Es war einmal ein kleiner, verhuschter Junge. In einer Nacht ging er in den Wald. Er hatte Angst und zuckte bei jedem Geräusch zusammen. Es war ihm zuwider, dies zu machen, doch die anderen im Dorf hatten ihn dazu gezwungen. Es sei eine Mutprobe, die er bestehen müsse, um bei ihrer Gruppe dazugehören zu können.
Nach einer Weile kam der Junge zu einer Waldlichtung. Er war erleichtert. Hier würde er die Nacht im Wald verbringen können und müsste keine Angst haben, weder vor Wölfen noch vor anderen Wesen. Auf der Lichtung könnte er sogar ein Feuer entzünden, um sich zu wärmen.
Mitten auf der Lichtung entdeckte er die Statue der Göttin Hylia. Er näherte sich ihr, während er sie anbetete. Warum war sie hier? In diesem Augenblick wurde die Statue pechschwarz und der Tod stieg aus ihr heraus.
Der Tod blickte ihn an und fragte ihn, warum er hier sei. Der Junge starb fast vor Schreck und brachte kein Wort heraus. Noch einmal wiederholte der Tod seine Frage, doch der Junge konnte ihm weiterhin nicht antworten. Da nahm der Tod ein Stück seines Mantels und formte es zu einem Umhang. Er überreichte dem Jungen den Umhang und sagte: „Der wird dir helfen zu überleben, für dich ist es zu früh, um zu sterben!“
Der Junge nahm den Umhang entgegen und legte ihn sich über die Schultern. Sogleich merkte er, wie sich sein Körper auflöste. Er wurde unsichtbar.
So überlebte er all seine Feinde, auch die Kälte. Am nächsten Tag kehrte er lebendig ins Dorf zurück und wurde in die Gruppe aufgenommen.
Dieser Text ist mit den Wörtern der ABC-Etüde für den Januar 2025 entstanden, die von Christiane betreut wird. Sie lauten verhuscht, Umhang und anbeten. Eine ABC-Etüde darf nicht mehr als 300 Wörter enthalten.


Wow, alle Achtung, gut geworden!
Schön, dass der Schreibenblog auch dieses Jahr wieder mitschreibt. Danke für die Etüde!
Abendgrüße 😁👍
Cool, dass es dir gefallen hat.
Doch gerne habe ich die Etüde geschrieben.
Morgengrüsse🙏