Ich war im Zug und fuhr nach Zug. Ich wollte zu meiner Arbeit. Als ich angekommen war, stimmte etwas nicht. Die Strassen sahen komplett anders aus als sonst und ich wusste nicht mehr, wo ich war. Dann erwachte ich plötzlich. Ich war im Zug eingeschlafen und hatte alles nur geträumt. Mein Stopp war nur noch vier Minuten entfernt.
Ich nahm meine Jacke, ging nach unten und stieg aus. Danach ging ich noch zu meinem Lieblingscafé, kaufte mir ein Croissant und einen Affogato und blieb noch ein bisschen dort, bis ich fertig gegessen und getrunken hatte.
Nun ging ich in mein Büro und programmierte weiter an meiner Website. Nach etwa zwei bis drei Stunden holte ich mir etwas zu essen und setzte mich an den Esstisch mit dem schönen Blick auf den Zugersee. Ich ass ein Sandwich mit Fleisch und Cocktailsauce. Danach arbeitete ich weiter.
Aber plötzlich hörte man draussen Schreie und laute Explosionen. Viele Menschen schauten panisch auf ihre Handys, weil überall Nachrichten über komische Kreaturen auftauchten. Jeder begann, herumzurennen, und ich wusste nicht, was passiert war. Ich fragte die Person, die am nächsten bei mir war, und sie sagte nur: „Aliens.“ Aliens? Was für Aliens? Woher will sie das überhaupt wissen?
Danach rannte ich auch hinter allen her. Ich wusste nicht einmal, warum. Jeder rannte ins Kino. Das Kino war gross, hatte starke Türen und viele Räume. Deshalb glaubten alle, dass es dort sicherer wäre. Jeder setzte sich hin und wartete. Nicht einmal zehn Minuten später kam jemand herein und begann zu erklären, dass wir aufpassen müssen, wenn jemand komisch aussieht, zum Beispiel mit drei Augen oder sieben Fingern oder seltsame Bewegungen macht. Man sollte nicht mit solchen Personen reden, sonst könnte es dramatisch werden.
Das Kino hatte noch einige Vorräte von der letzten Vorstellung, deshalb teilten wir uns Popcorn und Getränke. Anfangs dachte jeder, dass das reichen würde, aber als wir die Schränke und Lagerräume kontrollierten, merkten wir schnell, dass wir nicht genug Essen für mehrere Tage hatten. Wir hatten Kameras und konnten sehen, was draussen passierte. Es dauerte nicht lange, bis wir eine Nachricht vom Militär bekamen. Darin stand, dass wir maximal drei bis sechs Tage warten müssen. Alle waren erschrocken, ausser ich, weil ich wusste, was wir tun mussten. Ich beruhigte alle und sagte, dass wir das Essen sofort einteilen müssen.
Das Kino hatte acht Räume und wir waren ungefähr vierzig Menschen, also konnten in jedem Saal fünf Personen bleiben. Danach verschlossen wir alles gut und stellten vor jedem Raum sowie in jedem Zimmer Kameras auf, damit wir sehen konnten, was passierte. Wir sahen auf den Kameras, dass sich die Aliens transformierten. Sie verwandelten sich in komische Kreaturen, die wie Zombies mit Pilzen auf dem Körper aussahen. Es gab verschiedene Levels: Wenn jemand lange infiziert war, wurde er grösser und stärker.
Deshalb mussten wir Waffen besorgen, aber wir wussten nicht, was wir nehmen sollten. Im Kino gab es nicht einmal Messer. Also nahmen wir spitze Sachen aus den Maschinen. Wir verwendeten Glas, Metall und andere Dinge, die wir wie Messer formten. Das machte nur meine Gruppe. Auf den Kameras sahen wir, dass die anderen Gruppen grosse Angst hatten, aber das war nicht mein Problem, sie hatten die Gruppen selbst so machen wollen.
