Da brauchte ich Mut!

Vor etwa einem Monat, an einem Sonntag, war ich mit meiner Familie im Connyland.

Kaum waren wir dort angekommen, sind mir die ersten Bahnen ins Auge gefallen und die sahen schlimm aus! Mir gingen viele Gedanken durch den Kopf. Die Bahnen sind viel zu hoch, ich könnte herausfallen, vielleicht gehen sie ja genau in dem Moment kaputt, in dem ich drauf bin. Ich hatte mir zwar zu Hause vorgenommen, mit dieser Bahn zu fahren, aber jetzt hatte ich einfach zu grosse Angst. The Mega Shooter ging bis zu 56 Meter hoch!

Alle meine Verwandten sind auf die Bahn gegangen und versuchten mich zu überreden, ebenfalls mitzugehen. Ich habe lange überlegt. Schliesslich entschied ich mich, mitzugehen. Ich setzte mich zwischen meine Mutter und meine Tante.

Ich hatte nach wie vor eine Riesenangst und wäre am liebsten wieder ausgestiegen, aber es gab kein Zurück mehr. Die Bahn fuhr so schnell nach oben und dann nach unten, dass ich überzeugt war, ich würde gleich herausfliegen. Plötzlich blieb die Bahn stehen. Auf dem höchsten Punkt! Wir wussten nicht, ob sie je wieder nach unten fahren würde.

Glücklicherweise setzte sie sich wieder in Bewegung und fuhr nach unten, aber mit einer Turbogeschwindigkeit! Ich schloss meine Augen, krallte mich fest und schrie und schrie.

Nach diesem Erlebnis wollte ich definitiv auf keine andere Bahn mehr, da ich Angst hatte. Es ist mir immer zu schnell und ich befürchte dauernd, ich könnte herausfallen.

Aber dann gab es da noch eine Bahn, auf die wirklich jeder ging. Ich wollte nicht die einzige Person im Connyland sein, die sich nicht getraut. Meine Cousine wollte mich auch begleiten.

Bei dieser Bahn gab es Sitze, wo sich immer zwei Personen gegenübersitzen, insgesamt also vier. Die Sitze werden nach oben gezogen und dann losgelassen. Sie bewegen sich rasant gegen den Boden und dabei macht man zwei Loopings. Während des zweiten Loopings hat die Bahn plötzlich gestoppt und wir sind auf dem Kopf stehen geblieben.

Es ist ja wohl klar, dass ich eine Riesenangst hatte. Ich dachte, ich falle mit dem Kopf nach unten, schloss schnell meine Augen und zitterte.

Ich habe überlebt.


Im Connyland gab es auch eine Seelöwenshow. Die war megainteressant. Am Ende der Show konnte man Fotos von sich und den Seelöwen machen lassen, musste aber dafür bezahlen. Ich wollte unbedingt Fotos, aber dann fiel mir ein … vielleicht sind Seelöwen gefährlich und beissen. Und schon war meine Angst zurück. 😰😰 Der Seelöwe hat mich nicht gebissen, sondern mir einen Kuss auf den Kopf gegeben. Das fand ich megasüss.

Wir haben auch ein schönes Familienfoto gemacht. So erinnere mich immer an diesen Ausflug, an dem ich sehr viel Mut brauchte, den ganzen Tag lang.


Emirjona, 2024

2 Antworten auf „Da brauchte ich Mut!“

  1. Liebe Raeuberli8910

    Ich finde, du beschreibst sehr gut, wie die Bahnen funktioniert haben, auf denen du darauf warst. Man hat auch gemerkt, dass du sehr Angst hattest, auf diesen Bahnen zu fahren, weil du genau beschrieben hast, wie du dich in diesem Moment gefühlt hast.

    Liebe Grüsse Donisa

    1. Danke vielmals für deinen supertollen Kommentar. Es freut mich zu hören, dass dir der Artikel gefallen hat und du gemerkt hast, dass ich Angst hatte.

      Liebe Grüsse Emirjona

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