Zwischen Pflicht und Hoffnung


Inspiriert von Giacomo Puccinis Oper „Madama Butterfly“

Sisu Tanaka ist eine 18-jährige Japanerin, die mit ihrer Mutter ein kleines Restaurant in Osaka führt. Seit ihr Vater im Krieg gestorben ist, hilft sie jeden Tag im Restaurant. Sisu ist ruhig und höflich, wie es ihr beigebracht wurde. Ihr grösster Traum ist es, später zu studieren und Bücher zu schreiben, doch dafür fehlt ihrer Familie das Geld. Trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf und schreibt ihre Gedanken in ein kleines Notizbuch.

Tom Miller ist ein 21-jähriger amerikanischer Soldat. Er kommt aus einer sehr armen Familie und meldete sich freiwillig zum Militärdienst, um Geld zu verdienen, welches er nach Hause schicken kann. Sein Ziel ist es, den Krieg zu überleben und nach Hause zurückzukehren. Tom fühlt sich oft schuldig, weil er Teil des Krieges ist. Er hasst Gewalt, muss aber Befehle befolgen.

Eines Abends betritt Tom das Restaurant der Familie Tanaka. Er trägt einen Koffer bei sich, den er aus Versehen an einer Bahnstation mit seinem vertauscht hatte. Zum Glück entdeckt er einen Kleber mit der Adresse des Restaurants, bevor er wieder in die Kaserne einrücken muss. Sisu sieht einen Soldaten, welcher sich nun in ihrem Restaurant suchend umsieht, mit einem Koffer, welcher ihr bekannt vorkommt. Sie spricht ihn vorsichtig an und fragt: „Was machen Sie mit meinem Koffer?“ Anfangs ist die Situation angespannt, da Sisu Angst vor Soldaten hat und Tom merkt, dass er nicht willkommen ist. Trotzdem bleiben sie ruhig und versuchen, das Problem gemeinsam zu lösen. Die beiden kommen langsam ins Gespräch und das gegenseitige ungute Gefühl verschwindet. Mehr noch, es fühlte sich an, als würden sie sich schon lange kennen. Sisu erzählt von ihrem Traum, Schriftstellerin zu werden, und Tom spricht über seine Familie und seine Angst vor dem Krieg.

Zwischen ihnen entsteht langsam Vertrauen, weil sie ehrlich miteinander sprechen. Sie merken, dass sie beide nur Menschen sind, die sich ein friedliches Leben wünschen. In den nächsten Tagen sehen sie sich öfter. Ihre Gefühle entwickeln sich mit jeder Minute, welche sie miteinander verbringen. Sisu fühlt sich bei Tom verstanden. Tom fühlt sich bei Sisu zum ersten Mal wieder menschlich. Aus den vertrauten Gesprächen und der gemeinsamen Nähe entsteht langsam ein Gefühl von Liebe.

Die Unterschiede ihrer Lebenswelten sind klar. Sisu lebt als Zivilistin in Angst, Tom als Soldat unter strengen Regeln. Trotzdem verbindet sie die Hoffnung auf Frieden.

Als Tom den Befehl erhält, die Stadt sofort zu verlassen, um in den Krieg zu ziehen, bricht für beide eine kleine Welt zusammen. Am Abend treffen sie sich trotzdem noch einmal im Restaurant. Plötzlich kommt es zu einer Bedrohungssituation, da die Militärpolizei eine Razzia durchführt und nach Soldaten sucht, welche sich den Befehlen widersetzt haben.

Sisu versteckt Tom, obwohl sie grosse Angst hat. Die Militärpolizei ist nicht willkommen und es beginnt eine Schlägerei mit den Gästen des Restaurants. Die Situation eskaliert, als plötzlich ein Schuss fällt. Tom wird tödlich getroffen. Sisu hält seine Hand, während er stirbt. Das Ende ist tragisch, weil ihre Liebe gerade erst begonnen hat.

Sisu bleibt allein zurück. Was von Tom geblieben ist, sind nur die Erinnerungen an die schönen Momente.

Später schreibt sie ihre Geschichte in ihrem Notizbuch auf, um zu zeigen, dass der Krieg nicht nur Städte zerstört, sondern auch Menschen und die Liebe.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von schreibenblog

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen