Der geheimnisvolle Eiswagen (ABC-Etüde)

Als ich an einem Abend von der Arbeit nach Hause kam, sah ich ein ganz komisches Auto. Es war ein Van mit der Aufschrift «Gratis Eis». Es war aber Winter und ich fragte mich, wieso man dann Eis essen sollte. Also entschied ich mich, dem Wagen zu folgen, da ich sowieso nichts zu tun hatte.

Durch einen Wetterumschwung kam plötzlich dichter Nebel auf und ich verlor den Van aus den Augen. Inzwischen war ich irgendwo im Wald und fand den Weg nicht mehr zurück. Mein Handy war auch ausgegangen und ich war ganz auf mich allein gestellt.

Deshalb versuchte ich, Lichtsignale zu senden, in der Hoffnung, dass mich jemand sehen würde. Lange wartete ich, aber niemand kam. Es fing an zu regnen und ich sah zu, wie das Wasser im Boden versickerte. Langsam wurde ich immer gestresster, weil mir keine abwechslungsreichen Ideen einfielen. Ausserdem wusste ich, dass ein Kind entführt worden war.

Schliesslich verbrachte ich die Nacht in meinem Auto. Als ich aufwachte, hörte ich Stimmen. Zuerst dachte ich, sie wären in meinem Kopf. Dann sah ich zwei Männer und ein Kind vor mir. Plötzlich bemerkte ich, dass ich mit Kabelbindern an einen Stuhl gefesselt war. Das Kind war ebenfalls gefesselt. Da wurde mir klar, dass auch ich entführt worden war.

Die Männer sagten, dass sie uns in zwei Tagen umbringen würden, wenn die Polizei das Geld nicht bezahlte. Als sie kurz weg waren, konnte ich meine Kabelbinder lösen und das Kind befreien. Wir rannten aus dem Haus. Zum Glück hatte die Polizei das Versteck inzwischen gefunden. Sie rettete uns und nahm die Entführer fest.


Dieser Text ist Teil der ABC-Etüden, eines Projekts, das von Christiane am Leben gehalten wird. Im September 2026 sind die Begriffe  abwechslungsreich, Wetterumschwung, versickern  vorgegeben. Die Länge des Textes darf 300 Wörter nicht überschreiten.

Geschrieben wurde diese Etüde von Benett, einem Teilnehmer des Wahlfachs Bloggen 26/27.

Eine Antwort auf „“

  1. Wenn eure Entführer so blöd waren, euch so schlecht zu fesseln, dass du die Kabelbinder lösen konntest, haben sie es nicht besser verdient. 😉 Was für ein Glück ihr hattet! Gut, dass nichts weiter passiert ist.
    Danke, dass du mitgeschrieben hast! 😀

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