Selbstvertrauen trotz Abstufung: Wie ich meinen Berufswunsch verfolge und daran wachse

Ich bin 15 Jahre alt und in der Schule läuft es aktuell nicht ganz so, wie ich es mir wünsche.

Meine Situation in der Schule

Ich wurde in die Sek B heruntergestuft und habe mich dadurch anfangs sehr unter Druck gesetzt gefühlt. Im Nachhinein ist mir jedoch klar geworden, dass ich mir diesen Stress grösstenteils selbst gemacht habe. Während der Ferien habe ich lange über meine Situation nachgedacht und gemerkt, dass meine Sorgen oft unnötig waren. Anfangs war es schwer, sich an die neue Klasse zu gewöhnen, doch mit der Zeit wurde es besser.

Mein Berufsziel

Seit der 5. Klasse weiss ich, welchen Beruf ich erlernen und ausüben möchte. Mein Traumberuf ist es, als Kauffrau im Bereich Architektur und Bauleitung tätig zu sein. Dieser Berufswunsch hat sich bis jetzt nicht verändert, was mich freut. Mein Vater arbeitet auch in diesem Bereich und es ist sehr toll, jemanden Zuhause zu haben, der mir jeden Tag Neues über die Branche erzählen kann.

Die Herausforderungen bei der Bewerbung

Der Weg zu meinem Berufsziel ist jedoch nicht einfach. Ich muss mich für die Lehrstelle in meinem Traumbetrieb (dort, wo auch mein Vater arbeitet) bewerben.

Ich hatte bereits früher Bewerbungen geschrieben, aber aufgrund meiner Noten sehr viele Absagen bekommen. Deshalb wurde ich ja in die Sek B abgestuft. Diese Erfahrungen haben mich frustriert.

Mein Fokus auf die Schule

Nach den Sommerferien habe ich beschlossen, mich stärker auf die Schule zu konzentrieren und meine Noten zu verbessern. Ich habe einen konkreten Plan erstellt, wie ich meine Lernzeiten einteilen möchte, und bin entschlossen, diesen auch einzuhalten.

Meine Eltern unterstützen mich dabei, was ich sehr zu schätzen weiss. Sie haben mich nie zu etwas gezwungen – sei es, einen uninteressanten Kurs zu belegen oder etwas zu essen, das ich nicht mag. Dafür bin ich ihnen unglaublich dankbar, da viele Kinder und Jugendliche diese Unterstützung leider nicht haben.

Positive Erfahrungen beim Schnuppern

In der Firma, bei der ich später arbeiten möchte, habe ich bereits einige Schnuppertage absolviert. Dort durfte ich an verschiedenen Aufgaben mitarbeiten, und es war eine tolle Erfahrung, die mir gezeigt hat, dass ich auf dem richtigen Weg bin. An einem Schnuppertag fiel mir eine grosse Menge unbearbeiteter Auftragsbestätigungen und Angebote auf, die archiviert werden mussten.

Eine Mitarbeiterin erzählte mir, dass die Lehrtochter, Lina, eigentlich für diese Aufgabe zuständig war, aber nie wirklich motiviert daran gearbeitet hatte. Ich bot der Mitarbeiterin an, mit ihr gemeinsam den Stapel abzuarbeiten. Ihr Gesichtsausdruck zeigte mir, wie dankbar sie dafür war. Es war ein tolles Gefühl, gebraucht zu werden und durch Eigeninitiative einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

Der Chef bemerkte unsere Arbeit im Archiv und lobte mich sogar dafür, was mich besonders stolz machte.

Hoffnung auf eine Lehrstelle trotz Hindernissen

Die Firma möchte mich schon lange als Auszubildende einstellen, aber ich möchte, dass es fair abläuft und meine Bewerbungsunterlagen gleich behandelt werden wie die der anderen Bewerber. Ich habe der Firma auch offen gesagt, dass meine Noten aufgrund der Abstufung nicht optimal sind, und sie um Geduld gebeten, bis ich meine Leistungen verbessere.

Ich bin zuversichtlich, dass sich diese Mühe auszahlt, denn für mich ist die Qualität meiner Arbeit und meine Motivation wichtiger als perfekte Noten.

Wertschätzung für das, was ich habe

Ich habe gelernt, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe, anstatt immer nur mehr zu wollen. Es fällt mir auf, dass in unserer Gesellschaft ständig Druck ausgeübt wird, bestimmte Dinge besitzen oder erfüllen zu müssen – sei es in der Schule oder im Berufsleben, wie der geforderte Multicheck bei Bewerbungen. Für mich zählt, dass jemand motiviert ist und sein Bestes gibt, unabhängig von Noten und Zertifikaten.

Die Bewerbung, die ich geschrieben habe, ist mittlerweile abgeschickt, und ich habe mir sehr viel Mühe gegeben. Nach stundenlanger Arbeit ohne Pause bin ich stolz auf das Ergebnis und hoffe, dass sich meine Anstrengungen auszahlen werden.

Einladung zum Bewerbungsgespräch

Ich freue mich darauf, mich in der Berufswelt zu beweisen und hoffe, dass meine Bewerbungen gut ankommen. Nach mehreren Schnuppertagen, darunter bei der Zürich Versicherung und der Firma meines Vaters, ist es nun soweit: Ich wurde zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, das morgen stattfinden wird.

Ich kann kaum glauben, dass es jetzt schon so weit ist, und ich bin sehr aufgeregt. Morgen möchte ich ausgeruht und vorbereitet dort erscheinen und mein Bestes geben.

2 Antworten auf „Selbstvertrauen trotz Abstufung: Wie ich meinen Berufswunsch verfolge und daran wachse“

  1. Ich finde es toll, dass du trotz der Herausforderungen in der Schule fokussiert bleibst und deine Ziele verfolgst. Ich wünsche dir viel Erfolg morgen beim Bewerbungsgespräch, mit deiner positiven Einstellung wirst du sie ganz bestimmt überzeugen!

    1. Ich danke dir für die Erfolgswünsche. Ich habe das Bewerbungsgespräch gut überstanden, muss jedoch jetzt leider warten, aber das wird schon noch kommen. Freundliche Grüsse Stefania

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von schreibenblog

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen