ABC-Etüde: Gedanken

Ich höre irgendwas, frage mich dabei, was das wohl ist. Es klingt wie ein Handy, das vibriert. Ich kriege den Klang nicht aus den Ohren. Die Vibration meines Handys ist aus, woher stammt bloss dieses Geräusch? Mit der Zeit wird das Vibrieren des Handys (wenn es dann von einen Handy stammt) sanfter und kaum hörbar.

Müde, müde und müde. Ich habe nichts Anderes im Kopf, ausser, dass ich sehr müde bin. Meine Augenringe werden wahrscheinlich, wie schon oft, Erzählstoff für viele Leute sein. Ich zitiere „Sie war sicher mal wieder feiern unter der Woche, das Mädchen kennt nichts Anderes als feiern, Drogen nehmen und ihr „Leben“ geniessen, falls man das geniessen nennen kann“.

In der Schule, alles nur Gesichter von einsamen und erschöpften Jugendlichen. Die alle meinen, das Leben wird schöner, wenn sie in der Lehre sind, Clowns, meiner Meinung nach. Unterricht wird wohl wieder langweilig, ausser bei Frau Rauber, da fast keine andere Lehrperson einen Unterricht unterhaltsam und lehrhaft gestalten kann. Aber klar, Meinungsverschiedenheiten gibt es und in der Schweiz herrscht Meinungsfreiheit, jeder mit seinen eigenen Gedanken.

Wochenende, endlich. Ausschlafen finde ich das beste, was das Wochenende bieten kann. Du kannst schlafen, wenn und wann du willst. Du musst nur die Anweisungen deiner Eltern befolgen und kannst (fast) alles machen, was du willst. Das jeden Tag, wäre doch ein Traum für jeden Jugendlichen, oder nicht?

Eine Geschichte schreiben, würde für mich etwas mühsam sein, deshalb schreibe ich gerne meine Gedanken, die oft sehr absurd und unrealistisch sind. Aber was würde ich nur machen, wenn ich meine Gedanken nicht irgendwie aus meinem Kopf bekommen könnte? Entweder ich sage oder schreibe sie. Das Wahlfach Schreiben gibt mir die Möglichkeit, alles zu schreiben, worauf ich gerade Lust habe. Das habe ich gerade gemacht.

Le fin.


Für die ABC-Etüde: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Wortspende für die Textwochen 14/15 des Jahres 2022 stammt von Katha mit ihrem Blog Katha kritzelt. Sie lautet: Erzählstoff, sanft, vibrieren.

9 Antworten auf „ABC-Etüde: Gedanken“

  1. Wer sagt denn, dass man immer eine Geschichte erzählen muss?
    Gedanken aufzuschreiben gibt einem noch mal ganz anders die Möglichkeit, darüber nachzudenken – und auch, sich zu überlegen, WIE man etwas überhaupt sagen will, damit die anderen es korrekt verstehen können.
    Ich finde so was immer spannend.
    Danke, dass du mitgeschrieben hast!
    Morgenkaffeegrüße 😀🌞🌼☕🍪👍

  2. Ich finde deine Art zu erzählen ziemlich gut. Besonders gefält mir, wie du von der konkreten Außenbeobachtung (Vibrieren, lauschen) nach Innen in deinen eigenen Kopf (müde) und dann wieder zurück nach Außen gehst (dein Aussehen), und wie sich das dann im Urteil der anderen spiegelt (Zitat). Im zweiten Abschnitt gehst dann über in eine allgemeine Beobachtung und in eine Beurteilung deiner „Lehrpersonen“ (was für ein Wort auch!). Und dann beginnst du zu träumen, wie es am besten wäre, und stellst eine hypothetische Frage: „oder nicht?“ Schießlich eine Art Resümee, wozu das, was du grad tust (schreiben) gut sein kann.
    Also ich finde diesen Aufbau, den du sicher ganz spontan gewählt hast, raffiniert und gekonnt. So kann man „Geschichten“ schreiben, die andere gern llesen.

    1. Es freut mich sehr, dass es Ihnen gefallen hat. Ich dachte zu Beginn, dass es vielleicht langweilig werden könnte für den/die Leser/in. Aber wenn ich so einen positiven Kommentar bekomme, gibt es mir noch mehr Motivation, weiterhin so zu schreiben!

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