Latern und der erste Tag in der Schule

Latern ist ein kleiner Fisch aus der Tiefsee. Er hat zwei grosse Augen, einen breiten Mund und eine Laterne auf seinem Kopf. Obwohl er gruselig aussieht, ist er sehr freundlich und liebt es, Spiele zu spielen. Am meisten liebt er Schatzjagd. In diesem Spiel ist er der Beste, weil er dank seiner Laterne, die er auf dem Kopf trägt, auch an den dunkelsten Orten sehen kann.

Am ersten Schultag hatte Latern grosse Angst. Aber er hatte ein Ziel: Er wollte viele Freunde haben, damit er mit ihnen sein Liebling Spiel spielen kann.

Als seine Mutter ihn im Schuleingang brachte, schauten alle ihn verängstigt an wegen sein Aussehen.

Latern trat ins Klassenzimmer, wo sich der Lehrer als Mr. Zorba vorstellte. Danach bat er die Kinder, ihren Namen zu sagen und etwas über sich zu erzählen. Als Latern an der Reihe war und aufstand, waren alle Augen auf ihn gerichtet. Er war eingeschüchtert, weil er noch nie vor so vielen Menschen gesprochen hatte.

Danach mussten sie ein Bild von sich selbst zeichnen und es an die Wand hängen. Latern setzte sich alleine hin, weil die anderen Kinder nicht mit ihm reden wollten.

Als Mr. Zorba sah, dass Latern alleine an einem Tisch sass, fragte er die Klasse, warum niemand mit ihm in der Gruppe sitzen wollte. Die Kinder antworteten, sie hätten Angst vor Laterns spitzen, langen Zähnen und seinen leere schwarzen Augen.

Weil Mr. Zorba wollte, dass alle Freunde werden, fragte er Latern, was sein Lieblingsspiel ist. Latern antwortete, dass er sehr gern ein Spiel namens Schatzjagd spielt. Dabei verstecken eine oder mehrere Personen etwas, wie eine Flasche mit einem kleinen Preis, und die anderen müssen es suchen.

Nach der Pause brachte Mr. Zorba seine Schüler nach draussen, um Schatzjagd zu spielen. Er erklärte den Kindern die Regeln des Spiels und rief zwei Schüler auf, um den Schatz zu verstecken.

Als das Spiel begann, teilten sich alle in kleine Gruppen auf. Doch konnten sie den Schatz einfach nicht finden. Sie hatten überall gesucht, ausser an einem stockdunklen Ort, vor dem sie alle Angst hatten.

Latern hatte keine Angst vor dunklen Orten, denn dank der Laterne auf seinem Kopf konnte er sich gut in der Dunkelheit bewegen. Also ging er in den dunklen Bereich und fand den Schatz.

Alle waren sehr überrascht, dass Latern keine Angst vor der Dunkelheit hatte, und applaudierten ihm. Der Schatz war voll mit Süssigkeiten, genug für alle.

Nach diesem Tag verstanden alle, dass Latern gar nicht so gruselig war und sie waren von diesem Zeitpunkt an sehr freundlich mit ihm.


Dieser Text ist im Wahlfach Bloggen 24/25 von Gaia entstanden.

2 Antworten auf „Latern und der erste Tag in der Schule“

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