ABC-Etüde (Julian)

Ich hatte erst letztens so einen merkwürdigen Traum, bei dem ich immer noch nach dem Grund, respektive dem Auslöser suche. Sogar direkt nach dem Aufwachen fragte ich mich, was ich da eigentlich geträumt hatte. Ich erzähle euch den Traum, der ging so:

Ich war an einem anderen Ort in einem mir nicht bekannten Dorf unterwegs und machte einen Spaziergang. Es sah für mich aus, als hätten wir Sommer oder Ende Frühling, weil es sonnig war und dazu war ich mit kurzen Klamotten unterwegs. Ich wusste nicht wirklich, wohin ich wollte oder was mein Ziel war.

Während dieses Spaziergangs sah ich ungewöhnlich wenige Menschen. Mir sind vielleicht ein, zwei Personen entgegengekommen. Und wenn sie an mir vorbeigingen, sagten sie nicht wie gewöhnlich hallo, sondern beleidigten mich ohne einen Grund.

Jetzt schon sehr merkwürdig der Traum …

Schliesslich wurde es dunkler und dunkler und das auch schneller als normal. Die Sonne hatte sich gefühlt in den Mond verwandelt, welcher auch riesig war. Ich starrte minutenlang in den Mond, als wäre ich eine Art mondsüchtig oder so. Jedenfalls genoss ich es. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, bis ich schliesslich den Blick wieder senkte. Die Strasse war dunkel, aber durch das Mondlicht konnte man doch viel erkennen.

Als ich dann auf die andere Strassenseite schaute, sah ich aus irgendeinem Grund eine Giraffe. Sie starrte den Mond genauso an, wie ich es vermutlich gerade getan hatte. Erstaunlicherweise fragte und wunderte ich mich nicht, woher diese Giraffe kam. Wie dem auch sei, später wurde die Strasse heller, der Mond verwandelte sich in die Sonne und die Strassen in mein Zimmer …

Ich war endlich aus diesem merkwürdigen Traum raus.

(Diese Geschichte entspricht nicht der Realität)


Dieser Text ist Teil der ABC-Etüden:  3 Begriffe in maximal 300 Wörtern. Die Wortspende für die Textwochen 18/19 des Jahres 2022 stammt von Myriade.

2 Antworten auf „ABC-Etüde (Julian)“

  1. Ja, gut, der Traum war wirklich etwas merkwürdig, jedoch geschah es mir auch schon, dass Menschen, die vorbeilaufen, mich beleidigen (unglaublicherweise waren es immer alte Menschen). Auf jeden Fall ist dir dieser Text wirklich sehr gelungen!

    1. Danke für deinen Kommentar!
      Ja, Träume sind oft komisch und merkwürdig und in diese Richtung wollte ich den Text auch gestalten.
      Freut mich, dass mir das gelungen ist!

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