Ich war 12 Jahre alt, als ich das erste Mal in der OSA war. Es war ein Gefühl von Aufregung und Angst. Die Klassenliste mit den Namen sagte noch nicht viel aus. Vorher war ich in Aeugst am Albis in der Primarschule gewesen. Dort war es viel ruhiger. Trotzdem kannte ich einige aus der 2. Sek. Das waren damals meine besten Freunde und sie sind es immer noch.
Die erste Stunde begann mit einer Begrüssung und einer Vorstellungsrunde. Jeder war neu und anders. Danach hatten wir Mathematik. Es war nicht einfach, aber ruhig und angenehm. Trotzdem war ich noch gestresst, weil ich die ganze Zeit dachte: Was, wenn ich das nächste Zimmer nicht finde? Aber ich wusste jetzt, wer in meiner Klasse war, und es war mir klar, dass die anderen wahrscheinlich genauso wenig Ahnung hatten wie ich.
Nach den ersten zwei Stunden ging es noch eine Stunde bei der gleichen Lehrerin weiter, aber nicht mit Mathematik, sondern mit Geografie. Am Anfang war es etwas unverständlich und stressig, weil nach einem langen Satz direkt der nächste kam. Trotzdem war es lustig, aber auch ein bisschen anstrengend.
Etwa 15 Minuten vor der Pause bekamen wir noch Informationen zur Pause und zur Pausenaufsicht. Bei fast 400 Schülern und Schülerinnen passieren manchmal auch unnötige Dinge wie Schlägereien, Provokationen oder das Herumwerfen von Sachen. Das ist dann nicht mehr lustig, besonders wenn es Einträge oder Gespräche gibt. Um solche Situationen zu vermeiden, gibt es die Pausenaufsicht. Sie sorgt für Ruhe und Sicherheit. Bevor es endgültig in die grosse Pause ging, bekam jeder ein Kontaktheft. Das ist ein kleines Heft, in dem die Wochen des Schuljahres und weitere wichtige Informationen stehen. Es ist auch für die Hausaufgaben gedacht. Kurz nachdem die Lehrerin alles erklärt hatte, läutete es.
In der grossen Pause war es am Anfang schön ruhig, aber auch cool und lustig. Nach ungefähr 10 von 20 Minuten wurde es jedoch unruhiger. Ein paar Schüler begannen sich zu provozieren, sobald ein Lehrer nicht hinschaute, und einige waren fast in eine Schlägerei verwickelt. Dann läutete es und alle gingen in ihr zugeteiltes Klassenzimmer.
Danach hatte ich Englisch. Obwohl der Stoff etwas langweilig war, fand ich den Unterricht interessant und gut. Englisch dauerte noch zwei Stunden, danach war Mittagspause. Im Englischunterricht konnte ich mich sowohl beim Sprechen als auch beim Schreiben verbessern.


Ich finde es toll, dass du deinen ersten Schultag mitteilst! Als ich neu in die OSA war, fühlte ich mich auch überfordert. Das ist völlig normal.