Ein starker Wind kam auf mich zu. Ich hatte keine Wahl, ich musste weitergehen. Als ich ein starkes Licht sah, ging ich darauf zu. Seit drei Tagen war ich schon hier draussen im kalten Schnee. Ich ging immer weiter und sah ein Haus. Langsam ging ich näher und näher, bis ich vor einer grossen Tür stand.
Aus Instinkt klopfte ich an die grosse Tür und sie ging von allein auf. Ich ging hinein. Dort war sehr viel Goldschmuck und es roch nach Tomatensuppe. Ich folgte dem Geruch und schaute mich um, ob jemand da war, aber niemand war zu sehen. Dann fragte ich mich, wer die Tür geöffnet hatte.
Plötzlich fiel die Tür zu. Ich bekam grosse Panik und versuchte, sie wieder zu öffnen. Als ich aus dem Fenster schaute, sah ich einen grossen, starken Mann. Er kam auf das Haus zu und sah sehr traurig aus. In seiner Hand hatte er etwas, aber ich konnte nicht erkennen, was es war. Mir lief eine Gänsehaut über den Rücken, deshalb versteckte ich mich hinter einem Schrank.
Dann kam der Mann hinein. In seiner Hand hatte er einen verletzten Hund. Ich trat etwas näher. Da sah mich der Mann. Er kam auf mich zu und schlug mir kräftig gegen die Brust. „Du bist schuldig!“, rief er. „Nein, ich war es nicht!“, sagte ich.
Der Mann packte mich und drückte immer fester. Ich fiel fast in Ohnmacht. Da hörte er plötzlich ein Bellen hinter sich und liess mich los. Er rannte zu seinem Hund und wollte ihm helfen. Ich sah, dass der Hund stark blutete, und sagte ihm, er solle die Blutung mit einem sauberen Tuch stoppen. Er nahm ein sauberes Tuch und drückte es auf die Wunde.
Danach entschuldigte er sich bei mir und bedankte sich für meine Hilfe. Gemeinsam rückten wir einen schweren Tisch zur Seite, damit der Hund mehr Platz hatte.
Dieser Text ist Teil der ABC-Etüden, eines Projekts, das von Christiane am Leben gehalten wird. Im Mai 2026 sind die Begriffe Instinkt, schuldig, rücken vorgegeben. Die Länge des Textes darf 300 Wörter nicht überschreiten.
Geschrieben wurde diese Etüde von Diar, einem Erstklässler des Schuljahrs 25/26.


Menschen, die ungerecht werden, weil sie sich um ihre Tiere sorgen, entschuldige ich immer. Gut, dass er dich/deinen Protagonisten hat helfen lassen.
Danke, dass du mitgeschrieben hast! 🙂