Der kleine Bergtroll

Seit Jahren lebte ein kleiner, alter Bergtroll auf der Spitze eines riesigen Berges. Seine Hütte lag am Ende der Wolken. Wenn er tagsüber aus dem Fenster schaute, konnte er ein unendlich langes Wolkenmeer sehen. Im Winter schneite es jedes Jahr so stark, dass er gerade noch seine Haustür öffnen konnte. Bei jedem Schritt, den er machte, versank er im Schnee.

Nun war der Winter vorbei und die Sonne drückte jeden Morgen etwas früher durch. Der Bergtroll ging wieder auf seine alltäglichen Bergrunden. Diese führten an einem kleinen Bergsee vorbei, weiter über eine riesige Wiese, die bis ans Ende der Sicht reichte. Auf der Wiese wuchsen die ersten Kräuter und Pilze. Er lief auf einen grossen Steinbrocken zu und sah dahinter ein paar riesige Steinpilze. Er schnitt sie direkt von der Erde ab und packte sie in seinen Korb. Anschliessend setzte er seine Runde fort und ging weiter zu einem kleinen Bach. Dort machte er eine kleine Pause.

Als er kurz vor dem Einschlafen war, sah er einige Fische den Bach hinaufschwimmen. Da kam ihm die Idee, Fische zu fangen. Er bastelte sich aus einem Ast und einem Efeustock eine kleine provisorische Angel. Er wartete und wartete, doch die Zeit verging kaum. Weil er keine Geduld hatte, wurde er immer nervöser und nervöser. Nach einer Weile, als er immer noch keinen Fisch gefangen hatte, wurde er so wütend, dass er die Angel in den Bach warf und nach Hause ging.

Als er zurück in seiner Hütte war, wurde er so wütend, dass er alles, was er sah, durch die Gegend warf. Danach begann er, seine Vorräte zu sortieren, um sich zu beruhigen. Doch weil er so ein sturer Bock war, gab er der Angel die Schuld daran, dass es mit dem Fischen nicht geklappt hatte. So musste er hungrig schlafen gehen.


Dieser Text ist Teil der ABC-Etüden, eines Projekts, das von Christiane am Leben gehalten wird. Im Juni 2026 sind die Begriffe Wolke, stur, sortieren vorgegeben. Die Länge des Textes darf 300 Wörter nicht überschreiten.

Geschrieben wurde diese Etüde von Abdou, einem Teilnehmer des Wahlfach Bloggen 25/26.

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