Wenn die Zeit verweht

Der Wind trägt Geschichten, leise und klar,
von Bergen und Tälern, von allem, was war.
In den Wäldern flüstern die alten Eichen,
und der Regen, er fällt, ohne zu erreichen.

Die Wiesen blühen im goldenen Licht,
der Horizont, ein sanftes Gedicht.
Der Bergsee spiegelt das Himmelszelt,
der Augenblick, er bleibt und fällt.

Im Tal, wo die Äcker sich sanft verweben,
liegt ein stiller Klang, ein Versprechen des Lebens.
Die Bauern, sie arbeiten im Einklang mit der Zeit,
die Erde, sie schenkt Frucht, gibt Geborgenheit.

Über dem Gipfel, da zieht die Gnade
von einem Morgen, der nie verwehrt, die leise, helle Gnade,
die der Sonne Glanz in die Täler malt,
wo der Tag in die Dämmerung sanft entweicht.

Und der Regen, er tanzt auf den Feldern, so fein,
und die Blumen verneigen sich, trinken das Sein.
Der Wind, er fliegt leise durch die Äste der Bäume,
und trägt die Erinnerungen der fernen Räume.

Der Fluss, er murmelt von alten Geschichten,
von Zeiten, die kommen und Zeiten, die sichten.
Er spricht von der Tiefe, von stiller Weisheit,
von Momenten der Stille, die tragen uns weit.

Die Vögel, sie fliegen, die Lieder gesellen,
zu den Klängen der Erde, die sanft uns erzählen,
von einem Leben, das stetig sich dreht,
von dem, was vergeht und dem, was besteht.

Und der Wind, er trägt all das fort,
verblasst mit der Nacht, doch nie ganz fort.
Seine Geschichten leben weiter, in jedem Hauch,
und erinnern uns an das Leben, den unaufhaltsamen Brauch.

Er weht durch die Zeit, unermüdlich, beständig,
führt uns zu den Orten, die der Himmel uns sendet.
Und in jeder Windböe, in jedem sanften Ton,
verhüllt sich das Leben, in seiner tiefsten Harmonie, der Lebensflaum.

Die Älteren erzählen von den Tagen, die vergangen,
die Lieder der Ahnen, die wir heute noch singen.
In jedem von uns lebt ein Funken der Ewigkeit,
ein Gedicht, das in den Sternen verweilt, stets bereit.


Verfasst von Anuar im Wahlfach Bloogen 24/25.

2 Antworten auf „Wenn die Zeit verweht“

  1. Lieber Anuar
    Dein Gedicht fand ich aussergewöhnlich gut. Nicht nur, weil du perfekte Reime involviert hast, sondern auch weil ich die Natur liebe. Hattest du bei dem Text kleine Hilfe oder nicht, denn ich möchte auch einen Reim schreiben und deiner gefällt mir sehr.
    Lg Neville

    1. Lieber Neville,
      danke für deine Nachricht, hat mich wirklich gefreut. Schön, dass dir mein Gedicht gefallen hat. Ich mag die Natur sehr, vielleicht hat sich das einfach darin gespiegelt. Und nein, ich hatte keine Hilfe, nur Zeit und den Kopf voll Gedanken, die ich aufgeschrieben habe.
      Wenn du selbst ein Reimgedicht schreiben willst, nur zu! Ich unterstütze dich gern oder gebe dir ein paar Ideen mit, wenn du möchtest.
      Bin gespannt, was dir einfällt.
      LG Anuar.A

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