Der Glücksmoment

Ich glaube, jeder von euch hat Momente, die er nie vergessen wird. Diese Augenblicke sind meistens sehr schön und man erinnert sich gerne daran. Im folgenden Text werde ich euch von einem Moment erzählen, der mir besonders gut in Erinnerung geblieben ist.

An einem Morgen wachte ich auf und wurde plötzlich daran erinnert, welcher besondere Tag heute war. Voller Vorfreude machte ich mich fertig und gemeinsam mit meinem Vater fuhren wir nach München, denn wir wollten ein Fussballspiel besuchen.

Die Aufregung war bereits auf der Fahrt spürbar. Unterwegs gönnten wir uns ein paar Snacks und tranken Cola. Wir genossen die Fahrt auf der deutschen Autobahn, da es auf einigen Abschnitten kein Tempolimit gab.

In München angekommen, suchten wir einen geeigneten Parkplatz in der Nähe unseres Hotels. Das Einchecken ging schnell, sodass wir bald auf unser Zimmer konnten, um uns ein wenig zu entspannen.

Ich spürte, wie die Aufregung immer grösser wurde. Um 17.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zur U-Bahn-Station. Vorher suchten wir noch einen Stand, an dem wir etwas essen konnten. Die Fans des FC Bayern und von Real Madrid sorgten schon für eine grossartige Stimmung. Sie zogen als Fangruppe durch die Strassen und sangen gemeinsam Lieder ihrer Vereine.

Langsam näherten wir uns der U-Bahn-Station. Um zu den Gleisen zu gelangen, fuhren wir eine Rolltreppe hinunter. Aber wir waren nicht die Ersten. Vor uns warteten schon unzählige Fans auf die nächste U-Bahn. Das Gedränge begann, doch schliesslich hatten wir es geschafft. Wir mussten etwa fünf Minuten warten, bis der nächste Zug kam.

Dann wurde es schwierig: Alle wollten in diesen Zug. Nach viel Drängeln und Schieben hatten wir es geschafft, doch Platz in der U-Bahn war kaum vorhanden. Ich roch Parfüm, aber auch Bier, Essen und leider auch Schweiss. Es war stickig und heiss und mir wurde fast ein wenig schlecht. Trotzdem war es ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Nach etwa 20 Minuten erreichten wir das Stadion.

Endlich konnten wir aussteigen. Zu Fuss waren es noch etwa fünf Minuten bis zur Arena. Unterwegs stimmten die Fans immer wieder ihre Gesänge an. Alle Gesichter, in die ich schaute, sahen glücklich aus. Vor dem Stadion mussten wir uns wieder anstellen. Die Arena leuchtete rot und war riesig. Ich fand diesen Anblick immer wieder beeindruckend.

Nun mussten wir unsere Karten zeigen. Ich war ein wenig nervös, weil ich Angst hatte, dass sie nicht funktionierten oder ein Fehler passieren könnte. Aber zum Glück klappte alles. Wir suchten unsere Plätze und freuten uns, dass bisher alles gut lief. Es blieben noch etwa 40 Minuten bis zum Anpfiff. Mein Vater unterhielt sich mit unseren Sitznachbarn, die sich schon länger kannten, während ich den Spielern beim Aufwärmen zusah.

Während die Spieler ihre Übungen machten, kauften wir uns noch schnell eine Brezel und ein Getränk, um später nicht in der Warteschlange stehen zu müssen. Wie in den meisten Stadien war das Essen hier teurer als zum Beispiel im Lidl.

Dann ging es endlich los. Der Schiedsrichter pfiff das Spiel an und die Bayernfans machten eine unglaubliche Choreo mit einem Plakat, die über die ganze Südtribüne ging. Nach den ersten 15 Minuten war meine Nervosität kaum noch auszuhalten. Aber ich fand dieses Gefühl noch immer cool. Leider schoss Real Madrid das 0:1. Ich war sehr enttäuscht und dachte immer wieder daran, wie es wäre, wenn die Bayern dieses Spiel verlieren würden.

Bald meldete sich mein Magen. Ich fragte meinen Vater, ob wir vor der Pause noch etwas zu essen holen könnten. In der 40. Minute kauften wir eine leckere Stadionwurst, die wir während der Pause schnell assen.

Kurz nach dem Wiederanpfiff schoss Bayern den Ausgleich. Das ganze Stadion, ausser den Real-Fans, sprang auf und jubelte. Mein Sitznachbar freute sich so sehr, dass er mich einfach anschrie. Das fand ich ein bisschen komisch, aber auch lustig.

Kurz darauf gab es einen Elfmeter für Bayern. Es stand 2:1 für Bayern. Alle Bayernfans waren megaglücklich und die Stimmung war unglaublich. Leider schoss Real kurz vor Schluss den Ausgleich.

Trotzdem ging ich mit einem guten Gefühl aus dem Stadion. Die Heimfahrt verlief ähnlich wie die Hinfahrt. Doch dieses Mal mussten wir nicht so lange anstehen und in der U-Bahn fand ich sogar einen Sitzplatz.


Dieser Text wurde von Linus im Wahlfach Bloggen 24/25 verfasst.

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