Die Sirenen werden immer lauter und lauter, doch ich habe mich kein Stück bewegt. Ihr denkt euch jetzt bestimmt warum, oder? Ich werde euch jetzt erzählen, wie ich alleine in einem alten Krankenhaus aufgewacht bin.
Schon seit ich klein war, waren meine Eltern das Allerwichtigste für mich. Alles, was ich machte, war mit meinen Eltern. Auch wenn ich mal bei einer Freundin übernachtete, rief ich sie immer noch an, bevor ich schlafen ging. Doch nach diesen einigen Jahren in der Schule und im Kindergarten passierte etwas, das ich niemals vergessen werde.
Wie jeden Morgen ging ich alleine mit meinem Fahrrad in die Schule. Ich sah sogar noch ein paar Klassenkameraden, die auch mit dem Fahrrad unterwegs waren. Doch das ist jetzt nicht wichtig. Als ich dann in eine andere Strasse abbiegen wollte, wurde ich plötzlich von meinem Fahrrad geschubst. Ich fiel hart auf den Boden, weinte aber trotzdem nicht. Ich drehte mich um und sah eine Frau mit einem grossen Hund. Sie sagte, es sei aus Versehen ihr Hund gewesen, doch ich glaubte ihr kein einziges Wort. Das war schon einmal einem Jungen passiert, der erst in der zweiten Klasse war. Das Einzige, was ich machen konnte, war, sie böse anzuschauen und weiterzufahren.
Als ich dann in der Schule angekommen war, erzählte ich alles meiner besten Freundin Lina. Sie war schockiert und bekam ein bisschen Angst vor dieser Frau. Gerade als ich weitererzählen wollte, fing es an zu klingeln. Den ganzen Morgen war Lina ungewöhnlich still, als hätte sie vergessen, wie man spricht. Doch in der Pause wurde es noch komischer.
Ich fragte Lina, ob alles gut sei, doch das Einzige, was sie fragte, war, warum diese Frau das machen würde. Ich blieb für ein paar Sekunden still und wusste ehrlich gesagt nicht, was ich antworten sollte. Danach schaute ich den anderen Kindern zu, wie sie lachten und glücklich waren, doch bei Lina sah es anders aus.
„Weisst du, was mit diesem Jungen passiert ist, der auch geschubst wurde?“ „Ähm nein? Was ist denn passiert?“ „Der kleine Junge wurde seit diesem Tag immer beobachtet. Egal ob er in die Schule ging oder draussen mit Freunden war. Er wurde immer beobachtet. Doch eines Tages, als er alleine von der Schule nach Hause laufen musste, hörte er plötzlich eine leise Stimme neben seinem Ohr. Er drehte sich um, sah aber niemanden. Als er sich wieder nach vorn drehte, stand auf einmal diese Frau mit dem Hund vor ihm. Der Junge blieb so still stehen, als könnte er sich gar nicht mehr bewegen. Die meisten Leute sagen, dass er von der Frau mitgenommen wurde, aber ich denke, dass er in ein Krankenhaus gebracht wurde.“
„Hahaha! Ja ja, was auch immer du sagst. Warum denkst du überhaupt, dass er in ein Krankenhaus gebracht wurde?“ „Keine Ahnung. Angeblich wurde sein Schulranzen dort gesehen.“„Okay … ich wusste nicht, dass diese Geschichte so ernst klingen würde.“
Nach der Pause liefen wir zurück ins Klassenzimmer und arbeiteten weiter an Mathe. Während Lina aus dem Fenster schaute, sah sie plötzlich die Frau mit dem Hund, die direkt zu uns heraufschaute. Sie erschrak sofort und sagte mir schnell Bescheid. Doch als ich zum Fenster lief, war die Frau schon verschwunden. In diesem Moment bekam ich richtig Angst. Trotzdem wollte ich nicht im Krankenhaus enden, also schlich ich später ganz unauffällig aus der Schule und ging zum Haus dieser Frau.
Bevor ich überhaupt klopfen konnte, öffnete sie bereits die Tür, als hätte sie mich erwartet. Ich wollte mich entschuldigen, doch ich brachte kein einziges Wort heraus. Die Frau schaute mich nur böse an und warf plötzlich einen Sack über meinen Kopf. Ich versuchte zu schreien, doch ich konnte keinen einzigen Ton herausbringen. Danach wurde ich in ein Auto gebracht und mir wurde langsam schwindelig. Ich versuchte, wach zu bleiben, aber meine Augen schlossen sich immer wieder.
Als ich aufwachte, war ich an einem unbekannten Ort. Alles sah aus wie ein altes Krankenhaus. Der Boden war nass und direkt neben mir lag ein Krokodil. Langsam liefen mir Tränen über das Gesicht und ich hoffte einfach nur, dass alles gut werden würde.
Dieser Text ist im Rahmen der Impulswerkstatt Mai/Juni 2026 von Myriade entstanden. Dafür stehen vier Bilder zur Verfügung.
Geschrieben wurde dieser Text von Deborah, einer Schülerin aus dem Wahlfach Bloggen 25/26.


Hallo Deborah, Huh, das ist ja unheimlich ! Eine spannende Idee, diese Frau mit dem Hund und das Krankenhaus …. da würde ich schon gerne wissen, wie es weitergeht.