2024 bin ich zum ersten Mal nach Eritrea gereist und auch zum ersten Mal mit dem Flugzeug geflogen. Wir hatten etwa neun Koffer dabei. In Ägypten mussten wir eine sehr lange Pause machen. Die Pause dauerte 23 Stunden und ich habe davon acht Stunden auf dem Boden geschlafen.
Als wir endlich in Eritrea ankamen, begrüssten uns meine Grossmutter, meine Tante und mein Cousin. Der Weg zum Haus meiner Grossmutter war nicht so lange, wie ich gedacht hatte, denn es liegt in derselben Stadt. Meine drei Cousinen waren schon dort und meine andere Tante auch. Ich habe viele Familienmitglieder kennengelernt.
Am nächsten Tag sind wir in die Hauptstadt gefahren. Sie war etwa zehn Minuten entfernt. Ein Taxi kostet etwa fünf Nakfa, das sind nur ein paar Rappen. Es hat sehr Spass gemacht, durch die Stadt zu laufen. Es gab viele Märkte und Läden und auch sehr viele alte Gebäude. In der Hauptstadt gab es eine wunderschöne Kirche und eine Moschee.
Eritrea nennt man manchmal das „Nordkorea von Afrika“, aber so sieht es nur von aussen aus. Die Menschen lieben ihr Land, aber viele flüchten wegen des Militärs oder weil sie ein besseres Leben für ihre Familie wollen.
Ein paar Tage später gab es ein Fest namens X-Bo. Das Fest dauert eine Woche und findet im Park statt. Dort werden alle neun Kulturen des Landes vorgestellt. Es gibt kleine Häuser, die zeigen, wie Menschen in verschiedenen Regionen leben. Ausserdem gibt es eine grosse Bühne, auf der Tänzer aus den verschiedenen Kulturen tanzen.
Drei Tage später sind wir ans Meer gefahren. Der Weg dauerte etwa zwei Stunden und es war zwischen 30 und 40 Grad heiss. Wir waren zehn Personen in einem Auto, obwohl das Auto eigentlich nur für sechs Personen gedacht war. Am Meer war es sehr schön. Man konnte dort sogar auf Kamelen reiten. Ich hatte grosse Angst und habe es nicht gemacht, aber meine Schwester schon.
Nach ein paar Tagen sind wir zurück nach Sembel gegangen. Meine Mutter, meine Schwestern und ich mussten dann direkt zu meiner anderen Grossmutter fahren. Sie lebte etwa eineinhalb Stunden entfernt. Ihr Haus war viel grösser, eigentlich waren es zwei Häuser. Das erste Haus hatte ein Wohnzimmer, ein WC, eine Küche und ein Schlafzimmer. Das zweite Haus hatte zwei Zimmer und ein WC. Mir hat es dort nicht so gut gefallen, weil ich sie nicht so gut kannte und es nicht viel zu tun gab. Es war sehr langweilig.
Als wir endlich wieder zurück in Sembel waren, sind meine Tante, meine Cousine und ich mit dem Taxi in die Stadt gefahren, um für alle Kleider zu kaufen. Wir sind zu einem Schneider gegangen und haben neun gleiche Kleider bestellt.
Auf dem Weg zurück gab es plötzlich einen sehr starken Regen. Kein Taxi wollte uns fahren, weil der Weg zu unserem Haus sehr schlammig war. Wir mussten viele Leute fragen, bis endlich jemand zustimmte. Aber dann liess er uns einfach unterwegs aussteigen. Zu Fuss dauerte der Weg noch etwa 25 Minuten.
Als wir unsere Tante anrufen wollten, damit sie uns abholt, kam plötzlich ein Bus in unsere Richtung. Der Bus war sehr voll, aber wir konnten noch knapp einsteigen.
Am letzten Tag sind wir noch schnell zu einem Fotografen gegangen. Wir haben sehr schöne Bilder gemacht. Danach gingen wir zurück, holten unsere Koffer und fuhren zum Flughafen. Wir verabschiedeten uns von der Familie und gingen hinein.
Der Rückflug war sehr gemütlich und schnell. In Ägypten waren wir nur etwa eine Stunde. Als wir in der Schweiz ankamen, holte uns mein Onkel ab. Am Abend haben wir die ganze Zeit die Bilder angeschaut.


Das klingt nach sehr erlebnisreichen Ferien. Besonders das X-Bo Fest mit den verschiedenen Kulturen scheint sehr interessant zu sein. Ich finde es toll wie du alles im Detail beschrieben hast, man kann sich die Dinge richtig gut vorstellen. Ebenfalls finde ich gut, dass du nicht nur von den positiven Erlebnissen berichtet hast. Sehr toller Text!