Gentionas grösster Wunsch!

Einer meiner grössten Wünsche war es immer, dass meine Grosseltern lange leben. Leider ist dieser Wunsch nicht in Erfüllung gegangen. Besonders zu meiner Grossmutter hatte ich eine sehr enge Bindung, für die ich bis heute sehr dankbar bin. Während meine Mutter arbeitete, passte meine Grossmutter auf mich auf. Sie kaufte mir neue Kleider, wusch mich, nahm mich überallhin mit und kaufte mir immer Essen, obwohl sie selbst nicht viel Geld hatte.

Wir lebten damals in Italien, und alles war sehr schön und friedlich. Als ich jedoch sechs Jahre alt war, entschieden sich meine Eltern, in die Schweiz zu ziehen. Das machte mich sehr traurig, weil ich mich nicht von meiner Grossmutter trennen wollte. Trotz der grossen Distanz hielten wir weiterhin Kontakt. Besonders freute ich mich immer auf den Sommer, denn dann verbrachten wir gemeinsam die Sommerferien im Kosovo. Der Gedanke, dass meine Grossmutter eines Tages nicht mehr leben würde, war für mich sehr schlimm.

Zu meinem Geburtstag machte sie mir jedes Jahr Geschenke. Einmal schenkte sie mir ein Armband, auf dem mein Name eingraviert war. Ich hatte viele schöne und lustige Momente mit ihr, doch heute bleiben mir davon nur noch Erinnerungen, die ich tief in meinem Herzen trage. Oft fuhren wir auch nach Italien, um mit der Familie Silvester zu feiern.

Meine Grossmutter besuchte uns einmal auch in der Schweiz, was mich sehr freute. Im Sommer 2024 hatte sie jedoch wenig Zeit, da viele Hochzeiten stattfanden. Deshalb versprach sie uns, im nächsten Sommer mehr mit uns zu unternehmen. Leider kam es nie dazu.

Im Januar 2025 begann alles. Mitte Januar starb die Mutter meiner Grossmutter im Kosovo, da sie sehr alt war. Die ganze Familie flog zur Beerdigung dorthin. Während dieser Zeit klagte meine Grossmutter über starke Bauchschmerzen. Mein Vater fragte sie, ob er sie in eine Privatklinik bringen solle, um sie untersuchen zu lassen, doch sie lehnte ab.

Nach der Beerdigung kehrten alle zurück. In Italien liess sich meine Grossmutter untersuchen, und es wurde festgestellt, dass sie Krebs im Bauch hatte. Sie musste mehrere Wochen im Spital bleiben. Anfangs war die Situation noch nicht sehr schlimm, da sich der Krebs noch nicht stark ausgebreitet hatte. Nach zwei Wochen durfte sie nach Hause, wurde jedoch kurz darauf erneut mit dem Krankenwagen ins Spital gebracht.

Mit der Zeit verschlechterte sich ihr Zustand immer mehr, und sie verlor zunehmend ihre Kraft. Mein Vater flog oft nach Italien, um sie zu besuchen. Bald wurde klar, dass sie kaum noch Überlebenschancen hatte, da sich der Krebs im ganzen Körper ausgebreitet hatte.

Meine Grossmutter wusste jedoch nicht, dass sie keine Chance mehr hatte zu überleben. Meine Grossmutter wusste jedoch nicht, dass sie keine Chance mehr hatte zu überleben. Sie hatte zwei Operationen, die erfolgreich verliefen. Eines Abends ging es ihr plötzlich sehr schlecht, und sie musste sich übergeben. Dabei kam es zu einer Komplikation, wodurch ihr rechter Arm und ihr rechtes Bein gelähmt wurden.

Mein Vater entschied daraufhin, dass wir als Familie zu ihr fahren sollten, bevor es zu spät war. Meine Grossmutter wusste nicht, dass meine Mutter, meine Brüder und ich kommen würden. Als sie uns sah, freute sie sich sehr. Als ich sie sah, wirkte sie sehr schwach. Ihr Bauch war stark aufgebläht, und sie hatte Mühe zu atmen. In diesem Moment wurde mir bewusst, dass sie nicht mehr lange leben würde.

Die Ärzte und meine Familie gaben ihr trotzdem Hoffnung, damit sie in dieser schweren Zeit nicht traurig war. Mein Vater, meine Mutter und ich fuhren ein zweites Mal nach Italien, da wir wussten, dass die Zeit knapp war. Wir blieben drei Tage und sahen, wie es ihr von Tag zu Tag schlechter ging.

Am letzten Abend, als wir uns verabschieden wollten, konnte sie sich nicht mehr an mich erinnern. Das machte mich sehr traurig. Mein Vater ahnte bereits, dass sie es vielleicht nicht einmal bis Mai schaffen würde, und leider hatte er recht. Meine Grossmutter starb am 30. April 2025.

Im Juni wurde auch mein Grossvater krank. Es war nichts sehr Schlimmes, da er schon alt war, doch am 17. Juni starb auch er. Das machte mich ebenfalls sehr traurig. Oft wünsche ich mir, dass alles wieder so wird wie früher und meine Grosseltern noch leben würden. Sie werden für immer ein Teil meines Lebens bleiben.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von schreibenblog

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen