Ich fliege durch den schönen Wald, nachdem es geregnet hat. Die Blumen sind farbig, die Sonne scheint und das Gras ist sattgrün. Den ganzen Frühling und Sommer verbringe ich mit Fliegen und neue Pflanzen entdecken. Heute, während meines Flugs, fiel mir eine Raupe auf. Es war eine grüne Raupe und ich flog zu ihr hin.
Ich war allgemein sehr einsam und suchte eine Freundin und sie sah sympathisch aus. Als ich zu ihr kam, frass sie gerade Blätter. Bei meinem Anblick hat sie sich erschrocken. Total panisch versuchte sie so schnell wie möglich wegzukriechen. Ich flog ihr hinterher und betonte mehrmals, dass ich ihr nichts Schlimmes antun würde. So blieb sie dann stehen.
Sie drehte sich um und fragte mich, wie ich heisse. Ich antwortete ihr „Mila“ und stellte ihr die gleiche Frage. Sie war sehr schüchtern und sagte leise „Mira“. Wir liefen nebeneinander, weil sie nicht fliegen konnte, und haben geredet. Wir haben uns sehr gut verstanden.
Aber ununterbrochen hat sie während unseres Gesprächs Blätter gefressen, und zwar sehr viele!! Ich fragte sie, warum sie so viele Blätter fresse. Sie antwortete mit vollem Mund, dass sie grossen Hunger habe. Es wurde langsam dunkel. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag am gleichen Ortund verabschiedeten uns.
Am nächsten Tag flog ich zu dem Ort, an dem wir uns am Tag zuvor getroffen hatten. Ich wartete und wartete, aber Mira war nirgendwo zu sehen. Es vergingen Stunden, aber sie kam trotzdem nicht. Dann hatte ich keine Lust länger zu warten. Die Hoffnung, dass Mira noch auftauchen würde, war weg.
Ich machte mich traurig auf den Weg nach Hause, als ich plötzlich einen anderen Schmetterling sah! Dieser Schmetterling flog näher und näher zu mir. Er schrie laut. „Hallo Mila, ich bin es Mira!“ Ich schaute ihn verwirrt an. Mira war doch eine Raupe?!
„Wenn du wirklich Mira bist, wo haben wir uns gestern getroffen?“, fragte ich neugierig. Der Schmetterling antwortete schnell, dass ich ihm folgen solle. Ich flog hinterher, bis wir an den Ort kamen, wo wir uns das erste Mal getroffen hatten.
Mira schaute mich mit einem Lächeln an. Ich konnte es nicht glauben, dass Mira jetzt auch ein Schmetterling war und wir den ganzen Sommer zusammen verbringen würden.
Im Sommer sind wir zusammen von Blume zu Blume geflogen und haben mit unserem Rüssel den Nektar ausgesaugt. Das war sehr lecker! Wir haben auch sehr viele Blumen bestäubt, sodass sie sich vermehren konnten.
Langsam wurde es kühler und Sommer neigte sich dem Ende zu. Mira und ich haben alles zum letzten Mal genossen, bevor wir an unser Lebensende kamen.
Verfasst wurde dieser Text von Donisa im Wahlfach Bloggen 24/25.


Hallo Donisa
Ich finde deine Geschichte wunderschön. Sie hat einen so schönen Inhalt. Ich glaube, diese Freundschaft wird für immer halten.
Liebe Grüsse von Serena
Hallo serena8910
Danke, dass du dir Zeit genommen hast, um meinen Text zu lesen und dass du auch den Inhalt schön fandest.
Liebe Grüsse Donisa