Meine Familie und ich haben einmal drei Monate lang in Argentinien gelebt. Wir wohnten gemeinsam mit unserer Grossmutter in einem Haus, das nur wenige Minuten von dem meiner Tante entfernt lag. Wir verbrachten viel Zeit bei ihr und mit unseren Cousinen.
Sie hatten zwei Hunde und eine Hündin war zu dieser Zeit trächtig. Eines Morgens wachte ich auf und meine Eltern erzählten meinem Bruder und mir, dass die Hündin unserer Tante drei Welpen bekommen hatte. Wir wollten sie sofort besuchen, doch das war noch nicht möglich, da die Welpen erst wenige Stunden alt waren.
Als unsere Tante uns anbot, während unseres Aufenthalts auf die Welpen aufzupassen, konnten mein Bruder und ich es kaum glauben. Ich suchte mir ein kleines Hündchen aus: Es war schwarz, hatte aber weisse Pfoten und eine weisse Schwanzspitze. Ich nannte es Ziro. Da wir bei unserer Grossmutter wohnten, nahmen wir alles, was wir für Ziro brauchten, zu ihr mit.
Als ein paar Tage vergangen sind, durften wir endlich die Welpen anschauen gehen. Es war das erste Mal, dass ich so kleine Welpen in der Hand halten konnte. Sie waren so klein und ihr Fell war noch ganz kurz und weich.
Mein kleiner Bruder und ich verbrachten während dieser Ferien fast jede freie Minute mit den Welpen, zusammen mit unseren Cousinen. Wir gingen mit ihnen spazieren, spielten mit ihnen in kleinen Parks und hatten unglaublich viel Spass.
Als die Zeit kam, nach Hause zurückzukehren, mussten wir die Welpen schweren Herzens zurücklassen. Da unsere Tante sie nicht alle behalten konnte, gaben wir sie an Freunde und Verwandte weiter. Der Abschied fiel uns nicht nur von unserer Familie schwer, sondern auch von den Hunden.
Meine jüngste Cousine bekam einen der Welpen, den wir Bonbon nannten. Bis heute erhalten wir regelmäßig Fotos von ihr und dem inzwischen grossen Hund.
Aylin – WF Bloggen 24/25

