Das Erlebnis (Impulswerkstatt)

An einem Samstagnachmittag kam meinen Freunden und mir die Idee, in den Wald zu gehen und zu schauen, was wir dort alles finden. Wir haben noch etwas zu essen und trinken gekauft, weil wir lange wandern würden.

Dann machten wir uns auf den Weg. Wir gingen auf ganz normalen Wanderwegen und dachten nach zwei Stunden, dass wir nichts Spannendes finden würden. Aber wir liefen trotzdem weiter und dann kam uns die Idee, weiter in den Wald hineinzugehen. Plötzlich kamen wir auf eine grosse Wiese mit einem Teich, aber weiter vorn sahen wir ein Haus.

Nach einer weiteren Stunde sind wir beim Haus angekommen. Von Weitem sah es so aus, als würde dort keiner drin wohnen. Als wir dann direkt vor dem Haus standen, schauten wir nochmals nach, ob nicht doch jemand im Haus war. Als wir niemanden sahen, gingen wir alle rein. Von innen sah das vollkommen normal aus. Plötzlich stellten wir fest, dass es draussen bereits dunkel war. Wir fanden nicht mehr zurück und sassen in diesem Haus fest.

Wir blieben alle wach und warteten … Aber um Mitternacht entschieden wir uns herauszugehen und zu versuchen, den Nachhauseweg zu finden. Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt und liefen los.

Auf einmal hörten wir ein Rascheln in den Bäumen und Gebüschen. Wir dachten uns erst nichts dabei und sind weitergelaufen. Nach längerer Zeit hörte meine Gruppe einen lauten Schrei und wir wussten sofort, dass er von jemand aus der anderen Gruppe stammte.

Wir waren vollkommen verängstigt und konnten nichts mehr erkennen. Urplötzlich kamen Menschen, packten uns und haben uns gefesselt. Sie haben uns einen Schlag auf den Hinterkopf gegeben, sodass wir uns nicht mehr wehren konnten. Wir waren bewusstlos.

Als wir am Morgen aufwachten, merkten wir, dass wir uns erneut in diesem seltsamen Haus befanden. Als wir uns umschauten, waren unsere Freunde der anderen Gruppe ebenfalls anwesend. Die Menschen, die uns gefangen hatten, konnten wir allerdings nirgends sehen.

Ich versuchte mich loszumachen, aber es funktionierte nicht, sooft ich es auch versuchte. Wir hatten alle Hunger und Durst. Nach einer Zeit hörten wir die Menschen zurückkommen.

Sie stellten drei Holzstücke vor uns hin und sagten: Wenn ihr es schafft, die in eine Ausstellung zu bringen und zu verkaufen, lassen wir euch für immer in Ruhe. Wenn nicht, dann holen wir euch und lassen euch hier zurück. Sie steckten uns mit diesen Holzstücken in ein Auto und brachten uns in die Stadt, wo sie uns frei liessen.

Wir wussten nicht genau, was wir jetzt machen sollten. Die Männer hatten gesagt, wir hätten zwei Wochen Zeit. Jemand von uns schlug vor, zuerst mal nach Hause zu gehen und zu schlafen. Am nächsten Tag trafen wir uns wieder und mussten herausfinden, wie wir die Holzstücke in eine Ausstellung bringen.

Wir haben den ganzen Tag damit verbracht, andere Leute um Rat zu fragen, aber leider erfolglos. Einen Tag später trafen wir uns erneut und suchten nach Künstlern, die Ausstellungen machten. Aber wir haben keinen gefunden. Langsam fühlten wir uns gestresst, weil wir realisierten, dass diese Aufgabe nicht ganz so einfach zu lösen war.

Am Nachmittag des dritten Tages hatten wir Glück. Wir fanden einen Künstler, der uns weiterhelfen konnte. Wir haben ihm eines der Holzstücke gezeigt und er stellte den Kontakt zu einer Ausstellung her. Allerdings wusste er nicht, ob Minderjährige Objekte ausstellen dürfen. Er klärte diese Frage und bereits am nächsten Tag könnten wir die Stücke zur Ausstellung bringen.

