Operation, Fussball und Familie: Geschichten aus meinem Leben – Stefanias September Rückblick 2024

Meine Operation

Am 30. August ging ich nicht zur Schule, weil ich starke Bauchschmerzen hatte. Als mein Vater nach Hause kam, sagte ich ihm, dass ich ins Krankenhaus gehen möchte, da die Schmerzen unerträglich waren. Im Spital in Affoltern teilte man uns mit, dass wir ins Kinderspital fahren müssten. 

Als wir dort ankamen, mussten wir fast vier Stunden warten. Nach den Untersuchungen, die die Ärzte durchgeführt hatten, erfuhren wir nach weiteren drei Stunden Wartezeit, dass ich operiert werden musste. Diese Nachricht war ein grosser Schock für mich, da ich noch nie zuvor operiert worden war. 

Die Operation begann etwa um Mitternacht und war um 4 Uhr morgens beendet. Am nächsten Tag war ich sehr erschöpft, aber meine engsten Freunde und Verwandten kamen mich besuchen. Nach fünf Tagen durfte ich wieder nach Hause. 

Zu Hause konnte ich nicht viel machen. Ich hatte einen Rollstuhl und musste damit herumgefahren werden. Ich konnte nicht einmal allein essen, da mir wirklich alles weh tat. Es fühlte sich einfach nicht normal an. Mittlerweile geht es mir besser, aber ich hatte auch schlimme Tage hinter mir.

An einem Montag wollte ich versuchen, wieder zur Schule zu gehen, doch die Medikamente, die ich nehmen musste, machten das schwierig. Auch jetzt geht es mir noch nicht gut, aber ich muss drei Wochen Stoff nachholen, da ich mir keinen weiteren Ausfall leisten kann. 

Ich habe mich langsam an die Situation gewöhnt. Trotzdem ist es nicht einfach, nach einer Operation schnell wieder in den Unterricht einzusteigen. Nach der Schule wird es noch anstrengender, weil ich auch Hausaufgaben machen muss. Wegen der Medikamente bin ich oft direkt ins Bett gefallen und eingeschlafen. 

Inzwischen habe ich alles im Griff und komme mit der Situation recht gut zurecht, aber es bleibt eine Herausforderung. 

Das Fussballspiel

Am 29. September bin ich mit meinen Freunden an das Fussballspiel FC Zürich gegen Sion gegangen. Das Spiel fand im Stadion Letzigrund statt und begann um 14.45 Uhr. Ich bin um 9 Uhr morgens aufgestanden und habe mich fertig gemacht. Am Abend davor war ich noch in der Garage.

Die Garage ist sozusagen ein Treffpunkt der Fussballfans, bei dem man sich am Abend vor dem Spiel vorher austauscht und bespricht, was am Spieltag alles passieren wird. Es wird besprochen, welche Lieder gesungen oder welche Fahnen mitgenommen werden sollen. In der Regel sind wir etwa 100 Personen. Man kann auch hingehen, ohne selbst zum Spiel zu gehen, aber das bringt meistens nicht viel.

Als ich bereit war, ging ich zum Zürcher Hauptbahnhof und wartete auf meine Freunde. Als alle da waren, gingen wir erst einmal etwas essen. Danach machten wir uns auf den Weg ins Stadion und warteten, bis die Tore sich öffneten.

Drinnen haben wir zuerst alle Flaggen aufgehängt und angefangen zu singen. Als die gegnerischen Spieler das Spielfeld betraten, haben wir sie ausgebuht. Als aber unsere Spieler auf das Feld kamen, haben wir laut gejubelt und wieder gesungen.

Um 14.15 Uhr begann das Spiel. Das Gefühl, in dieser grossen Menschenmenge zu stehen, mitzusingen und alles mitzuerleben, ist einfach unbeschreiblich. Ich mache das jetzt schon seit etwa drei Jahren und werde sicher nicht so bald damit aufhören.

Herbstferien

Ich hasse Packen. Würden meine Eltern mir nicht sagen, ich solle packen, würde ich niemals einen Koffer anfassen. Wenn ich packe, nehme ich immer viel zu viel mit. Für diese Ferien habe ich drei Taschen und einen Koffer vollgepackt. Mein Vater war nicht begeistert, denn der Kofferraum war komplett voll.

Direkt am Sonntag nach dem Fussballspiel bin ich nach St. Gallen gefahren, um die Ferien bei meiner Oma zu verbringen. Sie hatte Geburtstag und wurde 69 Jahre alt. An ihrem Geburtstag sind wir zur Olma gegangen, einem traditionellen Fest in St. Gallen, das wir jedes Jahr besuchen.

Danach gingen wir in ein Restaurant essen. Wir unterhielten uns und hatten viel Spass zusammen. Am Abend, als wir nach Hause kamen, hatte ich immer noch Hunger. Als ich das meiner Oma sagte, stand sie sofort auf und machte mir etwas zu essen. Wenn ich bei meiner Oma bin, esse ich immer so viel und so gut.

Wir gingen jeden Morgen spazieren und genossen die schöne Landschaft. Da meine Tante nicht jeden Tag freihatte, verbrachte ich viel Zeit mit meiner Oma. Wenn meine Tante nicht arbeiten musste, unternahmen wir immer etwas gemeinsam. Dieses Mal besuchten wir den Säntispark, ein Schwimmbad mit vielen Rutschbahnen und anderen Attraktionen. Obwohl der Oktober ziemlich kalt war, gingen wir ins Schwimmbad, das drinnen war.

Spät in der Nacht machte ich mit meiner Oma ein Gebäck, das in Griechenland häufig gegessen wird. Es heisst Loukoumades. Es war sicher schon vier Uhr morgens, aber es war Sonntag, und jeden Sonntag gehen wir in die Kirche.

Da wir oft in der Kirche sind, bringen wir auch gerne etwas für unsere Mitmenschen mit. Der Gottesdienst dauert vier Stunden und wir mussten schon um 7 Uhr aus dem Haus. Ich bin jedes Mal so müde, dass ich meistens auf der Autofahrt einschlafe. Die griechische Kultur ist mir von klein auf sehr wichtig, da sie zu mir gehört und ich mich einfach damit wohlfühle.

2 Antworten auf „Operation, Fussball und Familie: Geschichten aus meinem Leben – Stefanias September Rückblick 2024“

  1. Es ist schrecklich zu hören, was du durchmachen musstest. Ich hoffe, dass es dir aber jetzt viel, viel besser geht. Pass auch auf dich auf.

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