Fuads legendäre Heldenreise!

Tag 1 – Aufbruch

Es war der 4. Oktober 2021, Montag um 05:00 Uhr morgens. Ich stand mit einem guten Gefühl auf. Nachdem ich meine Zähne geputzt hatte, zog ich mich an. Meine Klamotten hatte ich bereits vor zwei Tagen vorbereitet. Ich packte sie und noch einige weitere Sachen ein. Und nun musste ich warten, über drei Stunden warten. Bis es 08.38 wurde. Denn dann sollte meine Heldenreise beginnen.

Einige von euch fragen sich bestimmt „Warum bist du nicht wieder schlafen gegangen?“ oder „Warum bist du so früh aufgestanden?“ Ich weiss es auch nicht. Da ich nun aber wach war, las ich erst ein Manga, später schaute ich mir am Handy Anime an.

Dann frühstückte ich. Nicht viel, nur ein Spiegelei mit Nutella. Es war sehr lecker. Um 7 Uhr weckte ich meine Brüder, die später zur Schule gingen. Meine Eltern waren nicht zu Hause. Mein kleinster Bruder war bereits mit meiner Mutter unterwegs.

Als ich erneut auf die Uhr schaute, war es endlich 08:00. Ich zog meine Regenjacke an, nahm meinen Rucksack und lief los zum Bahnhof. Nachdem ich ein Ticket gekauft hatte, fuhr ich mit dem Zug nach Mettmenstetten.

Dort angekommen, setzten wir uns in einen Kreis. Ich war nicht der einzige Jugendliche dort. Mike war auch da. Wir kennen uns seit den Sommerferien und wurden Kollegen. Mit ihm hatte ich immer viel Spass, egal was wir machten. Herr Engeler informierte uns über den Ablauf der kommenden drei Tage. Wir mussten alles Material selbst im Rucksack tragen und würden auch draussen schlafen.

Ich dachte mir „Okay, das wird eine der härtesten Sachen sein, die ich in meinem Leben je gemacht habe!“. Aber ich musste es akzeptieren, ob ich es wollte oder nicht. Wir packten alles ein und luden das Auto, das uns an unseren Startpunkt bringen sollte.

Während der Fahrt bin ich eingeschlafen, ich war sehr müde. Irgendwann hielten wir an, ich erwachte und hatte keine Ahnung, wo wir waren. Herr Geissdörfer und Thomas, ein weiterer Jugendlicher, stiessen zu uns. Es stand eine Tüte mit Gemüse und Nudeln auf dem Boden. Die mussten wir auf unsere Rucksäcke aufteilen.

Der Start

Danach mussten wir eine Legofigur auswählen. Ich nahm den Feuerwehrmann. Ich dachte, er könnte Mut oder Stolz oder was Ähnliches bedeuten. Herr Engeler erklärte uns, dass dies unser Talisman sei. Ich dachte mir „Was? Ein Talisman? Wenn das mein Talisman ist dann habe ich eine harte Challenge vor mir“.

Dann machten wir uns auf dem Weg zu unserem ersten Ziel. Das war gleichzeitig auch der Ort, an dem wir übernachten würden. Der Weg führte steil nach oben und schon die ersten 4 km haben mich umgehauen. Da wir weder eine Uhr noch ein Handy hatten, wussten wir weder wie viel Zeit bereits vergangen noch wie spät es war.

Am Ziel angekommen machten wir ein Lagerfeuer. Später spannten wir eine Blache und legten unsere Schlafsäcke darunter. Wir bekamen einen Auftrag: Jeder von uns Jugendlichen musste an einen anderen Ort gehen und dort drei Fragen beantworten. Nachdem ich die Fragen beantwortet hatte, legte ich mich hin und schlief ein. Herr Geissdörfer fand mich und wir gingen zurück zum Lager.

Lagerfeuer

Wir haben zu Abend gegessen. Danach sassen wir um das Lagerfeuer und erzählten uns gruselige Geschichten und Witze. Später sollten wir schlafen gehen. Mike und ich wollten noch einen Fuchs anlocken. Wir nahmen Lauch, den wir in mundgerechte Stücke schnitten. Mike schlief während des Wartens ein, aber ich blieb wach. Und dann sah ich einen Fuchs. Ich war sehr aufgeregt, aber danach konnte ich gut einschlafen.

Tag 2 – Strapazen

Am zweiten Tag regnete es. Nicht stark, aber es regnete und kalt war es auch. Ich zog noch eine Hose an, bevor ich es wagte, mich der Kälte zu stellen. Aufstehen war schon schwierig wegen der Kälte. Aber damit musste ich leben, schliesslich war es der Beginn des zweiten Tages. Ich dachte mir, wenn es so blöd anfängt, wie wird dann wohl der restliche Tag werden? Wir kochten uns ein kleines Müsli zum Frühstück. Es schmeckte nicht so gut, aber man musste zufrieden sein, mit dem was man hatte.

Der erste Hügel von vielen

Nach dem Essen nahmen wir die Blache herunter, falteten sie zusammen und sammelten allen Abfall ein. Es wurde alles eingepackt. Herr Engeler erklärte uns, wo wir uns wieder treffen würden.

Wir sind voller Motivation losgegangen. Aber schon nach nicht mal 5min war ich schon kaputt. Wir mussten einen kleinen Hügel hinaufsteigen und nur schon das hat mir meine halbe Kraft geraubt. Auf dem Gipfel des Hügels gab es ein Kreuz und eine Bank stand daneben. Wir warteten auf Herr Engeler und Herr Geissdörfer, erholten uns von den Strapazen und genossen die Aussicht. Es war wunderschön!! Es gäbe so vieles, was ich sagen könnte, es war kurz gesagt atemberaubend.

Herr Engeler informierte uns über das nächste Ziel. Er zeigte auf zwei Berge und sagte zu uns „Wir werden in der Nähe des hinteren Bergs unser Lager aufschlagen“. Ich dachte mir „Yaay, ich liebe wandern!“. Wir waren über 4 Stunden unterwegs, natürlich machten wir zwischendurch auch Pausen. Endlich waren wir oben.

Mit Stolz bestiegen

Aber dann kam die schwerste Herausforderung! Und zwar den Berg wieder hinunterzulaufen. Mir wurde ab und zu übel und ich schrie auch einige Mal, weil mich das so genervt hat. Später trafen Thomas und ich auf die anderen. Aber die gingen gleich weiter. Ich war kaputt, konnte aber nicht lange Pause machen. Ich wollte nicht das Schlusslicht bleiben. Also nahm ich den Rucksack, brach auf und ging los.

Rennen hätte mich zu viel Kraft gekostet, deswegen bin ich schnell gelaufen. Ich war drei Stunden alleine unterwegs, bis ich zum Lagerplatz gelangte. Während der Wanderung hat mein Bein geschmerzt, aber ich musste es wohl oder übel ertragen. Dann stellten wir wieder die Blache auf und machten ein Feuer. Wir bereiteten das Abendessen zu und tranken Tee.

Abends setzten wir uns ums Lagerfeuer. Wir nahmen den Talisman hervor. Wir mussten in die „Haut“ des Talismans schlüpfen. Herr Geissdörfer erzählte uns eine Geschichte dazu. Danach schlug Herr Engeler uns zwei Optionen für den nächsten Tag vor:

  • Option 1: Wir stehen am nächsten Tag früher auf und steigen auf den Berg hinauf, um den Sonnenaufgang von dort oben zu geniessen.
  • Option 2: Wir stehen zur normalen Uhrzeit auf und schauen den Sonnenaufgang vom Lagerplatz aus an.

Ich entschied mich für die zweite Option, weil ich zu schwach gewesen wäre, um so früh aufzustehen und weil ich Höhenangst habe.

Danach ging wir schlafen. Überraschenderweise war es ganz bequem auf dem Boden zu schlafen. Ich dachte, ich wäre wie Tarzan, der ohne Probleme einfach überall schlafen konnte. Das war einerseits ein klasse Gedanke, aber ich fand es auch merkwürdig. Aber ich dachte nicht zu viel darüber nach. Nachdem ich noch überprüft hatte, ob es Tiere in der Nähe gibt, bin ich eingeschlafen.

Tag 3 – letzter Tag der Heldenreise

Ich schlief wie ein Bär im Winterschlaf. Herr Engeler weckte mich. Ich machte meine Augen ganz langsam auf. Es war nicht so kalt. Ich stand auf, zog meine Hosen und Schuhe an und folgte Herr Engeler. Wir liefen zu einem Aussichtspunkt und warteten eine Stunde, bis um 9 Uhr die Sonne aufging. Während wir warteten, sprachen wir über verschiedene Sachen.

Und dann kam die schöne Sonne. Es war einfach ein herrlicher Sonnenaufgang. Später gingen Herr Engeler, Thomas und ich zurück zum Lager, räumten alles auf und packten ein. Herr Geissdörfer und Mike waren zu dieser Zeit noch unterwegs. Mike war der einzige von uns drei, der die zweite Option gewählt hatte. Wir hatten uns auf einen Treffpunkt geeinigt, wo wir uns treffen würden. Zum Glück war es ein Weg, der nicht hinaufging, sonder nur geradeaus und hinunter.

Im Wald machten wir eine Pause. Danach sind wir weiter gelaufen, fast 40 km. Das ist für mich unvorstellbar. Nach diesem langen Marsch machten wir eine Pause in der Nähe eines Tennisplatzes. Dort putzten wir uns die Zähne. Danach liefen wir zum Zielpunkt, wo unsere Eltern uns erwarteten.

Dann mussten wir Fragen beantworten, aber nicht mündlich, sondern wir mussten in Kreise stehen. Steht man in der Mitte des Kreises, bedeutet das, dass man sicher ist oder etwas kann. Je weiter man ausserhalb steht, desto unsicherer ist man.

Am Schluss haben wir uns verabschiedet und gingen stolz nach Hause.

Das Ende der legendären Heldenreise!

4 Antworten auf „Fuads legendäre Heldenreise!“

    1. Liebe Jessica
      Ich finde es mega, dass dir mein Beitrag gefällt.
      Ich finde übrigens deine Anleitungen immer informativ.
      Liebe Grüsse
      Fuad

    1. Lieber Pjero
      Es verblüfft mich, dass mein Beitrag einer deiner Lieblingsblogartikel ist! Da gibt es nur ein Wort, das gerade meine Gedanken beschreibt, und zwar „WOW“.
      Liebe Grüsse
      Fuad

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