Mein Geburtstag
Mein Geburtstag war am 08.07.2024, ein Montag – nicht gerade ideal. Ich dachte, ich müsste zur Schule und habe mich ganz entspannt fertig gemacht. Doch dann kam meine Mutter und sagte mir, dass ich nur das Nötigste in meinen Koffer packen sollte, denn wir würden in genau einer Stunde losfahren. Ich war so schockiert und fragte mich, ob diese Frau noch ganz dicht war.
Aber na ja, ich tat, wie mir gesagt wurde, und stand wenig später reisefertig an der Tür. Wir stiegen ins Taxi und fuhren los. Eine leise Ahnung, was passieren könnte, hatte ich schon, aber ich wollte es nicht wirklich glauben.
Zur Erklärung: Letztes Jahr hatte ich zum Geburtstag einen Flug nach Italien geschenkt bekommen. Leider wurde meine Mutter krank, und obwohl sie wollte, dass wir ohne sie fliegen, hätte ich mir das nie verziehen. Deshalb mussten wir die Reise absagen.
Dieses Mal war es so weit: Es ging tatsächlich nach Italien, zusammen mit meinen Eltern und meiner engeren Familie. Wir blieben eine Woche dort und flogen anschliessend zurück in die Schweiz.
Hier habe ich noch eine kleine Feier mit meinen besten Freundinnen gemacht. Ich bekam viele Geschenke und war für alles sehr dankbar.
Der Geburtstag meines Neffen
Wenn man in Griechenland, wo ich herkomme, ein Kind hat, wird es getauft. Für die Taufe benötigt man eine Person, die bereit ist, diese Aufgabe zu übernehmen. In meinem Fall haben sich die Eltern meines Neffen entschieden, mich als Patin zu wählen.
Bei der Taufe habe ich alles mit dem Priester gemeinsam durchgeführt und mein Name wurde während des Gebets erwähnt. Ab diesem Moment galt ich offiziell als Patin.
Mein Neffe wurde 4 Jahre jung, weshalb ich ihn in Adliswil besuchte. Als wir ankamen, sah er unser Auto. Jedes Mal, wenn er unser Auto sieht, möchte er es unbedingt auf- und zuschliessen.
Als wir in die Wohnung gingen, war die ganze Familie versammelt, was für uns Griechen keine Überraschung ist. Mein Neffe öffnete mein Geschenk und war überglücklich, denn es war genau das, was er sich gewünscht hatte. Seine Eltern hatten ihm erklärt, dass es zu teuer sei, aber ich wollte ihm diese Freude machen. Es war eine Reise ins Legoland, denn er liebt Lego über alles.
Alle meine alten Legosteine, die ich früher hatte, habe ich ihm überlassen. Genau wie er war auch ich als Kind ein grosser Lego-Fan.
Meine Tante und mein Onkel waren von meinem Geschenk nicht so begeistert, aber ich hatte es meinem Neffen versprochen, und ein Versprechen muss man halten.
Der letzte Tag als Achtklässlerin
Unser letzter Schultag als Achtklässler begann um 8 Uhr und endete bereits um 10 Uhr. Alle Klassen hatten die Aufgabe, ihre Klassenzimmer aufzuräumen und zu putzen. In meiner Klasse wurden dafür Putzgruppen gebildet. Gemeinsam trugen wir die Tische und Stühle aus dem Raum. Danach mussten wir unsere alten Tests und Aufgaben abholen, die wir nicht zurückbekommen hatten, um sie mit nach Hause zu nehmen.
Zum Abschluss setzten wir uns in einen Kreis und schauten uns alte Videos an, die wir Schüler und Schülerinnen an unserem allerersten Schultag gemacht hatten. Das war wirklich lustig und brachte viele Erinnerungen zurück.
Als es schliesslich Zeit war zu gehen, verabschiedeten wir uns voneinander. Vor allem von denen, die die Schule verlassen. Sei es, weil sie aufs Gymnasium wechselten oder, wie in meinem Fall, weil sie in eine andere Schulstufe versetzt wurden.
Mein Urlaub
Meine Sommerferien begannen in dem Moment, als ich am letzten Schultag durch die Schultür hinauslief. Die erste Woche konnte ich entspannt gammeln, das war ziemlich cool. Ich habe mich mit Freundinnen getroffen, wir gingen essen, shoppen und machten noch vieles mehr. Meine Mutter wollte, dass ich endlich meinen Koffer packe, aber ich hatte absolut keine Lust dazu.
Meine Mutter war schon anfangs Ferien richtig sauer, da ich jeden Tag draussen war. Aber ich ignorierte das und machte einfach mein Ding. Mein Vater ist da genauso wie ich, also weiss ich wohl, von wem ich das geerbt habe. Na ja, jedenfalls mussten wir einen Weg finden, meiner Mutter entkommen, damit sie uns nicht jeden Fussballabend ruinierte.
Ich rief meine Tante an und fragte sie, ob sie kommen könnte, da meine Mutter angeblich Hilfe beim Packen brauchte und mein Vater und ich „Rückenschmerzen“ hätten. Meine Tante war noch nie so schnell bei uns Zuhause wie an diesem Tag. Mein Vater und ich haben ihnen ein Glas Wein in die Hand gedrückt und schmissen uns auf das Sofa.
Das war eine grossartige Idee. Meine Mutter und meine Tante haben gelacht und so viel geplappert, dass mein Vater und ich in Ruhe unsere Fussballzeit geniessen konnten, ohne dass uns jemand störte. Als unsere Koffer gepackt waren, ging es los. Wir hatten auch eine Kühltruhe vorbereitet und unser Auto war bis oben hin vollgepackt.
Bevor wir losfuhren, machten wir einen Stopp bei McDonald’s, um noch etwas zu essen, bevor die lange Fahrt begann. Ich habe während der Fahrt fast nur geschlafen und gegessen – gefühlt 80 Prozent geschlafen und 20 Prozent gegessen.
Als wir in Italien ankamen, gingen wir zuerst richtig essen. Danach passierten wir den Zoll und konnten schliesslich aufs Schiff fahren. Meine Mutter und ich bezogen schon unsere Kabine und fielen direkt ins Bett, weil wir völlig erschöpft waren. Am nächsten Morgen frühstückten wir und packten die Taschen in unseren Kabinen aus.
In Griechenland angekommen, besuchten wir unsere Familie. Nach dem Besuch kamen wir sehr spät nach Hause, und da alle Supermärkte geschlossen waren, hatten wir nichts zu essen. Trotz unseres Hungers gingen wir einfach ins Bett, da der Tag sehr anstrengend gewesen war.
Am nächsten Morgen fuhren wir als Erstes zum Strand und blieben den ganzen Tag am Meer. Bevor wir nach Hause fuhren, gingen wir noch einkaufen. Am Abend haben wir uns dann alle fertig gemacht, um essen zu gehen. So verliefen fast alle Tage: Wir genossen das Meer, die Sonne und unsere Ferien.
Als wir in die Schweiz zurückkamen, wollten wir am liebsten sofort wieder zurück nach Griechenland. Aber das war leider nicht möglich. Ich hatte noch etwa eine Woche Ferien und genoss die Zeit mit meinen Freundinnen, bevor die Schule wieder begann.

