, als würden sie Drogen nehmen. Ich fühlte mich direkt unwohl und schimpfte die ganze Zeit.

Unser Zimmer war aber ziemlich gut. Meine Eltern waren in einem Zimmer und ich war mit meinen zwei jüngeren Schwestern in einem anderen. In der Nacht war es auch nicht schlimm. Man hörte zwar die Menschen, die draussen feierten, aber es hinderte mich nicht am Schlafen. Es waren eher meine Schwestern, die die ganze Nacht Nintendo spielten und fernsahen. Am Handy konnten sie nicht sein, weil wir vor dem Schlafen immer unsere elektronischen Geräte abgeben müssen. Das Nintendo hatten sie heimlich dabei.

Wir blieben fünf Tage in Frankfurt und es war eigentlich nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. In der Stadt gingen wir viel einkaufen, da es dort billiger war als hier in der Schweiz. Zwei- oder dreimal gingen wir auch in Habesha-Restaurants und assen traditionelles Essen zum Mittag.

Ein Abend im Kino

Einmal war ich auch mit meinen Schwestern im Kino im Sihlcity und wir schauten den neuen Spider-Man-Film an. Er gefiel uns allen sehr, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er zu schnell vorbei war, obwohl er über zwei Stunden dauerte. Unsere Mutter kam uns dann abholen, weil der Zug erst später gekommen wäre. Erst um etwa 00.30 Uhr kamen wir zu Hause an.

Zurück in der Schule

Ohne es richtig zu merken, war ich dann aber schon wieder in der Schule. Für mich war irgendwie alles wieder neu, da sich der Stundenplan stark verändert hatte. Die erste Woche war nicht wirklich so toll für mich, weil ich meine Wahlfächer nicht mochte.

Im Fotokurs habe ich niemanden, mit dem ich gut befreundet bin, und in Volleyball bin ich das einzige Mädchen. Ich verstehe auch nicht, warum ich Geometrie gewählt habe, obwohl ich schon alles verstanden hatte. In allen Wahlfächern, in denen ich bin, ist niemand, mit dem ich sehr gut befreundet bin, ausser im Mittags-Hit am Dienstag. Aber das ist auch meine Schuld, da ich mit niemandem wirklich eng befreundet bin. Mittlerweile habe ich mich aber schon viel besser an die neue Situation gewöhnt. Es fühlt sich aber auch gut und einfach anders an, dass wir jetzt Wahlfächer und mit allen aus dem gleichen Jahrgang Unterricht haben.

Der Spieltag

An alles, was im August passierte, kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern, da so schnell September wurde. Wir hatten den Spieltag, wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob der jetzt im September oder August war. Am Spieltag spielte ich mit den Mädchen meiner Klasse Fussball. Eigentlich wollten meine Kolleginnen und ich Volleyball spielen, aber wir hätten mindestens zu viert sein müssen. Da unsere Lehrpersonen meinten, dass man keine Gruppen aus verschiedenen Klassen bilden darf, machten wir im Fussball mit.

Die Spiele liefen auch nicht so gut. Eigentlich war ich im Feld, aber als ich einmal ins Tor ging und es im ersten Spiel schaffte, den Ball zu halten, wollten sie, dass ich die ganze Zeit im Tor bleibe. Zuerst hatte ich kein Problem damit, weil ich dachte, es sei einfach, aber das war es nicht. Das Tor fand ich irgendwie zu gross. Fast immer hatte ich den Ball, aber manchmal ging er ganz knapp an mir vorbei ins Tor. Wir verloren die meisten Spiele, gewannen eines und spielten einmal unentschieden. Ich fühlte mich die ganze Zeit schuldig und wollte gerade sagen, dass ich nicht mehr im Tor sein wollte. Da wurde uns gesagt, dass unsere Gruppe fertig war und wir frei hatten. Ich freute mich so sehr und es war mir völlig egal, welchen Rang wir erreicht hatten.

Meine beste Freundin und ich gingen zur Treppe vor dem Tunnel, weil es dort guten Schatten gab. Wir blieben sehr lange dort, ohne auf die Zeit zu schauen, bis meine kleine Schwester kam und fragte, warum wir noch dort seien. Sie sagte uns, dass der Spieltag schon lange fertig sei, alle aufräumten und auf dem Weg nach Hause seien. Wir waren schockiert und gingen auch schnell nach Hause.

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