Oh, ist das da vorn ein Eimer? Mein Froschfreund sagt die ganze Zeit, wir sollten hineinspringen, aber wir wissen ja gar nicht, was drin ist.
Ach, komm, wir springen einfach rein. Drei, zwei, eins … und hopp!
Hä? Was ist das denn? Es ist … weiss.
Aha, das ist Rahm! Ich darf nicht aufhören zu schwimmen, sonst ertrinke ich. Ich versuche mal zu springen, aber es klappt nicht. Die Wände sind zu hoch und zu glatt.
Mein Froschfreund sieht schon ziemlich erschöpft und müde aus. Ich versuche, ihn zu motivieren, er darf nicht aufgeben! Wenn er aufhört zu schwimmen, ertrinkt er, und das wollen wir nicht. Ich rufe ihm zu, dass wir es gemeinsam schaffen können, dass er nicht allein ist. Doch sein Blick bleibt leer.
Meine Beine tun langsam weh, ich kann nicht mehr so kraftvoll schwimmen. Aber aufgeben? Das ist keine Lösung für mich.
Doch jetzt sagt mein Froschfreund, er möchte aufgeben. Ich habe vorher noch versucht, ihn zu ermutigen, aber jetzt mache ich das nicht mehr. Es war schliesslich seine Idee, hier hineinzuspringen.
Er meint: „Ich habe sowieso keine Hoffnung mehr. Also gebe ich auf.“ Ich sage ihm zum ersten und zum letzten Mal: „Ich liebe dich.“
Ich werde einfach weiterschwimmen. Vielleicht finde ich ja etwas unter dem Rahm. Ich hoffe einfach auf Glück. Ich schwimme seit über 20 Minuten, habe bestimmt schon mehr als 30 Runden gedreht, aber noch immer nichts gefunden.
Kurz denke ich daran, auch aufzugeben. Aber nein, ich werde nie aufgeben. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt.
Oh mein Gott! Der Rahm ist hart geworden, wie … Butter! Ja, Butter! Ich kann jetzt einfach herausspringen.
Drei, zwei, eins – und springen!
Ja, ich habe es geschafft! Endlich bin ich draussen. Jetzt kann ich zurück zu meiner Familie.
Ich werde niemandem erzählen, was passiert ist, wegen meines Froschfreunds.
Wenn sie ihn finden, dann ist es etwas anderes.
Dieser Text wurde von Valton im Wahlfach Bloggen 24/25 geschrieben.

