Bruno und sein wilder Look (ABC-Etüde)

Es war der erste Morgen nach der Umstellung auf die Sommerzeit. Die Sonne schien schon früh in den Garten. Karl sass auf einer Bank und trank seinen Tee. Alles war ruhig, nur die Vögel zwitscherten laut in den Bäumen. Neben ihm lag sein Hund Bruno. Bruno war ein sehr struppiger Hund. Sein Fell stand in alle Richtungen und in seinem Schwanz hing noch ein Blatt. Es sah so aus, als wäre er gerade durch ein Gebüsch gelaufen. Karl musste lachen. „Du siehst wirklich lustig aus, Bruno.“

Da schaute die Nachbarin, Frau Meier, über den Zaun. Sie sah den Hund an und begann ein bisschen zu sticheln: „Vielleicht sollte dein Hund auch mal eine Bürste sehen!“ Karl sagte nur: „Bruno mag seinen wilden Look.“ „Oder er hat einfach keine Lust auf Ordnung“, sagte Frau Meier und lachte.

In diesem Moment sprang Bruno plötzlich auf. Ein Schmetterling flog über den Rasen und Bruno rannte sofort hinterher. Er sprang, rutschte ein bisschen im Gras aus und bellte laut. Doch der Schmetterling flog einfach weiter. Karl und Frau Meier mussten beide lachen.

Später kam Bruno wieder zurück und setzte sich neben Karl. Karl streichelte ihn über den Kopf und sagte: „Egal, ob Sommerzeit oder nicht – Hauptsache, du hast Spass.“


Dieser Text ist Teil der ABC-Etüden, eines Projekts, das von Christiane am Leben gehalten wird. Im März 2026 sind die Begriffe Sommerzeitstruppig und sticheln vorgegeben. Die Länge des Textes darf 300 Wörter nicht überschreiten.

Geschrieben wurde diese Etüde von Zofia im Wahlfach Bloggen 25/26.

3 Antworten auf „Bruno und sein wilder Look (ABC-Etüde)“

  1. Ach eigentlich wollte ich Zofia nur sagen, dass mir ihr warmherziger Hundetext gut gefallen hat .

    (Kommentar von Fundvogelnest – deine Antwort werde ich gerne weiterleiten)

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