Vom Warenkorb zum Müllberg: Die Folgen des Überkonsums

Heutzutage kaufen viele Menschen viel mehr, als sie eigentlich brauchen. Vor allem in den sozialen Medien präsentieren Influencer ständig neue Produkte, nicht, weil sie sie wirklich verwenden, sondern nur, um sie in einem Video zu zeigen. Danach landen diese Dinge im Müll oder werden kaum noch benutzt. Werbung vermittelt uns immer wieder das Gefühl, dass wir etwas Neues benötigen, auch wenn wir schon genug besitzen.

Werbung

Natürlich gibt es Dinge, die wir wirklich benötigen. Aber Werbung sorgt oft dafür, dass wir auch Sachen kaufen, die wir eigentlich nicht brauchen. Sie zeigt uns genau das, was uns anscheinend gerade fehlt, und macht uns das Produkt so schmackhaft, dass wir es haben wollen.

Werbekampagnen tricksen mit Absicht unsere Psyche aus. Die Werbungen werden so gestaltet, dass sie uns emotional ansprechen. Oft werden die Produkte mit vielen Farben, positiven Gefühlen und bekannten Gesichtern präsentiert. Das zieht uns Menschen an.

Vor allem in sozialen Medien ist das extrem gefährlich, weil Influencer Produkte oft so präsentieren, als wären es einfach persönliche Empfehlungen. Und Empfehlungen vertrauen wir mehr, besonders, wenn sie von Personen kommen, die wir „kennen“.

Werbung begegnet uns überall: im Fernsehen, auf Plakaten, in Apps und sogar in Spielen.

Haltbarkeit

Früher hielten Produkte viel länger. Zum Beispiel bei IKEA: Dort werden Möbel häufig so verleimt, dass sie sich nicht mehr abbauen und wiederverwenden lassen.

Heute gehen viele Produkte nach kurzer Zeit kaputt, damit wir neue kaufen müssen. Egal, ob es Handys, Kopfhörer, Schuhe oder Kleider sind, vieles ist nicht mehr so robust, wie es früher war. Sehr wenige Menschen bringen ihre Sachen zur Reparatur, da dies viel mehr kostet. Dadurch müssen wir ständig neue Dinge kaufen, was dazu führt, dass wir mehr konsumieren und immer mehr Abfall erzeugen.

Kinderarbeit und schlechte Bezahlung

Besonders in der Fast-Fashion- und Technikindustrie arbeiten viele Kinder ohne Schulbildung unter miserablen Bedingungen und für extrem wenig Geld. Während wir oft keinen Bock auf die Schule haben, wäre der Schulbesuch für diese Kinder ein grosser Traum.

Kinder in ärmeren Ländern wie China, Indien oder Bangladesch müssen hart arbeiten, meist ohne Pausen, und verdienen dabei so wenig, dass es kaum zum Überleben reicht. Grosse Firmen wie Shein oder Apple profitieren davon, weil sie billig produzieren und mehr Gewinn machen können.

Umweltbelastung durch Massenkonsum

Der ständige Kauf neuer Produkte hat enorme Auswirkungen auf die Umwelt. Die Produktion von Kleidung, Elektronik und anderen Konsumgütern verbraucht Unmengen an Wasser, Energie und Rohstoffen. Besonders die Fast-Fashion-Industrie verschmutzt Flüsse mit giftigen Chemikalien und produziert riesige Mengen an Textilmüll.

Auch die Elektronikbranche produziert tonnenweise Elektroschrott, der oft in ärmeren Ländern unter gefährlichen Bedingungen entsorgt wird. Wenn wir bewusster konsumieren und mehr auf Qualität statt Quantität setzen, könnten wir diese negativen Folgen reduzieren.

Lösungen

Wenn wir alle zusammen unser Verhalten verbessern, könnten wir die Belastung der Erde deutlich verringern. Nachhaltige Produkte oder Secondhand-Einkäufe sind eine vielversprechende Möglichkeit. Zudem sollten wir nicht immer jedem Trend folgen, da diese meist nur kurzlebig sind. Natürlich ist es okay, Neues zu kaufen, aber man sollte dabei auf langlebige Produkte mit guter Qualität und möglichst kurzen Transportwegen achten.

2 Antworten auf „Vom Warenkorb zum Müllberg: Die Folgen des Überkonsums“

  1. Ich finde auch, dass man sich immer gut überlegen sollte, ob man zum Beispiel ein neues Handy oder andere neue Dinge, die in Werbungen zu sehen sind, braucht, da die Produkte oft schlechte Qualität haben und manchmal auch von Kindern produziert werden.

    1. Ja, ganz genau das habe ich mit dem Beitrag weitergeben wollen. Gut, dass du dir auch Gedanken dazu machst.
      LG Amal

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