Winterfest in den Bergen (Impulswerkstatt)

An einem kalten Wintermorgen wachte Theo in einer kleinen, mit Weihnachtsdekoration geschmückten Berghütte auf. Das hölzerne Häuschen war neben einem kleinen eingefrorenen See, auf dem einige Kinder Eishockey spielten. Theo machte sich müde auf den Weg zu seiner Kaffeemaschine. Da das Gerät beschädigt war, erhielt er nur warmes Wasser, aus dem er sich dann einen Tee machte.

In einen beigen Mantel, eine graue Mütze und warme, braune Winterstiefel gehüllt, spazierte er in das kleine Dörfchen Schneestern. Im Dorf angekommen, konnte er sich die Gelegenheit, etwas Warmes zu trinken, nicht entgehen lassen. Er öffnete die Tür zu einer kleinen Bäckerei und wurde von schönen Weihnachtsliedern willkommen geheissen.

Theo deponierte seinen edlen Mantel und seine Mütze auf einem roten Stuhl. Er setzte an einen Tisch am Fenster, der mit einem Weihnachtskranz dekoriert war. Durch das Fenster sah er einen grossen, grünen Tannenbaum, der mit bunten Weihnachtskugeln geschmückt war.

Eine hübsche, junge, blonde Frau, die eine weihnachtliche Uniform mit der Mütze des Weihnachtsmannes trug, fragte ihn nach seiner Bestellung. Nach reiflicher Überlegung bestellte er sich eine warme Schokolade, welche ihm einige Minuten später von der freundlichen Kellnerin mit Marshmallows und Keksen serviert wurde.

Die beiden sprachen eine Weile über das verschneite Dörfchen in den Bergen, bis die Kellnerin eine weitere Bestellung aufnehmen musste.

Die Bäckerei war um einiges voller als normalerweise. Alle Gäste waren warm eingepackt, da ausserhalb der Bäckerei eisige Winde durch die engen Gassen des kleinen Ortes fegten. Der Platz wurde immer knapper, bis sich Theo schliesslich entschloss, seinen Mantel anzuziehen und sich auf den Weg zur Arbeit zu machen.

Er spazierte am Waldrand entlang, als ihm auffiel, dass ihm eine schwarz gekleidete Gestalt durch den tiefen Schnee folgte. Die Person wurde immer schneller, sodass er sich schliesslich entschied, zu warten. Als sie nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, sah er, dass es die blonde Kellnerin war.

Sie war ihm hinterhergerannt, da er seine rote Mütze in der Bäckerei vergessen hatte. Schwer atmend setzte sich die junge Frau auf eine Bank und gab ihm die Mütze. Er fragte sie nach Ihrem Namen und sie antwortete lächelnd, dass sie Marie hiess. Sie sprachen zusammen über ihr Leben und über die Winterzeit. Sie lachten zusammen, genossen den Tag und bauten sogar einen Schneemann.

In den darauffolgenden Jahren gründeten sie gemeinsam eine Familie in dem kleinen Ort.


Dieser Text ist im Rahmen der Impulswerkstatt November/Dezember 2024 von Myriade entstanden. Dafür stehen vier Bilder sowie ein Begriff zur Verfügung. Verfasst hat ihn Dario 24/25.

2 Antworten auf „Winterfest in den Bergen (Impulswerkstatt)“

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