Ein Nachmittag im Café in Paris (Impulswerkstatt)

An einem heissen Nachmittag in Paris sass eine Frau in einem kleinen Café. Das Café befand sich auf einem grossen Platz, wo in der Mitte ein wunderschöner Brunnen stand. Die Frau sass drinnen an einem Fenster in ihrem engen roten Kleid. Sie trug noch einen beigen Hut mit einer roten Schleife, die darum gewickelt war. Sie hatte auch eine Zeitung in der Hand.

Nach einer Weile kam der Kellner mit ihrem Kaffee und einem kleinen Croissant, die sie bestellt hatte. Langsam las sie weiter, während sie ihren Kaffee trank. Als die Sonne langsam tiefer stand, nahm die Frau ihren Hut ab, legte ihn auf den Stuhl neben sich und las weiter.

Später kam nochmals der Kellner und wollte ihren Teller und ihre Tasse mitnehmen, aber er sah noch etwas aus dem Augenwinkel, nämlich das, was in der Zeitung stand. Er fand den Satz interessant und las ihn schnell vor: «Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.» Die Frau war überrascht von diesem Satz. Sie legte die Zeitung schnell auf die Seite und fragte sich, ob der Satz wirklich stimmen könnte.

Sie überlegte, was damit gemeint war. Vielleicht bedeutete es, dass man die Welt besser verstehen konnte, wenn man mehr Sprachen sprach. Während sie noch darüber nachdachte, schaute sie aus dem Fenster und beobachtete die Menschen auf dem Platz. Dort waren viele Menschen, die verschiedene Sprachen sprachen.

Plötzlich kam der Kellner wieder zu ihrem Tisch und fragte, ob alles in Ordnung sei. Die Frau nickte und bestellte noch ein Glas Wasser. Während sie wartete, las sie weiter in ihrer Zeitung. Dabei bemerkte sie nicht, dass es draussen langsam anfing zu regnen.

Die Frau schaute auf die Uhr und merkte, dass sie schon viel länger im Café sass als geplant. Es war inzwischen Abend geworden. Sie packte ihre Zeitung zusammen und trank den letzten Schluck Kaffee und Wasser. Während sie am Zusammenpacken war, dachte sie darüber nach, was sie morgen machen wollte. Sie war so in Gedanken, dass sie nicht bemerkte, dass ihr Hut noch auf dem Stuhl lag.

Als sie später zu Hause ankam und in den Spiegel schaute, merkte sie, dass ihr Hut fehlte. Sie erinnerte sich daran, dass sie ihn im Café vergessen hatte. Sie ärgerte sich ein wenig darüber und beschloss, am nächsten Tag wieder ins Café zu gehen, um ihren Hut abzuholen. Vielleicht würde sie dann auch den Kellner nochmals nach dem Satz fragen.


Dieser Text ist im Rahmen der Impulswerkstatt September/Oktober 2026 von  Myriade entstanden. Das aktuelle Zitat lautet: «Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt» Ludwig Wittgenstein.

Verfasst wurde er von Marcus, einem Teilnehmer des Wahlfachs «Bloggen» im Schuljahr 26/27.

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