Es war einmal ein Mädchen namens Leni. Leni liebte den Winter, wenn die Tage kürzer und kälter wurden. Tiere mochte sie auch sehr. Zu Hause hatte sie zwei Hunde. Beide waren schneeweiss und hatten ein Fell wie Wolken, es fühlte sich auch so weich an. Die beiden Hunde hiessen Malia und Lupa.
Leni lebte mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in den Bergen. Das Dorf war schon sehr alt. Die Häuser waren aus Holz und Stein gebaut. Es gab keine Heizungen, sondern nur Kamine. Lenis Haus lag in der Nähe eines Skigebiets. Leni mochte es besonders, mit ihrer Familie um den Kamin zu sitzen, weil es dort schön warm, kuschelig und gemütlich war. Vor allem, wenn es draussen stürmte und kalt war.
Am nächsten Morgen war Leni mit ihren Freundinnen zum Skifahren verabredet. An diesem Morgen war der Wind schon recht stark, doch Leni wollte trotzdem Skifahren gehen. Sie machte mit ihren Eltern ab, dass sie sich um 12 Uhr mittags im Restaurant treffen würden. Leni fand das in Ordnung. Ihre Eltern sagten ihr noch, sie solle gut aufpassen. Leni antwortete nur: „Ach so, ja ja, passiert schon nichts, ich passe auf.“
Dann machte sie sich auf den Weg und traf sich mit ihren beiden Freundinnen Sophie und Ella. Ella war im Skiclub, deshalb konnte sie sehr gut Ski fahren und war sehr sicher auf den Skiern.
Als Erstes fuhren sie eine rote Piste. Danach fuhren sie mit dem Bügellift wieder nach oben. Das machten sie noch dreimal. Dann fragte Ella, ob sie eine andere Piste fahren wollten. Leni und Sophie sagten ja. Sie fuhren noch ein paar andere rote und blaue Pisten und hatten viel Spass miteinander.
Doch es war schon 11.30 Uhr und Leni musste sich langsam auf den Weg zum Restaurant machen. Ella und Sophie fragten, ob sie sie begleiten sollten, doch Leni lehnte ab. Die beiden sagten, dass sie um 13.15 Uhr zum Restaurant kommen würden, um sie abzuholen. Leni fand das perfekt, umarmte beide zum Abschied und ging los.
Sie musste zuerst eine Piste hinunterfahren, dann mit dem Sessellift nach oben und danach noch einmal hinunter. Danach ging es geradeaus bis zum Restaurant. Doch plötzlich wurde es sehr neblig und es begann stark zu schneien. Der Nebel wurde immer dichter und schon nach wenigen Metern wusste Leni nicht mehr, in welche Richtung sie gegangen war. Leni konnte nichts mehr sehen. Sie zog ihre Skier aus, weil es zu gefährlich wurde. Der Wind war so stark, dass ihre Skistöcke und Skier den Hang hinunterflogen.
Genau dort unten lag das Restaurant. Die Skier flogen direkt gegen die Wand und es krachte laut. Lenis Eltern sahen die Skier und Stöcke ihrer Tochter vor dem Restaurant liegen, aber Leni war nirgends zu sehen. Sie bekamen grosse Angst. Sie riefen nach Leni, doch es war still, nur der Wind und der Schnee waren zu hören. Sie hofften, dass ihr nichts Schlimmes passiert war.
Die Eltern alarmierten die Rettung. Doch die Rettungskräfte sagten, dass sie erst nach dem Sturm mit der Suche beginnen könnten. Besorgt und hilflos gingen Lenis Eltern wieder ins Restaurant.
Durch Zufall entdeckte Leni eine kleine Hütte oberhalb des Restaurants und brachte sich dort in Sicherheit. Der Sturm tobte weiter, und Leni war völlig erschöpft. Erschöpft vom Sturm schlief Leni in der Hütte ein und hörte die Suchrufe der Rettung nicht. Der Sturm löste sich schliesslich auf. Inzwischen war es 18 Uhr. Die Rettungskräfte suchten Leni bis in die Nacht, doch sie fanden sie nicht, auch am nächsten Morgen nicht.
Der Sturm löste sich schliesslich auf. Inzwischen war es 18 Uhr. Die Rettungskräfte suchten Leni bis in die Nacht, doch sie fanden sie nicht – auch am nächsten Morgen nicht.
Als sich das Wetter am nächsten Tag besserte, erkannte Leni den Weg wieder und machte sich auf den Weg ins Restaurant. Alle waren überglücklich und fragten sie sofort, wo sie gewesen sei. Leni erzählte, dass sie in einer Hütte oberhalb des Restaurants gewesen war. Sie hatte den Weg nicht mehr zurückgefunden, weil das Wetter zu schlecht gewesen war.
Nach dem grossen Schock waren schliesslich alle wieder glücklich.

