Der Ausflug (Impulswerkstatt)

An einem Montag in den Sommerferien wurde ich als Erstes durch einen Sonnenstrahl geweckt, der durch mein Fenster schien. Ich hatte mich bereits den ganzen Sommer auf diesen Tag gefreut, denn heute würden wir ans Meer fahren.

Als ich endlich aufgestanden bin, machte ich mich mit Geschwindigkeit fürs Frühstück fertig, aber auch nicht zu schnell, da ich nur essen und nicht das Frühstück zubereiten wollte. Nachdem ich, wie ich dachte, weder zu früh noch zu spät aufgestanden war, bemerkte ich, dass es bereits nichts mehr zu essen gab, da ich ausnahmsweise verschlafen hatte. Natürlich lag es an meinem Wecker, nicht an mir.

Man könnte sagen, ich hätte mich nicht so lange anziehen sollen, doch wenn dies der Fall ist, gebe ich mal wieder jemand anderem die Schuld, etwa einer meiner kleinen Schwestern.

Bevor meine Mutter mich sah, ging ich schnurstracks in mein Zimmer, weil ich den Abwasch nicht machen wollte. Wahrscheinlich machten meine Schwestern und mein Vater dasselbe. Als die Luft rein war, schnappte ich mir in der Eile den nächsten Joghurt, den ich finden konnte.

Auf leisen Sohlen schlich ich mich in mein Zimmer, um meine Tasche für den Ausflug zu packen. Nach einer Weile begab ich mich wieder nach unten, damit wir nicht in einen Stau gerieten.

Während der Fahrt ass ich hastig meinen Joghurt, da ich diesen nicht teilen wollte. Auf dieser kurvigen Strecke wurde mir langsam übel, wodurch mir der Joghurt fast hochkam. Obwohl die Fahrt nicht angenehm war, war ich sicher, dass der Strand mit dem bläulichen Meer schön aussehen würde.

Leider waren wir nicht die Einzigen, die das Meer atemberaubend fanden, weshalb wir eine Zeit lang in einem Stau steckten. Die Hitze im Auto war unerträglich, es war weder im Auto noch an der frischen Luft auszuhalten vor lauter Hitze. Man fühlte sich wie in einer Mikrowelle.

Nach einer gefühlten Ewigkeit entkam mein Vater dem Stau und machte sich auf die Suche nach einem Parkplatz, damit wir endlich schwimmen gehen konnten. Wir schlängelten uns durch die Warteschlange, bis meine Eltern endlich den Eintritt bezahlten. Ich zog meine Badehose mit Lichtgeschwindigkeit an, da ich nicht mehr länger auf das Schwimmen warten wollte.

Bevor meine Zehen das Meerwasser berührten, habe ich mich dank meines Joghurts übergeben. In dem Moment wünschte ich mir, ich hätte den Joghurt geteilt.


Dieser Text ist im Rahmen der Impulswerkstatt September/Oktober 2026 von Myriade entstanden. Dafür stehen vier Bilder zur Verfügung.

Verfasst wurde er von Pierre, einem Teilnehmer des Wahlfachs «Bloggen» im Schuljahr 26/27.

Eine Antwort auf „“

  1. Hallo Pierre, Ein gut geschriebener, ironischer Text. Mit feiner Klinge! Und etwas selbstkritisch ist er auch. Gefällt mir sehr gut

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