Alle Kinder und Jugendlichen verbringen obligatorisch ihre Tage in der Schule. Doch immer häufiger beschweren sich die Schüler und Schülerinnen über das frühe Aufstehen. Nun wird in einigen Kantonen über einen späteren Schulstart um 9 Uhr debattiert. Da ich selbst Schüler bin und somit jeden Morgen mit dieser Situation konfrontiert werde, möchte ich im Folgenden dieses Thema aus meiner Warte beurteilen und sowohl Argumente dafür als auch dagegen näher erläutern.
Argumente für einen späteren Schulbeginn
Ein zentraler Punkt, der für den Schulstart um 9 Uhr spricht, ist die Auswirkung auf die Konzentration im Unterricht. Ich bin überzeugt, dass Schülerinnen und Schüler um 9 Uhr wacher und aufmerksamer sind und sich daher engagierter und pflichtbewusster am Unterricht beteiligen.
Nicht zu vernachlässigen ist zudem die Tatsache, dass die Jugendlichen abends länger aufbleiben können und trotzdem ihren benötigten Schlaf bekommen. Dies bedeutet, es ist möglich, sich unter der Woche mit Freunden zu treffen oder andere Dinge zu unternehmen, die normalerweise nur am Wochenende möglich sind.
Möglicherweise steigert diese Freiheit auch die Zufriedenheit und den Spass der Schülerinnen und Schüler an der Schule oder führt zu einer positiveren Einstellung gegenüber dem Schulsystem.
Argumente gegen einen späteren Schulbeginn
Ein späterer Schulbeginn bedeutet zugleich einen späteren Schulschluss. Das kann zu Problemen führen, besonders bei ausserschulischen Aktivitäten wie Sport, die bislang am Nachmittag stattfanden. Doch diese werden nun von der Schule verunmöglicht, da sie zeitlich nicht mehr möglich sind.
Auch die Hausaufgaben könnten darunter leiden. Wer erst spät nach Hause kommt, hat weniger Zeit und Energie, sich noch intensiv mit schulischen Aufgaben zu beschäftigen. Unklar bleibt zudem, wie mit dem Mittagessen verfahren wird. Ein verspätetes Mittagessen könnte gerade für Heranwachsende problematisch sein, da sie regelmässige Mahlzeiten brauchen.
Fazit
Zusammenfassend überwiegen meiner Meinung nach die Nachteile eines späteren Schulbeginns. Die Kinder und Jugendlichen wären noch mehr Stress als zuvor ausgesetzt und vielleicht gäbe es noch mehr Beschwerden als jetzt. Die meisten Jugendlichen haben ihre Verabredungen, Pläne, Hobbys und Sport auf den frühen Abend geplant, was durch den verschobenen Tagesablauf nicht mehr möglich wäre. Dadurch könnte das Gefühl von Stress sogar zunehmen.
Dieser Text ist im Wahlfach Bloggen 24/25 von Neville entstanden.