Danach langweilten wir uns. Damit wir keinen Lärm machten, schauten wir auf einem Handy gemeinsam einen Film und benutzten unsere Kopfhörer, um keinen Lärm zu machen. Während wir den Film schauten, hörten wir plötzlich Schreie aus einem anderen Saal. Auf den Kameras sahen wir, dass ein Zombie oder vielleicht ein Mensch versuchte, in einen der Räume einzubrechen. Wir rannten sofort hinaus.
Aber wie konnte jemand hineinkommen? Es war doch alles geschlossen … Dann sahen wir es: Die Person war durch die Scheibe gesprungen. Als wir genauer hinschauten, erkannten wir einen Sänger. Er hiess Bruno Neptun und hatte sich seit Beginn der Angriffe in einem Musikladen versteckt, bis er fliehen musste. Er bat uns um Hilfe. Schnell verbarrikadierten wir die Fenster und gaben ihm Wasser und Essen. Die Wasserleitungen funktionierten noch, deshalb hatten wir genug Wasser.
Wir hatten schon weniger Vorräte, weil wir schon zwei Tage dort waren. Deshalb begannen wir, kleinere Portionen zu essen und alles gerecht aufzuteilen. Die Vorräte mussten nun für sechs Menschen reichen, weil Bruno Neptun zu unserer Gruppe gekommen war. Darum mussten wir sehr vorsichtig mit dem Essen sein, sonst würden manche verhungern, bevor das Militär ankommt.
Zwei Tage später waren wir immer noch dort. Wir kontrollierten nochmals alle Eingänge und bemerkten plötzlich ein grosses Loch mit grünem Schleim drumherum. Zuerst dachte ich, es sei Blut, aber es war etwas anderes. Es war Kot. Die Zombies hatten einen toxischen Kot, der alles zerstörte. Deshalb hatten wir Angst, dass bereits einige Zombies hineingekommen waren, ohne dass wir es bemerkten.
Mit unseren selbstgebauten Waffen gingen wir vorsichtig durch die Räume. Im Saal 4 fanden wir alle tot, ohne erkennbaren Grund. Sofort verschlossen wir den Saal, damit sie uns nicht angreifen konnte, und suchten weiter nach den Zombies. Nach dieser Tragödie gingen wir ins WC. Dort war alles voller Pilze, Schleim und anderer ekelhafter Dinge. Wir verschlossen alles, damit niemand hinein oder hinaus konnte. Als wir in unseren Saal zurückkehrten, sahen wir plötzlich fünf Menschen. Aber es war nicht das Militär, es waren Infizierte. Kurz überlegten wir, was wir tun sollten, und dann fiel uns ein, dass wir ja Waffen gebaut hatten.
Wir nahmen unsere Waffen und kämpften gemeinsam. Wir griffen immer nur einen Zombie gleichzeitig an, weil das die beste Taktik war: zusammenhalten und zuschlagen. Nach ungefähr fünf Minuten waren alle Zombies tot, ausser einem. Er war der grösste von allen. Wir hatten Angst vor ihm, weil er so ekelhaft und seltsam aussah. Niemand wollte gegen ihn kämpfen, aber wir mussten etwas tun. Irgendwie wollten wir ihn fangen, doch er war viel zu gross. Während wir versuchten, ihn aus dem Saal zu locken, griff er plötzlich Bruno Neptun an. Plötzlich sahen wir unseren Freund Bruno Neptun … in zwei Teile gerissen. Der grosse Zombie verschwand danach durch das Loch im Eingang und war plötzlich weg.
Wir brachten Brunos Körper in einen anderen Raum, damit das Blut nicht noch mehr Zombies anlockte. Danach gingen wir zurück in unseren Saal. Wir setzten uns auf unsere Sitze und selbstgemachten Betten und schliefen ein.
Am nächsten Morgen, als wir aufstanden, war Bruno Neptun nicht mehr dort. Auf dem Boden sahen wir Schleimspuren, die bis nach draussen führten. Vielleicht war schon die Armee gekommen? Also gingen wir nachsehen. Und tatsächlich, sie warteten auf uns.
Zum Glück haben wir es geschafft, zu überleben.

