Klassenlager – Enea

Montag

Heute Morgen um 08:10 mussten wir am Bahnhof Affoltern am Albis sein. Dort hat Frau Rauber uns verabschiedet und uns eine gute Reise gewünscht. Wir sind dann mit Herrn Sigg und Thomas mit dem Zug nach Zürich HB und von dort aus weiter nach Bern gefahren. Dann stiegen wir nochmals um nach Signau.

Im Haus angekommen, konnten wir uns in unserem Zimmer einrichten und hatten ein wenig Freizeit. Danach halfen wir Herr Sigg die Tische aufzustellen. Frau Gloor kochte das Mittagessen. Während des Essens hängte Frau Rauber das heutige Tagesprogramm auf.

Nach dem Mittag mussten Luan, Mari, Patricia und ich abwaschen. Das müssen wir vermutlich nur am Montag machen, an den anderen Wochentagen werden wahrscheinlich die anderen Gruppen abwaschen. Am Nachmittag gingen wir in zwei Gruppen auf eine Art Sightseeing in Signau.

Es war eine Tour durch Signau, bei der wir etwas über die Geschichte erfahren haben und es war sehr interessant. Wir besuchten viele Orte, z. B. den Friedhof, alte Häuser und mehr bis zu einem kleinen Haus, das ein Archiv war. Dort drin hatte es alte Bücher von 1800 bis 1900. Man konnte fast nicht lesen, was dort stand. Die Schrift war fast nicht lesbar (für mich).

Nach dem Dorfrundgang gingen wir zurück ins Lagerhaus. Dort haben wir angefangen, diesen Beitrag zu schreiben. Später gab es Abendessen. Es gab Reis Casimir, ich habe es sehr lecker gefunden.

Danach hatten wir ein kleines Abendprogramm. Wer wollte, konnte ein Spiel am Computer machen, das Fische fangen hiess. Es ging um Konzentration und Geschwindigkeit. Und das war der erste Tag im Klassenlager in Signau.

Dienstag

Der zweite Tag im Lager verlief wie folgt. Am Morgen bin ich aufgewacht, und zwar sehr, sehr müde. Ich hatte nicht so tief geschlafen, weil es ziemlich kalt war während der Nacht. Am Montagabend wurde uns gesagt, dass das Morgenessen um 8:15 sein sollte. Herr Sigg kam uns aber erst um 9:30 wecken. Das fand ich perfekt, so konnte ich länger schlafen.

Das Morgenessen hat mich dann etwas aufgeweckt. Frau Rauber hat uns mitgeteilt, dass wir nach Langnau gehen und mit dem Comic, den wir am Abend zuvor gekriegt hatten, einen Kriminalfall lösen würden. Als wir in Langnau angekommen sind, konnten wir noch schnell Wasser kaufen und dann hat uns Herr Sieg gesagt, dass das mit dem Comic in die Hose gehe. Und zwar, weil laut Wetterbericht, der Dienstag der einzige Tag mit schönem Wetter sei. Stattdessen würden wir auf eine Wanderung gehen. Der Plan war, von Langnau nach Hause zu laufen.

Wanderung zurück zum Lagerhaus

Es ging also los und wir dachten, dass (wenn wir uns normal schnell bewegen) die Wanderung zwei Stunden dauere. Ich lief praktisch die ganze Zeit mit Pjero und Luan, aber auch nicht die ganze Zeit. Nach etwa eineinhalb Stunden machten wir eine kleine Pause. Während dieser Pause spielten wir ein kurzes Spiel. Man musste koordinativ sein und das war noch schwierig.

Wir waren mitten im Nirgendwo und mir kam es komisch vor, dass es nur noch eine halbe Stunde gehen sollte. Und ich lag richtig. Herr Sigg sagte, dass wir für die restliche Strecke noch etwa eine Stunde brauchen würden.

Manchmal hatten wir keinen Gesprächsstoff mehr und es herrschte einfach lautes Schweigen. Nach einer weiteren Stunde ging ich zu Herrn Sigg und fragte ihn, wann wir endlich ankommen würden. Und er antwortete „noch etwa zwanzig Minuten“ und das sagte er noch etwa viermal.

Als wir endlich das Lagerhaus erreichten, war ich so erschöpft, dass ich mich einfach nur noch ins Bett legte und entspannte. Zwischendurch gab es noch Zvieri, Brötchen und Fleisch.

Dienstag Abend

Nach dem Zvieri ging ich wieder ins Zimmer und schlief ein. Dann wurde ich von Luan geweckt, weil wir das Abendessen kochen mussten. Patricia, Mariana, Luan und ich kochten zusammen mit Thomas. Es gab Älplermagronen mit Apfelmus. Ich ass praktisch nur Älplermagronen, weil ich Apfelmus nicht mag.

Nach dem Abendessen hatten wir bis 20:45 Zeit, um ein wenig zu chillen. Dann mussten wir die Handys abgeben und wir haben praktisch nichts mehr gemacht. Wer wollte, konnte noch Frösche fangen oder einfach relaxen. Um 22 Uhr war Nachtruhe. In dieser Nacht schlief ich besser, da ich noch eine Decke mitgenommen hatte.

