Der erste Eindruck
Am ersten Tag ging ich ins Zimmer von Herrn Kiolafas und Herrn Kramer. Dort haben wir uns als Gruppe getroffen. Ich war recht gespannt und auch nervös, weil ich nicht wusste, was uns erwarten würde. Zuerst dachte ich, ich sei das einzige Mädchen, aber zum Glück gab es noch drei andere Mädchen. Die einzige Person, die ich kannte, war Ezana.
Bevor der Unterricht richtig anfing, mussten wir die Tische verschieben, sodass Vierer-Pulte entstanden. Danach schauten wir einen kurzen Film über Migration. Im Film ging es um einen orangefarbenen Kreis, der in ein Land voller lila Dreiecke kam. Der orange Kreis musste auswandern, weil in seinem Land Krieg war. Er kam nur mit seiner Mutter, der Vater musste dort bleiben. Der Film war recht emotional.
Danach bildeten wir Gruppen und sprachen über den Film. Als wir damit fertig waren, erklärte uns Herr Kiolafas, was wir in dieser Woche machen würden: Wir sollten eine Person interviewen, die einen Migrationshintergrund hat. Die eigenen Eltern durfte man aber nicht nehmen. Ezana und ich kannten niemanden in der Nähe, der einen Migrationshintergrund hatte.
Deshalb riefen wir in verschiedenen Läden und Unternehmen an. Es war schwierig, weil alles sehr spontan war und wir bereits am nächsten Tag interviewen mussten. Am Ende hat es aber funktioniert: Ein Mitarbeiter der Migros hatte Zeit für ein Interview.
Unser wichtigstes Projekt: das Interview
Am zweiten Tag führten wir das Interview mit dem Migros-Mitarbeiter. Wir hatten schon 20 Fragen aufgeschrieben und waren deshalb recht gut vorbereitet. Das Interview durften wir im Migros-Büro machen. Wir bekamen auch Material, etwa ein Mikrofon. Wir filmten nicht mit einer Kamera, sondern mit meinem iPad.
Nach dem Interview mussten wir noch ein Intro und ein Outro aufnehmen. Besonders spannend war, dass der Mitarbeiter erzählte, wie er sechs Wochen lang von Afghanistan bis nach Italien unterwegs war. Von Italien fuhr er dann mit dem Zug in die Schweiz.
Am Nachmittag schnitten wir unser Interview, wurden aber nicht ganz fertig. Zum Glück hatten wir am Mittwoch noch drei Lektionen Zeit und am Donnerstag fast drei Lektionen. Wir haben es noch knapp geschafft, obwohl wir das Intro und Outro nochmals aufnehmen mussten.
Arbeit am Video und Besuch im Landesmuseum
Die Bearbeitung war sehr stressig, weil wir viel Material kürzen mussten. Das ungeschnittene Interview dauerte 13 Minuten, dazu kamen noch das Intro und das Outro. Am Schluss durfte das Video aber nur 5 Minuten lang sein. Ausserdem versuchten wir, die Hintergrundgeräusche zu entfernen.
Nach dem Schneiden gingen wir ins Landesmuseum. Dort bekamen wir eine Führung über die Migration in der Schweiz. Ich fand sie recht cool und spannend. Am Ende machten wir noch ein Gruppenfoto.
Der OSA-Märt
Am Donnerstag bereiteten wir uns auf den OSA-Märt vor. Es war ein angenehmer Tag, der am Abend mit dem spannenden Markt und den Ausstellungen seinen Höhepunkt fand. Am besten gefiel mir der Tanz-Workshop, weil sie uns etwas vortanzten und wir mittanzen durften. Ausserdem wurde uns erklärt, was die anderen Workshops gemacht hatten.
Ein schöner Abschluss
Am letzten Tag hatten wir noch die Gelegenheit, ins Theater «Anders» zu gehen. Dort spielten drei Personen: zwei Männer und eine Frau. Sie spielten recht gut. Am besten fand ich, dass sie uns nach einer Szene fragten, wie sie weiterspielen sollten. Wir durften sogar selbst mitspielen.
Danach machten wir uns auf den Weg in den Wald. Das war unser Abschluss. Wir haben gebrätelt und miteinander geredet. Anschliessend durften wir in die Frühlingsferien.
Mein Fazit
Mir hat die ganze Woche gefallen, besonders das Interview, weil wir dabei selbstständig in Gruppen arbeiten durften. Ich habe auch gelernt, dass wir froh sein sollten, nicht in einem Krieg zu leben, sondern in der Schweiz.

