Der kleine Gartenzwerg

Es gab einmal ein Junge namens Georg. Georg wohnte mit seinen Eltern und drei Brüdern in einem grossen Haus. Das Haus war von einem riesigen Garten umgeben. Die vier Jungs spielten jeden Tag draussen, bei jedem Wetter. Der Garten war schön dekoriert, es waren viele Lichterketten aufgehängt, es gab auch einen Spielplatz und sogar fünf Gartenzwerge.

Eines Nachmittags, als Georg mit seinen Brüdern draussen spielte, hörte er seltsame Geräusche, die er noch nie vorher gehört hatte. Da sie aber gerade mitten in einem Spiel waren, dachte er, dass einer seiner Brüder diese Geräusche gemacht hätte und achtete nicht weiter darauf.

Zwei Wochen später hörte er die Geräusche wieder. Dieses Mal waren sie aber viel lauter. Deswegen entschloss er sich, den Ursprung dieser Geräusche zu finden.

Am nächsten Tag machten sich die vier Brüder zu viert auf die Suche. Aber sie fanden nichts, ausser einen der Gartenzwerge, der sehr schmutzig und ein wenig beschädigt war. Sie brachten den Gartenzwerg ihrem Vater, damit er ihn reparieren konnte. Sein Vater hat den Gartenzwerg repariert und stellte ihn wieder in den Garten zurück.

Als Georg mit seinen Brüdern das nächste Mal draussen spielte, bemerkten sie etwas Merkwürdiges. Rund um den Gartenzwerg sah die Wiese wie verbrannt aus. Sie riefen ihren Vater, der darüber sehr überrascht war. Er wusste, dass er kein Feuer gemacht hatte und konnte sich nicht erklären, was geschehen war.

Der Gartenzwerg wurde an einen anderen Ort gestellt und auf die verbrannte Wiese stellte der Vater einen Topf mit einer Pflanze, damit es nicht so hässlich aussah. Als die Brüder am Nachmittag in den Garten zurückkehrten, stellten sie fest, dass am neuen Standort des Gartenzwerges die Wiese wieder verbrannt war. Die Wiese um den Topf sah jedoch aus, als sei nie etwas geschehen.

Georgs Vater nahm den Gartenzwerg und stellte ihn auf die Veranda. In der Nacht musste Georg aufs WC gehen. Auf dem Rückweg in sein Zimmer schaute er aus dem Fenster und er sah etwas Gruseliges. Er begann zu schreien und rannte zu seinen Eltern. Die Veranda stand in Flammen und der Gartenzwerg war am Fliegen, mit leuchtend roten Augen.

Die Eltern glaubten ihm aber nicht und wollten weiterschlafen. Aber Georg drängte weiter, bis seine Eltern etwas draussen hörten und endlich aufstanden. Sie gingen nach draussen, aber es war bereits zu spät. Der Gartenzwerg hatte den Nachbarn, der am Joggen war, gepackt und ihn getötet.

Als Georgs Eltern die Leiche sahen, schickten sie Georg und seine Brüder ins Zimmer zurück, damit sie sich nicht erschrecken würden. Die Eltern riefen die Polizei an und erzählten, was geschehen war. Aber die Polzisten glaubten ihnen nicht und wollten nicht ausrücken.

Georgs Eltern mussten das Problem alle lösen. Der Vater holte den Schlauch aus dem Garten und zielte mit dem Wasserstrahl auf den fliegenden Gartenzwerg, um die Flammen zu löschen. Der Gartenzwerg fiel auf den Boden und zerbrach. Der Vater war sehr froh darüber und wollte die Scherben einsammeln, um sie wegzuwerfen. Aber in diesem Moment hat sich der Gartenzwerg wieder zusammengesetzt.

Georgs Eltern haben sich erschrocken und sind ins Haus gerannt. Georg, der sich aus dem Zimmer geschlichen hatte, schaffte es nicht. Der Gartenzwerg schnappte ihn sich! Das haben die Eltern aber erst gemerkt, als sie in Sicherheit waren. Der Vater machte sich wieder auf den Weg nach draussen, um seinen Sohn zu retten. Aber er fand nur noch einen Schuh.

Das war zu viel. Der Vater regte sich total auf und begann alles herumzuwerfen, was er in die Finger bekam. Als er ein Stück Metall warf, traf er den Arm des Gartenzwerges und der Arm ist geschmolzen. Als dies der Vater bemerkte, warf ein weiteres Stück Metall. Dieses Mal traf er den Kopf. Sofort entstand ein Loch.

Der Vater rannte zurück zum Haus und schrie, die Kinder und die Mutter sollten möglichst viele Sachen aus Metall zusammensuchen. Zusammen schmiedeten sie einen Plan, wie sie Georg befreien wollten. Der Vater würde nach draussen gehen und den Gartenzwerg ablenken. Gleichzeitig sollten sich die Mutter mit den Brüdern von hinten anschleichen und den Gartenzwerg mit den Metallstücken bombardieren.

Anfänglich klappte dieser Plan gut. Die Ablenkung durch den Vater funktionierte und der Rest der Familie landete immer mal wieder einen Treffer. Aber war die ganze Munition verschossen und der Gartenzwerg nicht besiegt. Und der war ausser sich vor Wut. Er drehte sich gegen die Mutter und die Brüder und wollte alle töten.

Glücklicherweise kam ihnen da ein Nachbar mit einer grossen Schneeschaufel zu Hilfe. Er schlug den Gartenzwerg mit voller Wucht, so dass dieser auf den Boden gefallen und geschmolzen ist. Nun war der Spuk endlich vorbei.

In dem Moment, in dem der Gartenzwerg getroffen war, fiel auch Georg auf den Boden. Er klatschte so heftig auf, dass er sofort in Ohnmacht fiel. Im Spital stellten sie fest, dass sein linker Arm gebrochen war. Georg musste noch drei Tage im Spital bleiben, weil die Ärzte noch weitere Untersuchungen machen wollten.

Seine Familie hat sich entschieden, dass sie nie mehr Gartenzwerge kaufen würden …

Eine Antwort auf „Der kleine Gartenzwerg“

  1. Wow! Deine Geschichte war wirklich super und hat mich in den Bann geschlagen, bis ich fertig war. Ich finde Gartenzwerge gruselig, keine Ahnung warum … Aber die sehen komisch und ZU freundlich aus.

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