Felipes zweites Semester an der Oberstufe Ennetgraben

Das ist mein Beitrag über das zweite Semester in der Oberstufe Ennetgraben. Ich habe schon über meinen Start an dieser Oberstufe geschrieben, jetzt erzähle ich, wie das zweite Semester bis jetzt ist.

Schneesporttag

Nach den Sportferien fand der Schneesporttag statt, aber mir machte es nicht so Spass, wie ich es mir vorgestellt hatte. Vielleicht hatte ich einfach andere Erwartungen. Ich dachte, dass die Pisten etwas besser wären. Der Schnee war auch nicht so gut, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Am Anfang waren die Bedingungen noch okay, aber dann wurde der Schnee viel schlechter. Ich glaube, wegen der Sonne. Die Pisten waren irgendwie auch langweilig. Ich habe einfach erwartet, dass die Pisten mega gut wären, weil ich das von meinem Vater gehört habe.

Sport am Mittwoch (SAM)

Ich habe mich bis jetzt noch nie für Sport am Mittwoch angemeldet. Deshalb habe ich null Stunden. Mir macht das nicht so Spass, weil wir am Mittwochnachmittag oft mit Kollegen rausgehen oder Hausaufgaben machen. Ich weiss, dass ich das auch nach dem Sport machen könnte, aber nach zwei oder drei Stunden bin ich meistens müde.

Klassen-Ausflug

Wir machten einen Ausflug mit der Klasse. Zuerst waren wir im Museum für Gestaltung. Da haben wir beobachtet, wie verschiedene Tiere die Welt wahrnehmen. Danach lernten wir Stop-Motion und drehten in Zweiergruppen ein kurzes Video über ein Fantasietier.

Ich glaube, dass wir mit der Klasse besprechen müssen, ob wir unser Video verlinken wollen, weil das vielleicht für manche Personen peinlich ist. Vielleicht denken sie, dass das Video nicht so herausgekommen ist, wie sie es wollten. Ich finde aber, dass alle Videos gut waren.

Während der Mittagspause durften wir allein unterwegs sein. Meine Kollegen und ich haben zusammen gegessen und geredet.

Am Nachmittag besuchten wir eine Synagoge. Es war sehr spannend. Ein Mann hat uns verschiedene Gegenstände gezeigt und erklärt, was sie sind und wozu sie verwendet werden, unter anderem die Thora. Wir durften sogar alle die Thora heben. Sie war sehr schwer. Danach kam ein alter Rabbi, der die Thora lesen konnte. Er hat für uns die Thora vorgelesen. Eigentlich hat er gleichzeitig gelesen und gesungen. Sehr wahrscheinlich hat er sehr viel üben müssen, damit er das so gut kann. Ich glaube, das ist sehr schwierig.

Ich habe eine alte Thora fotografiert, eine neue und eine, die von einem Juden im Zweiten Weltkrieg gerettet wurde. Die Bilder sind nicht so gut herausgekommen, wie ich es wollte. Ich muss nochmals mit meiner Familie dorthin gehen, damit sie auch mal die Thora sehen oder sogar heben können und damit ich bessere Bilder machen kann.

Bis jetzt hat mir dieser Ausflug am meisten Spass gemacht.

Osterferien

Wir hatten fünf Tage Osterferien. Sie waren sehr cool, weil ich noch das letzte Mal Ski fahren ging, und zwar in Hoch-Ybrig. Wir hatten Glück, dass das Wetter gut war. Es machte mir Spass, nach Hoch-Ybrig zu gehen, weil ich mit meinem Bruder unterwegs war und die Pisten sehr gut waren.

Es war das erste Mal, dass ich dort war. Mein Bruder war dort schon mal mit seinem Kollegen. Er fand die Pisten sehr gut, deswegen wollte er unbedingt mit mir und meinem Vater dorthin gehen. Es hatte viele Pisten und alle waren spannend. Wenn ich keine Lust mehr hatte, eine Piste zu fahren, ging ich einfach auf eine andere. Wir fuhren fast den ganzen Tag dort.

Projektwoche

Vor den Frühlingsferien fand endlich die Projektwoche statt. Ehrlich gesagt wusste ich nicht genau, was das ist. Ich habe mich aber trotzdem darauf gefreut, weil alle gesagt haben, dass es spannend wird. Ich hoffte, dass diese Projektwoche cool sein würde.

Alles war perfekt. Ich war mit sehr vielen Kollegen zusammen und alle Themen waren sehr interessant. In dieser Woche haben wir zum Thema «Anders sein» gelernt, wie andere Menschen leben, und viel über Diskriminierung erfahren.

Am zweiten Tag kam eine Person, mit der wir über Rassismus gesprochen haben. Es war für mich sehr interessant. Sie hat sehr gut erklärt und auch Beispiele erzählt.

Am Mittwoch war das Thema «Armut in der Schweiz». Die Leiterin hat uns erklärt, dass nicht alle Leute in der Schweiz gut verdienen. Sie hat uns erzählt, dass, wenn sechs Personen in einem Raum sind, eine von ihnen arm ist. Das ist auch hier in der Schweiz so. Das hat mich überrascht, weil ich dachte, dass in der Schweiz fast alle genug Geld haben. In anderen Ländern haben es die Menschen oft noch schlimmer.

Am Donnerstag kam eine somalische Frau. Sie hiess Seynap. Dieser Tag war mein Lieblingstag in der Projektwoche, weil diese Frau uns erzählt hat, wie sie in die Schweiz geflüchtet ist. Sie konnte eigentlich sehr gut Deutsch. Ausserdem gab sie uns Tipps fürs Leben, zum Beispiel viel zu lernen, nicht zu viel TikTok zu schauen, dankbar zu sein und so weiter.

Man hat gemerkt, dass sie viel Schreckliches erlebt hat. Am Nachmittag haben wir uns auf den OSA-Märt vorbereitet.

Der OSA-Märt war eine Ausstellung über alles, was in den verschiedenen Workshops in dieser Woche gemacht wurde. Er fand nach der Schule statt. Wir mussten in Gruppen ein Plakat machen, das wir den Leuten präsentierten, die dort waren. Mich erstaunte, dass so viele Personen kamen. Es waren meistens Eltern und nicht so viele Schülerinnen und Schüler. Ich glaube, dass die Besucher den OSA-Märt cool fanden, weil sie interessiert aussahen.

Das Theater am Freitag war nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe, aber es war trotzdem spannend. Ich fand es mega toll, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler erklärt haben, dass Mobbing nicht okay ist.

Diese Woche war geil und ich habe viele neue Sachen gelernt. Bis jetzt war das zweite Semester sehr abwechslungsreich und ich hoffe, dass es noch viele coole Erlebnisse geben wird.

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