Lieber alleine im Schatten als in der Sonne mit Ratten

Hätte ich gewusst, was es mit diesem Spruch wirklich auf sich hat, wäre ich alleine geblieben und hätte mich nicht auf „falsche Freunde“ eingelassen. Damals habe ich diese Menschen wie eine Familie gesehen und nicht als Konkurrenten. Aber sie haben mich schwer enttäuscht.

Sie haben mich immer ausgeschlossen. Ich war jedes Mal alleine, sie haben heimlich über mich geredet. Zum Beispiel: „Sie hat so komische Kleidung an“ oder auch „Sie kann sich nicht einmal schminken.“ Solche Kommentare haben mir gezeigt, dass ich am falschen Platz bin. Mit „falsch“ meine ich hier den falschen Ort.

Also musste ich mir einen besseren Ort suchen, wo niemand über mich redet oder mich auslacht, wo ich mich wohlfühlen kann. Gott sei Dank habe ich jetzt auch den richtigen Platz mit den richtigen Leuten gefunden.

Früher habe ich viel Zeit mit den falschen Menschen verbracht, die ich wie meine eigene Familie behandelt habe. Jeden Tag habe ich ihnen Essen und Trinken gegeben und viele Dinge mit ihnen geteilt. Ich habe das von Herzen gemacht, aber heute bereue ich es.

Ich habe extrem viel Geld für diese undankbaren Menschen ausgegeben, die nichts im Leben schätzen. Sinnvoller wäre es gewesen, dieses Geld an arme Menschen zu spenden, die es wirklich brauchen. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, wie sich das anfühlt, da ihr sicher Ähnliches erlebt habt.

Vor allem: Egal, was ich ihnen gekauft habe, es kam nur ein „Danke“, mehr nicht. Ich habe eine Umarmung oder echte Dankbarkeit erwartet, weil man zeigen sollte, dass man es schätzt, wenn jemand etwas für einen tut.

Leider habe ich erst sehr spät erkannt, wie falsch diese Menschen wirklich waren. Ich habe so viele Stiche in meinen Rücken erlitten … immer wieder. Sie redeten hinter meinem Rücken über mich und lachten auch noch dabei, weil sie dachten, sie wären toll, wenn sie so etwas machen. Sie waren sehr hinterhältig und haben mich ständig schlechtgemacht.

Die Freundschaften waren sehr toxisch. Es gab fast jeden Tag Streit. Mal ging es um dieses, mal um jenes. Es war, als ob diese Freundschaften nur aus Streit bestanden. Meine mentale Gesundheit hat darunter sehr gelitten. Ich habe versucht, es durchzuhalten, aber es ging einfach nicht mehr. Es war eine richtige „Hass-Freundschaft“. Jeden Tag hatte ich extreme Kopfschmerzen und Bauchschmerzen.

In die Schule bin ich sehr ungern gegangen. Weil es auch Leute in meiner Schule waren, was die Situation noch schwerer machte. Ich hatte auf nichts mehr Lust, wollte einfach verschwinden. Ich fühlte mich nicht mehr lebendig und habe mich dauernd gefragt: „Bin ich überhaupt etwas wert?“

Es wurde irgendwann zu viel für mich und ich habe mich dazu entschieden, lieber alleine zu leben. Ich habe mich von ihnen befreit, indem ich den Kontakt komplett abgebrochen und ihnen erklärt habe, warum ich diese Entscheidung getroffen habe.

Glaubt mir oder nicht: Das war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Klar war es am Anfang schwer, aber mit der Zeit habe ich gemerkt, wie gut es mir ohne diese Menschen geht. Es fühlt sich an, als wäre man von einer schweren Last befreit.

Heute sieht mein Leben ganz anders aus. Ich habe echte Freunde gefunden und führe jetzt ein gutes Leben.

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