Ungeplante Ereignisse (Migrationsportrait)

Gastautorin: Mariana Jimenez 

Einleitung

Ich schreibe dieses Migrationsportrait, um mich für die Berufswelt vorzubereiten. Am Ende meiner Lehre werde ich selbständig eine Vertiefungsarbeit schreiben müssen. Damit ich dann nicht in Panik ausbreche, weil ich nicht weiss, wie ich vorgehen soll, sammle ich jetzt bereits Erfahrungen, wie man bei einer solchen Arbeit vorgehen könnte.

Ich habe mich entschieden, für dieses Migrationsportrait meine Tante Marisol zu interviewen, weil ich nicht viel über sie weiss. Marisol habe ich das letzte Mal vor vier Jahren gesehen, als ich nach Norwegen ging, um sie und meinen Onkel Fermin zu besuchen. Ich wusste bereits, dass sie von Kolumbien nach Spanien ausgewandert war und schliesslich in Norwegen landete.

Als es in der Schule hiess, dass wir eine Person, die ausgewandert ist, interviewen müssen, fiel sie mir als erstes ein. Ich hatte noch nie mit ihr über ihre Auswanderung gesprochen und es interessierte mich, welche Gründe sie gehabt und was sie alles erlebt hatte.

Ich hatte das Glück, dass sie diesem Projekt zugesagt hat, denn ich war ganz gespannt, was ich alles über sie und ihr Leben erfahren würde.

Herkunft

Marisol ist Kolumbianerin, genauer gesagt stammt sie aus Barranquilla, einer Stadt, die an der karibischen Küste Kolumbiens liegt. Ihre Heimatstadt ist vom Atlantischen Ozean und auch vom Karibischen Ozean umgeben. Marisol hat sich jetzt an die Kälte gewöhnt und hat bemerkt, dass Barranquilla eine sehr warme Stadt ist, dort ist es immer Sommer wie auch in anderen Städten der Küste.

Barranquilla ist auch eine sehr touristische Stadt Kolumbiens und etwa eine Stunde im Auto von Cartagena entfernt. Von Barranquilla bis zu Cartagena fährt man an sehr vielen Stränden vorbei. Sie haben dort atemberaubende Strände und Flüsse, wie zum Beispiel den Magdalena Fluss.

Dort ist Marisol auf die Welt gekommen und auch mit ihrer Familie aufgewachsen, also mit ihren Eltern und ihren vier Brüdern. Sie waren zu fünft, vier Jungs und Marisol, das einzige Mädchen und dazu noch die jüngste. Sie muss sagen, dass sie in einem sehr liebevollen Haus aufgewachsen ist. Die Eltern von Marisol wollten, wie alle Eltern, nur das Beste für sie und ihre Brüder.

Als kleines Mädchen war sie sehr fleissig in der Schule und liebte es, Sport in ihrer Freizeit zu machen. Marisol spielte gerne Volleyball mit Freunden, ab und zu spielte sie mit ihren Brüdern Basketball und sie war in einem Pingpong-Verein in einer anderen Stadt. Viele Sportarten konnte Marisol in der Schule ausüben, weil sie für diese Sportarten eigene Felder hatten.

Die Stadt Barranquilla liegt ihr sehr am Herzen. Sie liebt die Kultur von dort und das Ausbildungssystem. Barranquilla ist sehr bekannt für seine Karnevale, sie sind sehr aufregend und erinnern sie an ihre Jugend. Vor 20 Jahren war Marisol das letzte Mal an einem Karneval. Sie wird immer emotional, wenn sie Videos oder Bilder davon sieht.

Das kolumbianische Essen liebt sie über alles. Der frittierte Fisch mit Yucca, die Arepas, Empanadas, das alles erinnert sie an ihre Kindheit. Könnte Marisol das jetzt essen, wäre es wie ein Festessen.

Die Leute aus Barranquilla, allgemein die Kolumbianer/innen sind sehr sozial, nett und hilfsbereit. Sie lieben es, wenn Touristen kommen und sie ansprechen. Du kannst jemand fragen, wo etwas ist, und sie würden dir, ohne zweifellos mit einer guten Antwort und einem Lächeln im Gesicht antworten. Natürlich gibt es, wie an allen Orten, auch weniger nette Personen, aber die Mehrheit der Leute sind sehr nett.

Natürlich hat jede Stadt ihre Vor- und Nachteile, dort gibt es sehr viele Verbrechen und eine hohe Kriminalitätsrate. Marisol hat Angst, ein Auto in Kolumbien zu fahren, da sehr viele Leute die Regeln nicht einhalten. Vor allem im Zentrum hat sie Angst, ausgeraubt zu werden.

Sie hat studiert und machte den Masterabschluss für Ausbildung. Danach hat Marisol mehrere Jahre als Direktorin in einer Schule gearbeitet. Später war sie für die Regierung tätig und leitete bis 2000 edukative Programme.

Grund für die Auswanderung

Marisol ging es sehr gut in Barranquilla. Sie hatte das Glück, gleich an zwei Universitäten Erfahrungen sammeln zu können. Es war jeweils nur am Samstag mit einem semi-präsentialen Programm. Von Montag bis Freitag arbeitete sie für die Regierung im Bildungssekretariat und am Abend einige Stunden an einer privaten Institution. Während 15 Jahren hat Marisol dort gearbeitet.

In dieser Zeit gab es ein Austauschprogramm unterstützt vom Spanischen Bildungsministerium, das drei Monate dauerte. Ausgebildete Erwachsenbildnerinnen hatten die Möglichkeit, in Spanien zu arbeiten. Um an diesem Programm teilzunehmen, musste man seinen Lebenslauf ans Ministerium von Kolumbien senden.

Marisol hat ihren Lebenslauf zusammen mit demjenigen ihres heutigen Mannes geschickt, der ihr sehr viel geholfen hat. Es sind mehr als 400 Bewerbungen für die zwei Stellen beim Ministerium eingegangen. Gottseidank wurde Marisol ausgewählt, um Kolumbien in der Ausbildung von Erwachsenen in Spanien zu repräsentieren.

Die Eltern von Marisol waren traurig, dass sie gehen wollte, aber auch sehr stolz auf sie, dass sie etwas so Grosses in ihrem Leben erreicht hatte. Ihre Freunde standen unter Schock und waren auch traurig, als sie erfuhren, dass Marisol nicht mehr in Kolumbien leben würde. Marisol tröstete sie und sagte, dass sie in drei bis vier Monaten wieder zurück sein werde, doch als Marisol schwanger wurde, änderte sich alles.

Es war hart für sie Kolumbien zu verlassen, da sie ihr ganzes Leben dort verbracht hatte und nichts anderes als dieses Land kannte. Sie wollte ihre Familie nahe bei sich haben. Sie wechselte ja nicht nur das Land, sondern auch den Kontinent. Zum Glück hatte Marisol Verwandte, die bereits in Spanien lebten: einen Cousin, eine Nichte mit ihrem Ehemann und ihren Bruder, der mit seiner Frau in Madrid war.

Das Austauschprogram übernahm alle Kosten, zum Beispiel die Flugtickets, die Versorgung und vieles mehr. Selbstverständlich war sie überrascht, dass sie wirklich alle Kosten übernahmen und sie wirklich gar nichts bezahlen musste, nicht einmal die Wohnung, in der sie für diese drei Monate wohnen würde.

Ankunft in Spanien und erneute Abreise

Marisol ging zusammen mit ihrem Ehemann nach Spanien. Sie hätten gerne ein Kind gehabt, aber Marisol konnte nicht schwanger werden. In Kolumbien war sie mehrere Monate in ärztlicher Behandlung, aber sie wurde einfach nicht schwanger.

Doch als Marisol in Spanien lebte und die verschiedenen Städte kennen lernte, wurde sie von einem Moment auf den anderen schwanger. Ihr Gynäkologe in Kolumbien sagte, dass sie nicht reisen durfte, weil sie eine Risikoschwangerschaft hatte. Marisol hat den Austausch abgeschlossen, musste jedoch wegen ihrer Schwangerschaft in Spanien bleiben.

Ihr Sohn ist in Valencia, Spanien, auf die Welt gekommen und heute 19 Jahre alt. Während dem ersten Jahr fiel ihr auf, dass Spanien sicherer war, eine bessere Lebensqualität hatte und ihrem Sohn eine bessere Zukunft bieten konnte, als es in Kolumbien möglich war. Deshalb beschlossen Marisol und Fermin nicht mehr nach Kolumbien zurückzukehren.

Als Einwanderer hat man eine schwere Zeit und man muss sehr viel arbeiten. Zum Beispiel muss man eine neue Arbeit finden, den neuen Wohnort kennenlernen, verstehen, wie der Öffentliche Verkehr funktioniert und eventuell noch die neue Sprache lernen, falls man in ein fremdsprachiges Land einwandert. Doch wenn man etwas wirklich will, kann man es auch schaffen.

Nach fünf Jahre in Spanien führte Marisol mit ihrem Mann während sieben Jahren zwei eigene Geschäfte. Sie ermöglichte den Kunden, Geld ins Ausland zu senden und das andere, das ihr Mann führte, hatte etwas mit Informatik zu tun, doch Marisol erinnert sich nicht mehr genau daran. Sie haben Einheimische und Immigranten in den Geschäften bedient.

Zwischen 2006-2008 gab es eine Wirtschaftskrise in Spanien. Gerade noch rechtzeitig konnten sie Geschäfte verkaufen. Dann begannen sie, neue Möglichkeiten zu suchen. Es bot sich ihnen die Gelegenheit, nach Norwegen zu ziehen.

Kolumbianische Freunde, die auch in Spanien gewohnt hatten, waren bereits nach Norwegen ausgewandert, da es in Norwegen keine Krise dafür aber viele Arbeitsstellen gab. Norwegen ist es ein sehr geordnetes Land. Während einem Jahr waren Marisol und ihr Ehemann getrennt. Marisol lebte noch in Valencia und er in Oslo. Doch als er eine Arbeit in Norwegen gefunden hatte, zog sie zu ihm.

Ankunft in der definitiven Heimat

Als Marisol in Norwegen ankam, konnte sie kein bisschen Norwegisch, doch Fermin nahm an Kursen teil, um die Sprache zu lernen. Er lernte am Morgen und ging dann am Abend arbeiten.

Es ist ein Problem, wenn man die Sprache nicht beherrscht, die in dem Land gesprochen wird, in dem man wohnt. Es ist wirklich ein Problem, wenn man nicht fragen kann, wohin ein Tram fährt oder im Supermarkt nicht fragen kann, wie viel etwas kostet oder wo was ist.

Marisols erster Eindruck von Norwegen war, dass es in diesem Land sehr kalt ist. Klar, sie ist an die Wärme gewöhnt, weil sie aus Kolumbien stammt und in Valencia wohnte, wo es auch warm ist. In Valencia hat es nie geschneit, doch in Norwegen schon. Die Änderung war gewaltig, doch mit der Zeit gewöhnte sich Marisol daran. Das Klima war ihr erstes Problem in Norwegen und ist immer noch ein Problem für sie.

Als sie frisch angekommen waren, gab es ein Programm für Kleinkinder, die nicht Norwegisch als Muttersprache hatten. Sie gingen nicht in eine normale Schule, sondern in eine spezielle, um die Sprache und die Kultur zu lernen. Es war für die Kinder obligatorisch, daran teilzunehmen.

Als Marisols Sohn Samuel vier Jahre alt war, konnte er bereits in den Kindergarten gehen. Ein Jahr, nachdem er dem Kindergarten beigetreten war, konnte Samuel schon recht gut auf Norwegisch kommunizieren.

Die zweite Sprache, die in Norwegen gesprochen wird, ist Englisch. Marisol beherrschte Englisch, deswegen hatte sie keine Schwierigkeiten mit den Leuten dort zu sprechen und zu kommunizieren. Sie hat das Norwegisch auf der Seite gelassen und hatte es nicht eilig, diese Sprache zu lernen. Das war rückblickend nicht sehr schlau von ihr, sie hätte gleich mit den Norwegisch-Kursen anfangen sollen.

Das Essen war ein grosses Thema für Marisol, es gab sehr gutes Essen in Spanien, aber die Unterschiede zwischen dem Essen in Kolumbien und Spanien zu Norwegen waren riesengross. In Norwegen fand sie kein einziges lateinamerikanisches Restaurant und nur wenige spanische Restaurants, was ein Schock für sie war.

Einleben und Integration in Norwegen

Marisol hat sich daran gewöhnt, zuhause so oft wie möglich kolumbianisches Essen zu kochen, um ein Stück Heimat nahe bei ihr zu haben. Es war nicht wirklich einfach, kolumbianische Produkte in Norwegen zu finden, deshalb bekam sie das meiste von ihrer Familie in Kolumbien geschickt oder sie bestellte die Lebensmittel per Amazon.

Es ist wichtig, sich als Immigrant zu integrieren und die Änderungen zu akzeptieren und sie auch zu respektieren. Marisol brauchte eine Weile, um die Gesetze und Regeln einzuhalten. Zum Beispiel musste sie sich bereits früh am Abend ruhig verhalten, weil die anderen schlafen wollten. In Kolumbien war es völlig egal, wann Nachtruhe herrschte, die Leute waren so lange laut, bis sie schlafen gingen.

Marisol half Fermin mit der Arbeit. Er hatte sehr viel Arbeit, vor allem beim technischen Teil von Häusern und Büros. Er tauschte die Kabel aus, wenn es nötig war und Marisol reinigte dann das Gebäude.

Sie fing mit einer Arbeit an, bei der sie Schülern der Unter- und Oberstufe Spanisch beibrachte. Die Kinder können Spanisch als Wahlfach in der Schule wählen. Das ist ein beliebtes Wahlfach, weil die Norweger gerne in den Ferien nach Spanien reisen. Vor der Quarantäne hatte Marisol fast zehn Schüler und Schülerinnen und als die Pandemie angefangen hat, machte sie Fernunterricht. Aber sie weiss nicht, wann wieder normaler Unterricht stattfinden wird.

Marisol hatte Schwierigkeiten mit dem norwegischen Geld umzugehen. Anfangs rechnete sie immer in Euros um, doch mit der Zeit hielt sie das nicht mehr für nötig. 200 Kronen entsprechen etwa 20 Euro. Marisol hatte keine grossen Schwierigkeiten, sich einzuleben und fühlte sich in kurzer Zeit wohl in Norwegen.

Das Leben heute und Zukunftspläne

Marisol ist jetzt keine Jugendliche mehr, sondern eine etwas ältere Frau. Sie spielt in ihrer Freizeit nicht mehr Volleyball oder Basketball, sondern macht Zumba mit einer Freundin, die das auch unterrichtet. Marisol läuft auch sehr viel, sie geht gerne auf Spaziergänge.

Sie hat nicht viele Freundinnen in Norwegen, Marisol ist meistens mit Fermin unterwegs und trifft sich selten mit anderen Menschen. Eine Freundin wohnt in Dramen, das ist eine Stunde von Oslo entfernt. Die beiden kennen sich seit etwa 20 Jahren und früher besuchten sie sich regelmässig. Wegen Corona ist das leider nicht mehr möglich, sie sehen sich nur noch etwa alle sieben Monate. In Norwegen ist Marisol also eigentlich allein. In Spanien hatte sie genügend Freundinnen, die auch mit ihr zusammenarbeiteten. Das vermisst Marisol sehr.

Marisol mag Oslo sehr, sie wohnt in einem ruhigen Viertel. Wenn sie in das Zentrum der Stadt geht, sieht sie viele Menschen und das schenkt der Stadt Leben. Marisol geht mit ihrem Sohn und ihr Ehemann gern in die Stadt, um in Restaurants zu essen. Meist sucht Samuel die Restaurants aus, da er viel öfters in der Stadt essen geht als seine Eltern. Normalerweise rufen sie sich an und treffen sich dann in der Nähe des ausgesuchten Restaurants.

Sonst ist Marisol in ihrer Freizeit zuhause. Sie mag es nicht draussen zu sein, wenn es kalt ist. Sie geht raus, erledigt ihre Sachen und kehrt dann so schnell wie möglich nachhause zurück, wo es schön warm ist.

Als Marisol in Kolumbien wohnte, mochte sie Dekorationen, doch jetzt mag sie sie noch viel mehr. In Norwegen wird es schnell dunkel, um 16 Uhr ist es schon Abend und das während mehreren Monaten. Wenn Marisol die Gelegenheit hat, kauft sie Dekorationen für ihr Haus. Sie liebt es, unterschiedliche Gegenstände für die verschiedenen Jahreszeiten zu haben und verbringt gerne Zeit damit, Zeitschriften zu durchforsten und Neues zu markieren.

Marisol fühlt sich wohl, wenn sie nach Kolumbien reist. Natürlich, weil sie Zeit mit ihrer Familie und Freunde verbringen kann. Das Essen wird frisch zubereitet und sie kann essen, was sie will. Doch es ist nicht mehr das Gleiche.

Ihre beste Freundin, die sie vor 20 Jahren in Kolumbien zurückgelassen hat, ist jetzt verheiratet und hat ihre eigene Familie gegründet. Sie teilen nicht mehr die gleichen Hobbys wie früher. Die Freunde, die Marisol zurückgelassen hat, haben sich verändert und würden wohl nicht mehr ihre Freunde werden. Auch die eigene Familie ist anders. Sie sind beschäftigt und haben nicht mehr wirklich Zeit für die Besucherin. Manchmal fühlt sie sich in ihrem eigenen Heimatland wie eine Ausländerin.

Marisol ist sich nicht mehr an das Leben in Kolumbien gewöhnt. In Norwegen kann sie ohne Angst mit jemanden auf der Strasse telefonieren und Geld in der Tasche haben, ohne Angst haben zu müssen, dass sie überfallen wird. Doch in Kolumbien ist das nicht möglich.

Marisol sieht sich jedoch in fünf Jahren in Spanien, nochmals in Valencia mit Fermin, um dort ihre letzten Jahre zu geniessen.

Fazit

Ich dachte, dass mir das Schreiben dieser Arbeit schwerer fallen würde, als es tatsächlich war.

Das Schreiben ist mir am Anfang nicht leichtgefallen, da ich keine Idee hatte, was und wie ich schreiben sollte. Ich dachte, dass das Migrationsportrait eine reinste Katastrophe wird, da ich das Interview auf Spanisch führte und dann die einzelnen Sätze auf Deutsch übersetzen musste. Obwohl Spanisch meine Muttersprache ist, musste ich mehrere Wörter mit Hilfe meiner Mutter und verschiedenen Online-Übersetzer nachschlagen. Das war ein grosser Aufwand, nächstes Mal würde ich eine Person suchen, die Deutsch spricht.

Mit der Zeit kam ich dann in den Rhythmus und schrieb von alleine viel mehr als gedacht. Ich bin wirklich froh, dass wir eine Anleitung bekommen haben, um einen besseren Überblick über den Auftrag zu haben. Ohne dieser Anleitung wäre ich in den Stress gekommen und hätte die Kapitel nicht mit Sorgfalt geschrieben.

Wenn ich nächstes Mal eine schriftliche Arbeit abgeben muss, werde ich meine Abschnitte oder in diesem Falle Kapitel direkt nach dem Schreiben coachen lassen und nicht so lange abwarten, wie ich es jetzt tat.

Es hat mich beeindruckt, dass Marisol ein Jahr warten musste, um nach Norwegen zu gehen. Es war sicher hart für sie, so lange mit dieser grossen Distanz von ihrem Ehemann getrennt zu sein. Ich hätte das nicht aushalten können.

Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich drangeblieben bin und nicht schnell aufgegeben habe, denn so einen Bericht zu schreiben, ist nicht einfach. Mit dem Resultat bin ich absolut zufrieden.

3 Antworten auf „Ungeplante Ereignisse (Migrationsportrait)“

  1. Silke http://www.silke-geissen.de

    Liebe Mariana, das ist ein ganz tolles und faszinierendes Migrationsportrait, das du geschrieben hast! Deine Tante Marisol ist ein bewundernswerter Mensch, und ich finde es großartig, wie intensiv und interessiert du ihr deine Fragen gestellt und sie in deinem Artikel bearbeitet hast. Ich musste sehr lachen über die Schlafenszeiten der Norweger und der Kolumbianer, die einfach so lange laut sind, bis sie ins Bett gehen.
    Danke fürs Teilhabenlassen.

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