Ein kleiner Ausschnitt meiner Geschichte (30 Dinge, auf die ich stolz bin)

Frühe Bewegungslust und Koordinationsfreude

Wie es sich zeigte, entwickelte ich mich schon in ganz jungen Jahren körperlich und koordinativ sehr schnell.

Bereits nach kurzer Zeit konnte ich auf dem Likeabike mit den Füssen in der Luft balancieren. Dies galt als Zeichen, dass man reif fürs Fahrrad war. Nur leider wuchs mein Körper langsamer als meine Motorik, Balance und Koordination, sodass ich mit drei Jahren noch zu klein für mein erstes Fahrrad war. Deshalb übte ich auf dem dreirädrigen Trottinett, freihändig zu fahren und sogar seitlich wie auf einem Rollbrett.

Spielplatz Strässchen – Auf Rollen und Rädern unterwegs

Meine Eltern waren zwischen Stolz und Bange hin- und hergerissen, doch eigentlich überwog die Freude an meiner Entwicklung. Meine Geschwister waren auch an jedem möglichen Fahrzeug interessiert, sodass wir bald ein Einrad, Rollbretter und Wakeboards besassen. In unserem Strässchen, wo wir damals wohnten, spielten wir und fuhren um die Wette, umwanden Hindernisse und rasten Treppen runter.

Schreckmoment und Staunen

Ich fuhr sogar einmal rückwärts mit dem Bobbycar die Kellertreppe hinunter, dies allerdings nicht freiwillig. Das war ein grosser Schrecken für alle! Glücklicherweise jedoch ohne Beule!

Meine Mutter staunte nicht schlecht, als ich mit ihrem Hula-Hop-Reifen, den ich vom Bauch bis zur hochgestreckten Hand kreisen liess, auf dem Wakeboard zwischen Strassenkegeln Slalom fuhr.

Rhythmus im Blut – Jonglieren und Turnen

Im Turnunterricht lernte ich das Jonglieren mit drei Bällen. Den Rhythmus hatte ich schnell gefunden. Ich schaffte es auf Anhieb, 500 Mal am Stück zu jonglieren. Zum Glück hatte mein Klassenkamerad genügend Geduld und Ausdauer, um mitzuzählen.

Wintersport und erste Mutproben

Auch andere Sportarten scheine ich rasch zu begreifen. So lernte ich mit viel Freude Ski- und Snowboard fahren. Schlittschuhlaufen lernte ich beim ersten Versuch. Meine Mutter hatte mir gesagt, sie würde versuchen, mich zu fangen. Da ich mit normalen Schuhen rasant davonrennen konnte, dachte ich nicht an die Kufen und raste einfach los. Ohne Angst vor dem Hinfallen. Und es gelang!

Sprungkraft und Luftgefühl

Trampolinspringen im Nachbargarten gehörte zu meinen Lieblingsbeschäftigungen in der Freizeit. Ich liebte es, wenn sich mein Körper mit Leichtigkeit in die Luft hob und sich in diversen Moves um die Körperachse drehte, wie im Salto vor- oder rückwärts.

Ein Jahr in Sion – Mut, Sprache und Neuanfang

Ein Jahr lebte ich mit meinem Bruder und den Eltern in Sion, Kanton Wallis. Die Schwester war während dieses Jahres in Frankreich. Ich kam in eine neue Klasse mit einem strengen Lehrer. Es benötigte Mut, so als «Üsserschwiitzer» und «Grüezi», wie die Walliser die ZürcherInnen nennen, in dieser Klasse anzukommen. Doch ich wurde freundlich und gut aufgenommen. Die Unterrichtssprache war Deutsch, aber die meisten SchülerInnen waren bilingue und sprachen zu Hause eher Französisch. Meinen Dialekt verstanden sie kaum.

Musikalischer Frühstart

Meine Freude an der Musik und an diversen Instrumenten wurde schon sehr früh geweckt. So durfte ich in die musikalische Früherziehung. Hier sangen wir und machten Spiele mit Rhythmus- und Percussion-Instrumenten. Mir gefielen aber die alten Blasinstrumente, die als Dekoration an der Wand aufgehängt waren, am besten.

Am liebsten hätte ich gleich Trompete gespielt, war dafür mit drei Jahren noch etwas zu jung. Zum Abschluss dieses Jahres schenkte mir die Musiklehrerin ein altes Waldhorn!

Erste Melodien am Klavier

Zu Hause spielte ich gerne auf dem Klavier und lernte die Stücke, die mir meine Mutter zeigte, gleich auswendig, da ich Noten noch nicht lesen konnte. In der zweiten Klasse durfte ich dann endlich mit dem Trompetenunterricht beginnen. Mein Lehrer war begeistert von meinem musikalischen Ausdruck.

Bläserklasse – Zwei Instrumente gleichzeitig

In der dritten Klasse spielten wir zweimal wöchentlich in der Bläserklasse. Mir gaben die Lehrer eine Posaune. Obwohl sie ein anderes Mundstück und den Bassschlüssel statt des Violinschlüssels der Trompete hatte, gelang es mir, beide Instrumente zu üben und in Ensembles zu spielen. Ich spielte zwei Jahre lang Posaune und sieben Jahre lang Trompete, auch in Sion, in der «Harmonie Jeunesse de Sion».

Hip-Hop und ein mutiger Auftritt

In Sion begann ich auch mit Hip-Hop-Tanz und nahm mutig Weise an einem Battle teil. Als blutiger Anfänger hatte ich dort allerdings keine grossen Chancen. Teilgenommen habe ich da auch nur, weil ich dachte, alle müssten mitmachen. Ich wäre froh gewesen, hätte ich die Sprache besser verstanden!

Neue Klänge, neue Ausdrucksformen

Seit letztem August nehme ich einmal pro Woche Klavierunterricht. Auch hier gefällt es meinen Freunden und meiner Familie, wenn ich spiele. Ich liebe es, Gefühle in und durch Musik auszudrücken. Spass macht mir auch, Rhythmen, Interpretation, Tempi und Lautstärke zu variieren.

Handwerk mit Präzision

Freude macht mir auch die Handwerksarbeit mit verschiedenen Materialien. Die Arbeiten, die ich anfertige, sind generell sehr exakt ausgearbeitet. Dass ich ein Perfektionist bin, kommt mir hier endlich zugute.

Zwischen Perfektionismus und Schulrealität

Endlich, weil ich im Schulunterricht meistens langsam mit Schreiben war, da ich alles korrigierte, was mir nicht gut gefiel. Ich musste z. B. in der Primarschule lernen, schneller zu schreiben. Dabei durfte es unschön aussehen, meinte die Klassenlehrerin. In Sion wurde mir dann aber mein erster geschriebener Text retourniert, da er nicht schön genug für den Lehrer war.

Blick nach vorn

Nun bin ich aber froh, dass die obligatorische Schulzeit bald zu Ende ist. Ich freue mich auf diesen Abschluss. Besonders jedoch auf einen Beruf, der mich mehr interessiert als der vorgegebene Schulstoff.

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