Wir waren sehr erleichtert und freuten uns. Gleichzeitig tauchte aber ein neues Problem auf. Wie sollten wir die schweren Holzstücke zur Galerie bringen? Nach einiger Zeit hatten wir die Idee, jemand zu fragen, der ein grosses Auto besass. Aber wir kannten niemanden.

Die Zeit drängte, wir würden zu spät kommen, wenn wir uns nicht endlich auf den Weg zur Galerie machten. Da beschlossen wir, den Zug zu nehmen. Wir trugen die Holzstücke gemeinsam und rannten so auf den nächsten Zug.

Als wir ausstiegen, bemerkten wir, dass uns eine Gruppe Männer verfolgte. Obwohl wir schneller liefen, kamen sie immer näher. Sie wollten die Holzstücke stehlen, aber wir reifen um Hilfe. Wir mussten vor den Männern davonrennen und gleichzeitig schnell zur Galerie gelangen. Wir kamen in letzter Sekunde an, die Holzstücke waren noch intakt und der Künstler schleuste uns hinein.

Am Ende des Tages standen die Holzstücke in einer Ausstellung in unserer Nachbarstadt. Dann fiel uns plötzlich ein, dass wir sie ja noch verkaufen mussten. Es wurde uns gesagt, wir sollten in einer Woche wieder zurückkehren. Diese Zeit hatten wir aber nicht, wir mussten die Stücke innerhalb der nächsten fünf Tage verkauft haben. Was sollten wir nur machen?

Nach zwei weiteren Tagen hatten wir eine neue Idee. Wir schauten, ob eine Versteigerung stattfand. Tatsächlich, es gab eine, direkt an der Grenze zu Deutschland. Der Künstler fuhr uns mit dem Auto hin und bereits zwei Stunden später waren wir da.

Wir mussten lange warten, bis unsere Stücke endlich versteigert wurden. Ein junger Mann bot 1 Million Franken und bekam den Zuschlag. Wir waren fassungslos, dass diese Holzstücke so wertvoll waren. Das Geld wurde uns bar ausgehändigt und wir fuhren zurück. Wir haben uns bei dem Künstler bedankt, dass er uns so tatkräftig geholfen hatte. Ohne ihn hätten wir es nicht geschafft und wären entführt worden.

Allerdings wussten wir nicht, was jetzt mit dem Geld und den Männern, die uns bedroht hatten, passieren würde. Wir haben uns dafür entschieden, einfach mal abzuwarten.

Am nächsten Tag war das Geld sicher versteckt und wir waren draussen. Plötzlich hörten wir hinter uns Männerstimmen, die uns bekannt vorkamen. Wir drehten uns um und bemerkten die Männer, die uns verfolgten. Dann packten sie uns und nahmen uns zur Seite. Sie waren zu sechst, wir nur zu fünft.

Wir fingen an, laut zu schreien, damit Passanten auf uns aufmerksam wurden. Das wirkte, denn die Polizei kam und nahm die Männer mit. Sie kamen ins Gefängnis und wir hatten keine weiteren Probleme mit ihnen.

Als wir nach Hause gingen, sahen wir unsere Eltern, die auf uns warteten. Sie wollten alles ganz genau wissen und wir haben ihnen die Wahrheit erzählt. Sie waren nicht so erfreut darüber.

Eigentlich waren nun alle Probleme gelöst. Wir waren in Sicherheit, die Männer hinter Gitter – aber da war doch noch das Geld … Da wir nicht wussten, was wir damit anfangen sollten, liessen wir es vorerst versteckt.

Aber dann hatten wir eine gute Idee. Wir spendeten das Geld für arme Kinder. So konnten wir Kinder glücklich machen. Das führte dazu, dass auch wir am Ende glücklich waren und wussten, dass wir eine richtige Entscheidung getroffen hatten.


Dieser Text ist im Rahmen der Impulswerkstatt Mai/Juni 2024 von Myriade entstanden. Dafür stehen vier Bilder sowie ein Begriff zur Verfügung.

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