Das gruselige Camp

Es war bereits dunkel, als eine schwarz gekleidete Gestalt auf mich zukam.

Aber erst mal von vorne. Ich heisse Luana, bin 14 Jahre alt und lebe in Berlin. Zelten gehört zu meinen Lieblingshobbys. Ausserdem habe ich einen älteren Bruder namens Simon.

Ich bin mit meiner Familie verreist. Wir übernachteten auf einem Campingplatz und schliefen in Zelten. Am Abend assen wir am Lagerfeuer und rückten alle nah zusammen.

Am nächsten Morgen gab es immer Müsli mit Avocadobrot. Dann gingen wir wandern. Am Abend waren wir wieder am Lagerfeuer. Als ich in meinen Rucksack schaute, um meine Kamera zu holen, war meine Brieftasche weg. Mein erster Gedanke war, ob ich sie vielleicht verloren hatte. Dann kam die Panik und ich erzählte es meiner Mutter. Ich verliess das Lagerfeuer und ging ins Zelt suchen. Ich durchsuchte mein ganzes Zelt. Meine Mutter fragte mich, wo ich sie zuletzt gesehen hatte, aber ich konnte mich nicht daran erinnern. Wir suchten noch etwa 20 Minuten, dann ging ich schlafen.

Am nächsten Morgen roch ich schon das Avocadobrot. Danach fragte meine Mutter beim Campleiter nach, ob eine Geldbörse gefunden worden sei. Er verneinte. Danach gingen meine Mutter und ich über den Campingplatz spazieren und assen ein Eis. Aber vor dem Schlafen musste ich auf die Toilette und ging auf die Wiese, weil ich nicht im Dunkeln über den ganzen Platz laufen wollte.

Ich sass gerade auf der Wiese, als eine schwarz gekleidete Gestalt auf mich zukam. Ich erschrak, riss aus Instinkt die Hose hoch und rannte zurück ins Camp. Dort erzählte ich alles meiner Mutter. Sie wurde wütend auf die Person, die mir Angst gemacht hatte. Sie erzählte mir, dass sie zum Campleiter gehen wollte, um ihm Bescheid zu sagen, was auf der Wiese passiert war. Aber er war nicht mehr im Camp.

Ich dachte noch lange darüber nach und schlief dann endlich ein. Am nächsten Morgen ging ich zu meiner Mutter, die gerade Kaffee aufkochte, und erzählte ihr noch einmal genau, was passiert war. Sie sagte mir, dass sie mit dem Campleiter sprechen würde, sobald sie ihn sehen würde.

Nach dem Frühstück erwischte ich den Campleiter, wie er gerade aus einem fremden Zelt kam und meine Brieftasche in der Hand hielt. Ich ging auf ihn zu, doch er rannte plötzlich weg. Natürlich rannte ich hinterher. Nach ein paar Minuten entwischte er mir und ich rief die Polizei an. Die Polizei traf nach etwa 20 Minuten ein und durchsuchte das Zelt des Campleiters. Dort fanden sie meine Brieftasche und das Handy meines Bruders, das ebenfalls verschwunden war. Er wurde festgenommen und wir verliessen den Campingplatz noch am selben Tag.

Einige Wochen nach dem Zelturlaub bekamen wir einen Brief vom Campleiter:

Liebe Familie Kaiser
Ich entschuldige mich mit diesem Brief dafür, dass ich euch bestohlen habe. Ich hatte grosse Geldschulden und wusste nicht mehr weiter. Das ist keine Entschuldigung für das, was ich getan habe.
Liebe Grüsse
Kai

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