Mittwoch

Wir wurden am Mittwoch früher aufgeweckt und es gab Morgenessen. Herr Sigg teilte uns mit, dass wir heute im Haus bleiben würden. Es gab jedoch ein Programm.

Nach dem Morgenessen kam Herr Tschanz zu uns, der sich auf Schönschreiberei spezialisiert hat. Bei ihm haben wir gelernt, mit einer Vogelfeder zu schreiben und das war noch eine kleinere Herausforderung. Danach zeigte er uns ein paar von seinen Werken. Das war sehr beeindruckend.

Als der Workshop vorbei war, gab es Mittagessen. Es gab die Reste vom Montag, einfach in Lasagne-Version. Dann hatten wir eine ziemlich lange Pause, bis wir das Handy abgeben mussten und dann spielten wir noch zwei Stunden verschiedene Spiele. Es gab verschiedene Möglichkeiten, man durfte machen, worauf man Lust hatte. Ich habe zuerst UNO, dann Twister, SRF 3 und zuletzt Pingpong gespielt.

Als es dann Abendessen gab, war ich ziemlich müde. Wir hielten uns in den Aufenthaltsräumen auf und redeten oder spielten miteinander. Als ich dann ins Bett ging, konnte ich lange nicht einschlafen, obwohl ich müde war. Am Mittwoch war nicht so viel Programm und das fand ich auch nicht so schlimm.

Donnerstag

Am Donnerstagmorgen wurden wir ein wenig früher aufgeweckt, da einiges zu erledigen war. Zuerst gab es Frühstück, das Luan, Patricia, Mariana und ich zubereiteten. Ich habe eigentlich nur den Tisch gedeckt. Warum? Wer den Tisch deckte, durfte die Sitzordnung machen und so konnte ich entscheiden, wer wo sitzt.

Frau Rauber gab das Tagesprogramm bekannt: einen kleinen OL in Trubschachen, den Besuch in der Kambly-Fabrik inklusive Degustation der Guetsli und noch eine „kleine“ Wanderung.

OL durch Trubschachen

Wir bildeten am Bahnhof von Trubschachen Dreiergruppen eingeteilt und wurden jeweils mit verschieden Startzielen nacheinander losgeschickt. Ich war mit Pjero und Fawzi in der Gruppe und wir begannen mit dem Posten 10.

Nachdem wir alle 11 Posten gelöst hatten, gingen wir zur Kambly-Fabrik, wo auch schon die anderen Gruppen waren. Anscheinend gab es ein Missverständnis mit der Aufgabe. Wir hätten nach der Aufgabe 11 zur Fabrik gehen sollen, damit nicht alle Gruppen gleichzeitig im Verkaufsraum degustieren, sondern eine nach der anderen.

Kambly-Fabrik und Wanderung zurück zum Haus

Wir befanden uns also alle in diesem „Vorraum“ und warteten darauf, reinzugehen. Es durfte nur eine Gruppe pro Mal in den Verkaufsraum. Und es ging der Reihe nach. Da wir mit dem Posten 10 begonnen hatten, waren wir die zweitletzte Gruppe.

Als wir an der Reihe waren, dachte ich, wir würden die Fabrik besichtigen. Es war aber nur ein riesiger Verkaufsraum, in dem man sämtliche Guetsli probieren konnte. Das fand ich perfekt. Man konnte von allem essen, was sie in dieser Fabrik machten. Und zwar so viel, wie wir wollten. Als unsere Mägen voll waren, gingen wir raus und die letzte Gruppe konnte dann rein.

Dann sagte Frau Rauber, dass wir ins Lagerhaus zurücklaufen würden. Ich dachte, wenn es am Dienstag von Langnau nach Signau „2 Stunden“ ging, wie lange haben wir dann bloss heute. Aber wir waren erleichtert, als Herr Sigg sagte, dass wir nur nach Langnau spazieren und von dort den Zug nehmen würden. Die Wanderung war okay. Ich lief praktisch die ganze Zeit mit Pjero und Fawzi.

Frau Rauber kam nicht mit. Sie und Frau Gloor gingen mit Jessica zum Arzt und dann noch einkaufen.

Als wir im Lagerhaus ankamen, war ich todmüde.

Donnerstagabend – der letzte Abend des Lagers

Am letzten Abend des Lagers waren wir im Gemeinschaftraum. Frau Rauber, Herr Sigg und Thomas spielten mit einigen Schülern im Esszimmer, Frau Gloor sass dabei und machte Pompons. Das war der letzte Abend im Lager.

Freitag

Am Freitag stand ein einfaches Programm an: putzen und nach Hause gehen. Nachdem wir das Haus geputzt und abgegeben hatten, machten wir uns auf Richtung Bahnhof. Frau Rauber hat uns dort verabschiedet, wir sind in den Zug gestiegen und sind Richtung Affoltern losgefahren. Ich habe praktisch die ganze Fahrt geschlafen, weil ich extrem müde war und einfach nur noch ausschlafen wollte.

Als ich zu Hause war, legte ich mich aufs Sofa und schlief erneut ein und wurde erst zum Abendessen wieder geweckt.

Ich finde, wir hatten ein cooles Klassenlager.

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