Italien
Gemütliche Ferientage voller wunderschöner neuer Eindrücke, Gerüche und Ausblicke habe ich diesen Frühling mit meiner Familie in Italien verbracht. Da meine Schwester und Mutter keine Ferien nehmen konnten, beschlossen wir, diese schönen Tage von Freitag bis Montag dort zu verbringen. Gross geplant, wie wir diese Ferien gestalten würden, hatten wir nicht und genau dies führte zu spontanen Ausflügen, die ich so wahrscheinlich nicht erlebt hätte.
Ein kleines Dörfchen voller Charme mitten im Piemont, umgeben von Weinreben. Dort befand sich unser Airbnb, das wir erst eine Woche vor unserem Aufenthalt gebucht hatten. Nach der vierstündigen Autofahrt mussten zuerst die Koffer geschleppt werden. Eine nicht so einfache Aufgabe, da das Häuschen etwas abgelegener und schlecht mit dem Auto erreichbar war. Als wir dann den steilen Stutz endlich geschafft hatten, war die Freude über das Ankommen umso grösser.
Zur Belohnung gab es kurz darauf ein Glace im Dorfzentrum. Ein grosses Highlight dieser Tage war die Wanderung, die wir am Sonntag, dem Geburtstag meines Vaters, gemacht haben. Der Weg führte die meiste Zeit mitten durch die Reben, erst gegen Schluss kam noch ein Stückchen Wald. Als wir fast wieder im Dörfchen angekommen waren, hörten wir von weitem Musik. Je näher wir kamen, desto klarer erkannten wir einen italienischen Rapper, der gerade ein Musikvideo drehte. Wir fragten uns, ob er wohl bekannt war, doch im Internet fanden wir keine passende Person.
Meine Lieblingszeit des Tages war immer der Nachmittag. Dann setzten wir uns auf den kleinen Vorhof und nahmen ein kleines zVieri ein. Es tat gut, einfach einmal abschalten zu können, begleitet von der warmen Frühlingsluft.
Sechseläuten-Umzug
Früher habe ich den ganzen Trubel um das Sechseläuten nicht verstanden und auch das Fest nicht besonders mitverfolgt. Doch dieses Jahr hat ein Ausflug mein Interesse geweckt. Eine Kollegin meiner Schwester spielt schon länger Trompete im Musikverein Dietikon. Die Jugendlichen aus diesem Verein nahmen am Umzug einen Tag vor dem Sechseläuten teil. Da wir eh nichts Besseres zu tun hatten, beschlossen meine Schwester und ich spontan, sie zu überraschen. Natürlich als Zuschauer.
Zuerst dachte ich, es wäre eine kleinere Angelegenheit. Doch als wir dann die überfüllte Bahnhofsstrasse sahen, wurde uns bewusst, wie wichtig dieser Anlass für viele Menschen ist. Es dauerte eine Weile, bis wir den Verein gefunden hatten, doch dabei konnten wir den Umzug bereits geniessen. Später spielte der Verein noch allein vor einer kleineren Menschenmenge.

Es war schön zu sehen, wie solche Traditionen eigentlich gefeiert werden. Ich freue mich, dass ich das Sechseläuten dieses Jahr etwas näher kennenlernen und sogar ein bisschen mitfeiern konnte. Am nächsten Tag habe ich mich beim Böögg nur um eine Minute verschätzt, doch das war okay, denn dieser Umzug wird mir noch lange in guter Erinnerung bleiben.


Dein Text hat mir sehr gut gefallen. Besonders die Beschreibungen von Italien und die spontante Begegnung mit dem Rapper fand ich spannend. Man kann sich die Erlebnisse gut vorstellen und liest den Text gerne.