Ein Morgen voller Überraschungen (ABC-Etüde)

Ein herrlicher Morgen! Die warmen Sonnenstrahlen beleuchteten meine Wohnung. Wie sehr ich die Sonne vermisst hatte! Heute wollte ich produktiv sein. Nach Skin Care und Zimmer aufräumen machte ich mir einen Cappuccino mit extra viel Milchschaum, schnappte mir mein Buch und setzte mich in meinen bequemen Hängesessel auf der Terrasse.

Endlich raffte ich mich auf, um joggen zu gehen. Draussen war kaum jemand, perfekt für eine ruhige Runde. Ich lief durch Wiesen, Strassen und entlang der Promenade. Nach fünf Kilometern gönnte ich mir zur Belohnung ein gesundes Mittagessen. Dafür musste ich zu Target, weil der Laden in meiner Nähe zu klein war.

Nach dem Einkauf schlenderte ich durch die Make-up-Abteilung – eigentlich wollte ich nur schauen. Natürlich landeten wieder zig Sachen im Korb, nur keine Lippenpflege, obwohl meine Lippen vom Rennen ganz trocken geworden waren.

Draussen erschreckte mich plötzlich mein Bruder. „Fiona, lauf schneller, wir müssen uns beeilen!“ Verwirrt folgte ich ihm zum Auto. Ausser Atem: „Was ist denn los?“ Er seufzte. „Mama hat mich geschickt, weil du nicht auf ihre Nachrichten antwortest.“ Ich zog mein Handy hervor und sah tatsächlich lauter verpasste Anrufe. „Ups … Mein Handy war auf ‚Nicht stören‘.“ Mein Bruder verdrehte die Augen.

Dann entdeckte ich in der Mittelkonsole eine Lippenpflege. Perfekt! Ohne nachzudenken, stibitzte ich sie. „Ey! Das ist meine!“, rief er empört. Ich grinste nur „nicht mehr“ und tat, als hätte ich nichts gehört.


Dieser Text ist mit den Wörtern der ABC-Etüde für den März 2025 entstanden, die von Christiane betreut wird. Sie lauten Milchschaumtrocken und stibitzen. Eine ABC-Etüde darf maximal 300 Wörter enthalten. Verfasst wurde dieser Beitrag von Amal im Wahlfach Bloggen 24/25.

6 Antworten auf „Ein Morgen voller Überraschungen (ABC-Etüde)“

  1. Klasse. Wirkt sehr echt. Gelacht habe ich über die Reaktion des Bruders – und schön, wie du „stibitzen“ eingebunden hast.
    Danke, dass du mitgeschrieben hast! ☁️🎶💻☕🍪

    1. Danke, danke, ja, die Reaktion des Bruders hab ich auch oft im Alltag miterlebt, da ich einen eigenen Bruder habe.
      Ich danke Ihnen nochmals für Ihren netten Kommentar.

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