Staplodiplokus (Sofia)

Es gab eine grosse Gruppe von Forschern, die täglich im Büro und im Labor arbeiteten. Sie hatten fast nie Zeit für sich selbst, für die Familie oder um sich mit ihren Kollegen zu unterhalten. Auch wenn sie alle zusammen an einem Ort arbeiteten, unterhielten sie sich nie wirklich, nur wenn es um ihre Arbeit ging.

Sogar in den Mittagspausen sprachen sie nicht miteinander und beeilten sich zu essen, um sofort schnell wieder an ihr gemeinsames Projekt zurückzukehren, das sie bald bei einem Wettbewerb für Forschungsprojekte präsentieren wollten.

Doch eines Tages sprach plötzlich ein Mitarbeiter zu allen: „Wir arbeiten am selben Projekt und sehen uns jeden Tag. Aber wir kennen uns nicht wirklich, weil wir uns nie unterhalten. Es wird Zeit, dass wir mal etwas gemeinsam im Team unternehmen, um uns besser kennenzulernen.“ Diese Idee stiess auf Zustimmung. Nachdem mehrere Vorschläge gesammelt wurden, entschieden sie sich für eine gemeinsame Bergwanderung.

Eine Woche später war es so weit. Alle freuten sich darauf, endlich etwas zu unternehmen und die Kollegen besser kennenzulernen. Ihr Ziel war es, mit der Gondel auf den Berg zu fahren und dann zu Fuss hinunterzugehen.

Schon in der Gondel begannen die ersten Gespräche. Die Kollegen unterhielten sich über ihre Familien, ihre Herkunft und ihre früheren Tätigkeiten. Dabei stellten viele fest, dass sie durch den Beruf kaum noch Zeit für ihr Privatleben und ihre Familien hatten.

Sie begannen den Abstieg zu Fuss. Nach ein paar Stunden hatten alle Hunger und machten an einem Grillplatz eine Mittagspause. Jeder hatte etwas mitgebracht und teilte es mit dem Team. Nachdem sie aufgeräumt hatten und weitergehen wollten, hörten sie plötzlich ein ungewöhnliches Geräusch aus einem Gebüsch.

Ein Teil des Teams wollte weitergehen, weil sie dachten, es sei nur ein Tier. Die anderen waren neugierig und gingen dem Geräusch nach. Als sie nachschauten, fanden sie etwas Seltsames, etwas, das aussah wie ein Roboter. Sie entdeckten nicht nur einen, sondern mehrere. Die Forscher entschieden sich, die Wanderung abzubrechen, um die Roboter genauer im Labor zu untersuchen.

Zurück im Labor recherchierten sie intensiv am Computer und stellten fest, dass diese Roboter „Staplodiplokus“ hiessen. Sie verbrachten den ganzen Tag mit Reparaturarbeiten. Gegen 19 Uhr waren sie endlich fertig und schalteten den ersten Roboter ein. Er funktionierte einwandfrei und führte einfache Befehle problemlos aus.

Die Forscher waren sehr glücklich und stolz darauf, dass sie so etwas geschafft hatten. Sie blieben die ganze Nacht im Labor und reparierten auch alle anderen Roboter. Gegen 6 Uhr morgens waren die Roboter repariert und einsatzbereit. Glücklich, aber erschöpft gingen die Forscher nach Hause, um sich auszuruhen.

Am Nachmittag trafen sie sich wieder im Labor und besprachen, was sie mit diesen Staplodiplokus-Robotern machen sollten. Fast alle hatten Vorschläge, sie zu verkaufen oder zurückzubringen, aber schliesslich entschieden sie sich dafür, die Roboter selbst zu behalten.

Ein Mitarbeiter schlug vor, die Roboter so zu programmieren, dass diese die Arbeit im Labor erledigten, damit die Forscher mehr Zeit für ihre Familien hätten. Diese Idee überzeugte alle, da sie gemerkt hatten, dass sie viel zu viel gearbeitet hatten.

Sie machten sich sofort an die Arbeit, programmierten die Roboter neu und änderten einige Dinge. Abends waren sie fertig und liessen die Roboter im Labor zurück, damit diese am nächsten Tag ihre Arbeit machen konnten. Danach verabschiedeten sich alle und gingen nach Hause.

In den nächsten zwei Wochen, während die Roboter arbeiteten, verbrachten die Forscher viel Zeit mit ihren Familien. Sie unternahmen viele Freizeitaktivitäten, lernten ihre Kinder besser kennen und planten teilweise sogar Reisen und Ferien. Sie hatten sogar Zeit für sich selbst.

Als sie nach zwei Wochen ins Labor zurückkehrten, waren sie geschockt: Die Staplodiplokus-Roboter hatten alles zerstört. Wände, Möbel und das ursprüngliche Forschungsprojekt der Gruppe, ein vielseitiger Roboter, waren beschädigt oder zerstört. – das Labor, Möbel und sogar ihr ursprüngliches Projekt waren kaputt.

Das Team war verzweifelt, da sie ihr Projekt in wenigen Wochen bei dem Wettbewerb hätten vorstellen müssen, an dem auch fünf andere Forschergruppen teilnahmen. Jede Gruppe hatte sechs Wochen Zeit gehabt, ein besonderes Projekt zu entwickeln.

Nach einer langen Diskussion entschieden sie sich, trotzdem am Wettbewerb teilzunehmen. Zuerst räumten sie das Labor auf. Danach reparierten sie die Staplodiplokus-Roboter und programmierten sie sorgfältiger. Sie wollten sicher sein, dass sie genau das ausführten, was ihnen gesagt wurde.

Sie hatten nur noch eine Woche Zeit und arbeiteten deshalb hart, um rechtzeitig fertig zu werden. Am Wettbewerbstag präsentierten sie ihre Staplodiplokus-Roboter. Die Zuschauer stimmten ab, und die Forschergruppe gewann den Wettbewerb.

Nach dem Wettbewerb gingen sie nach Hause und machten Ferien mit der Familie, glücklich über ihren Erfolg.

2 Antworten auf „Staplodiplokus (Sofia)“

  1. Die Geschichte ist sehr interessant. Es gefällt mir, dass die Forscher trotz des zerstörten alten Projekts und des zerstörten Labors den Wettbewerb gewannen. Liebe Grüsse Dario

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