Der erste Tag, an dem ich in der Schweiz war, war an meinem zwölften Geburtstag, am 1. August. Es war gleichzeitig auch mein erstes Mal, dass ich in einem Flugzeug geflogen bin. Ich habe mit meiner Mutter und meiner kleinen Schwester meinen Vater besucht, der bereits beruflich in der Schweiz lebte.
Eigentlich sollten wir nur die Ferien bei meinem Vater verbringen und danach wieder nach Italien zurückfliegen. Aber da wir Kinder uns in der Schweiz sehr wohlfühlten, beschlossen meine Mutter und mein Vater gemeinsam als Familie in der Schweiz zu leben. Ein weiterer Grund war auch, dass mein Vater endlich einen Job gefunden hatte, der gut bezahlt war. So konnten meine Eltern meiner kleinen Schwester und mir eine bessere Zukunft als in Italien ermöglichen.
Ich war wirklich glücklich über den Umzug und fühlte mich endlich frei. In Italien war ich nicht sehr geschätzt worden. In der Schule waren die Lehrer und meine Klassenkameraden mir gegenüber böse und missgünstig. Auch verteilten die Lehrpersonen entschieden zu viele Hausaufgaben.
Zuerst lebten wir in Naters, im Kanton Wallis. Diese Stadt war gross und einladend, aber mein Vater wollte nicht dort bleiben. Er nahm ein Arbeitsangebot in Affoltern am Albis an. Er hatte bereits mit seiner Cousine gesprochen, die da lebte. Sie bot uns an, dass wir als Familie für etwa ein Jahr bei ihr wohnen könnten. So hatte sie die Möglichkeit uns besser kennenzulernen.
So sind wir nach einigen Wochen von Naters nach Affoltern am Albis zu der Cousine meines Vaters gezogen. Meine Eltern meldeten mich sofort bei der Schule an und begannen, sich nach einer eigenen Wohnung umzuschauen.
Es war sehr schwierig, eine Wohnung zu finden, weil wir die Erlaubnis B hätten haben müssen, was wir nicht hatten. Zum Glück haben wir trotzdem eine gefunden, die nicht zu teuer, aber durchaus bewohnbar ist.
Dieser Text ist im Wahlfach Bloggen 24/25 von Gaia entstanden.


Hallo Gaia
Dein Blog war sehr packend und spannend. Ich wusste gar nicht, dass du auch im Kanton Wallis gelebt hattest. Wie war es dort? Ich bin sehr froh, dass du dich hier in die Schweiz wohlfühlst.
Liebe Grüsse Lorena
Hallo Lorena
Danke, dass du meinen Blog-Artikel gelesen und kommentiert hast. Als ich im Wallis war, war es teilweise langweilig, weil ich keine Freunde hatte.