Wieso „true crime cases“?

Why the hell would you like something that creepy as serial killers?

Mich fragen oft Leute, wieso ich „true crime“ Fälle so interessant finde, vor allem die, in denen es um Serienmörder geht. Und nein, es ist nicht, weil ich mich irgendwie bei diesen Menschen verstanden fühle oder sonst was, ich bin (glaube ich) keine Psychopathin. Die Serienmörder-Fälle bringen mich häufig zum Nachdenken. Ich frage mich, wie können die so etwas Absurdes machen und keine Reue zeigen? Was ist in ihrem Gehirn falsch verbunden, dass man mehrere Menschen umbringen kann?

Serienkiller, auf jeden Fall 75 % davon, begehen ihre Taten aus einer sexuellen Motivation. Es ist aber nicht so, dass sie nur Frauen das Leben nehmen würden, da es auch homosexuelle Männer gibt.

Wegen vieler Nachforschungen der Polizei weiss man heute, dass die meisten (nicht alle) Serienmörder als Kinder misshandelt wurden und in ihrem Elternhaus keine Liebe bekamen. Dazu kommt noch eine Sache. Serienmörder, wie Jeffrey Dahmer, haben schon als Kinder, tote Tiere von der Strassen genommen und mit diesen rumexperimentiert. Es fallen also schon ziemlich komische Sachen als Kind auf.

Jedoch gibt es nicht nur Mörder, die motiviert werden durch sexuelle Aktivitäten, sondern auch Raubmörder. Raubmörder wollen eigentlich nur etwas Wertvolles klauen. Kommt ihnen jemand in die Quere, dann töten sie. Beziehungsmörder sind solche, die ihnen bekannte Menschen töten. Viele andere Mörder wählen spontan eine Person aus, die sie nicht kennen. Bei Beziehungsmörder ist das anders, sie töten Familienmitglieder. Es gibt mehr Beziehungsmörderinnen. Frauen, die ihre Männer, Kinder oder sogar ihre eigene Mutter töten.

Bei Serienkiller ist wirklich was im Gehirn, das nicht funktioniert, jedoch ist es theoretisch nicht falsch. Die sogenannte Amygdala im Gehirn sorgt dafür, dass man Emotionen je nach Situation anpasst. Du siehst eine Spinne und das löst Angst in der Amygdala aus. Die Amygdala wird auf Deutsch auch Mandelkern genannt. Bei Psychopathen ist diese beeinträchtigt, was auch das kaltblütige Verhalten erklären könnte.

Aber wie kann die Polizei überhaupt in Serienmörder-Fällen ermitteln und dann auch auf den Täter stossen?

Viele Serienmörder haben einen sogenannten „Modus Operandi“, das heisst ganz einfach gesagt, die Art und Weise eines Handels. Ich erkläre es euch an einem Beispiel, anhand eines sehr bekannten Serienmörders, Richard Ramirez oder wie er auch noch genannt wird „The Night Stalker“. Er ist immer in das Haus des Opfers durch ein geschlossenes Fenster eingebrochen, hat dann das Opfer mit einer Waffe bedroht und schliesslich als Opfer erschossen oder zu Tode geprügelt, danach verstümmelte er den Körper.

Viele Serienmörder waren der Polizei oft einen Schritt voraus und haben ihren Modus Operandi gewechselt. Israel Keyes, ein anderer Serienkiller, hatte eine sehr fortgeschrittene Art, um seine Taten zu planen. Er verteilte über die ganzen Vereinigten Staaten sogenannte „Murder-Kits“. Nur er wusste, wo sich die befinden. Er hatte es nirgendwo aufgeschrieben, er hatte sich das alles gemerkt.

Es gab weder ein bestimmtes Geschlecht noch Alter für die Auswahl seiner Opfer. Seine Straftaten waren perfekt geplant. Seine Morde beging er an verschiedenen Orten, nie zweimal am selben Ort. Damit wollte er erreichen, dass die Polizei keine Verbindung zwischen den einzelnen Taten herstellen konnte.

Meine persönliche Meinung

Es ist eigentlich egal, ob wir eine Meinung haben zu diesem Thema oder nicht. Die Serienkiller werden weiterhin das machen, was sie wollen. Mir gefallen diese Fälle, für viele Leute könnte das viel zu plastisch sein. Für mich stellt das Wissen über diese Fälle so was wie eine grössere Überlebenschance dar. Ich kenne inzwischen so viele „true crime stories“, in denen Frauen ihre eigenen Heldinnen waren. Aus diesen Geschichten höre ich einiges heraus, was mir vielleicht irgendwann mal helfen könnte.

Ich kann nicht wissen, ob ich irgendwann im Leben mal misshandelt, vergewaltigt oder entführt werde, auch wenn die Wahrscheinlichkeit nicht so gross ist. Auch Serienmörder haben schwache Stellen und wer weiss, vielleicht würde ich es mit psychologischen Spielchen schaffen, mich aus einer gefährlichen Situation zu befreien.

Mich interessieren psychologische/biologische Fakten, die unser Gehirn betreffen, sehr. Deshalb habe ich für diesen Beitrag ein wenig geforscht, um euch alles gut zu erklären. Es ist eure Sache, ob euch diese Fällen interessieren oder nicht. Viele Menschen haben auch Angst davor und das ist verständlich.

Ausserdem möchte ich irgendwann in meinem Leben in die Vereinigten Staaten reisen. Ich will Bescheid wissen, wohin ich besser nicht gehe, weil in dieser Gegend die Mordrate zu hoch ist. Ich möchte nicht so tun, als würde es diese Tatsache nicht geben oder dass es dort eine so kleine Mordrate wie in der Schweiz gibt. In verschiedenen Bundesstaaten der USA gibt es eine hohe Mordrate. Dazu kommt, dass auch Entführungen und Vergewaltigungen dort sehr oft passieren. Wenn ich mir vor so eine angespannte und gefährliche Situation ersparen kann, werde ich es auch tun.

Ich finde den Gedanken, jemand oder mehreren Menschen das Leben zu nehmen, ziemlich absurd. Ich könnte wahrscheinlich nicht damit leben, aber diese Leute bringen Menschen um und führen daneben oftmals noch ein komplett normales Leben. Wenn ich jemals jemand umbringen würde, würde ich mich selbst umbringen, da ich dann nicht damit leben müsste.

Eine Antwort auf „Wieso „true crime cases“?“

  1. Liebe Jessica
    Mir gefällt, dass du deine eigene Meinung gesagt hast über die „True Crimes Cases“. Viele Personen getrauen sich nicht ihre eigene Meinung zu sagen über solche Themen …

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: