Letztes Jahr im Sommer ist meine Cousine aus Argentinien zum ersten Mal in die Schweiz gekommen. Sie war in Begleitung meiner Grossmutter, aber sie war schon oftmals hier. Damit meine Cousine mehr von Europa sehen und auch meine Grossmutter etwas Neues kennenlernen konnte, haben wir uns entschieden, nach Paris zu gehen.
Wir sind mit dem Zug gereist, da wir zu sechst waren und nicht alle in ein Auto passten. Deshalb sind wir mit unserem Gepäck zum Hauptbahnhof Zürich gefahren und haben dort den Zug nach Paris genommen. Als wir in Paris angekommen sind, mussten wir die Metro nehmen und ein Stück laufen, bis wir in unserem Appartement gefunden hatten.
Um zum Appartement zu gelangen, musste man zuerst eine schmale Treppe hochlaufen, was uns Schwierigkeiten bereitete, das ganze Gepäck hinaufzubringen. Das Appartement war meiner Meinung nach sehr schön und ziemlich gross.
Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht und eine Pause gemacht hatten, zogen wir uns um und machten uns fertig, um in der Stadt Abendessen zu gehen. Wir entschieden uns, zu Fuss zum Restaurant zu laufen, um dabei schon ein wenig von der Stadt zu sehen.
Nach dem Abendessen spazierten wir noch ein wenig in der Stadt herum. Die Stadt war nicht so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Es lag fast überall Müll herum und an manchen Stellen stank es nach Urin. Ausserdem gab es sehr viele Leute, weshalb die Metro auch oft überfüllt war. Aber wenn man das ignorierte, war Paris wunderschön. Man sah viele alte Wohnungen mit süssen Balkonen und kleinen Verzierungen.
Nachdem wir einen ersten Einblick von der Stadt gewonnen hatten, machten wir uns auf den Weg zurück ins Appartement. Dort putzte ich mir meine Zähne, duschte und legte mich schlafen.
Als ich am Morgen aufwachte, hatten meine Eltern bereits alles für das Frühstück eingekauft. Wir frühstückten Brötchen mit verschiedenen Beilagen, Orangensaft und Kaffee. Nach dem Essen räumten und putzten wir den Esstisch und die Küche auf, zogen uns um und machten uns bereit für den Tag.
Als alle fertig waren, haben wir Essen eingepackt, um nachher ein Picknick zu machen. Dann sind wir mit der Metro zum Arc de Triomphe gefahren und haben die Sehenswürdigkeit.
Am nächsten Morgen machten wir eine Stadtrundfahrt mit einem Bus. Er führte uns durch Paris und uns wurden die berühmtesten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt. Ich habe diese Fahrt sehr genossen, weil ich Paris im Überblick zum ersten Mal richtig kennenlernte.
Nach der Fahrt gingen wir für unser Abendessen einkaufen. Auf unserem Weg liefen wir an Ständen vorbei, die am Strassenrand aufgebaut waren. Wir haben uns einige Sachen angeschaut und als Erinnerungen einen Magneten und eine schöne Stofftasche mit dem Eiffelturm darauf gekauft.
Nachdem unsere Einkäufe gemacht waren, liefen wir zu unserem Appartement zurück und haben etwas Kleines gegessen und dann einen Mittagsschlaf gemacht.
An diesem Nachmittag entschieden wir uns, nichts Anstrengendes, aber trotzdem etwas zu unternehmen. Deshalb fuhren wir mit der Metro zum Park, tranken dort Mate und assen einen kleinen Snack. Wir verbrachten eine Stunde im Park, sprachen miteinander, spazierten ein wenig und packten dann alles zusammen, um zurückzukehren.
Zurück im Appartement haben wir uns entschieden, am Abend in ein Restaurant zu gehen. Während sich alle ausruhten, begannen meine Cousine und ich, uns fertig zu machen. Wir wussten, dass wir mehr Zeit benötigten als die anderen.
Wir schminkten uns im Bad und glätteten unsere Haare. Als wir zufrieden mit unserem Make-up und unseren Haaren waren, suchten wir unsere Outfits aus. Obwohl die anderen eine halbe Stunde später anfingen, waren sie früher fertig als ich. Meine Cousine schaffte es pünktlich, aber ich musste noch kurz mein Make-up auffrischen und Parfüm auftragen. Zum Glück waren meine Eltern nicht wütend auf mich, was wahrscheinlich daran lag, dass es Ferien waren und sie es entspannter genommen haben.
Wir beschlossen, nicht die Metro zu nehmen, sondern zu Fuss zum Restaurant zu gehen, um gleichzeitig ein wenig frische Luft zu schnappen. Nach etwa drei Restaurants gab es eins, das uns angesprochen hat. Wir haben gefragt, ob es Platz für sechs Personen gab und hatten Glück.
Wir haben nicht sehr französisch gegessen, denn wir haben uns Pasta, Schnitzel und Pizza bestellt. Es hat extrem lecker geschmeckt. Nach dem Essen spazierten wir noch durch die Stadt, haben uns etwas zum Trinken gekauft und sind anschliessend zurück ins Appartement gegangen, wo sich alle gleich ins Bett legten.
Am nächsten Tag standen wir erst gegen halb elf auf und brunchten. Danach ging es gleich los. Heute besuchten wir die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit von Paris: den Eiffelturm.
Um den Eiffelturm gab es einen kleinen Park, wo viele Menschen am Mittagessen waren. Überall standen Verkäufer, die ihre Waren auf Tüchern auf dem Boden ausgebreitet hatten. Man konnte die verschiedensten Sachen kaufen. Es gab Kleidungsstücke, Schmuck und Handtaschen. Mein kleiner Bruder und ich haben uns an einem kleinen Stand ein Getränk gekauft, aber es hat uns beiden nicht geschmeckt.
Wir liefen einmal um den Eiffelturm herum und kauften uns vier Deko-Eiffeltürme, drei kleine und einen grossen. Danach schlenderten wir durch die Stadt. Es war sehr spannend, die alten Gebäude und Brücken anzuschauen. Es war aber schade, dass einige beschädigt oder besprayt waren.
Um unseren letzten Abend zu feiern, gingen wir nochmals zum Eiffelturm, aber dieses Mal, um ihn bei Nacht leuchten zu sehen. Wir zogen uns um und frischten uns auf, bevor wir uns mit der Metro auf den Weg machten. Die Metro und die Station waren überfüllt mit Menschen und wir konnten die Metrostation nur im Schneckentempo über die Rolltreppe verlassen.
Der ganze Platz war voller Menschen, Hunderte Personen. Wir hatten Glück und fanden einen Platz, von dem aus wir den Eiffelturm schön im Blick hatten. Nun fing es an: Zuerst blinkte der Eiffelturm für eine nur kurze Zeit wild. Dann erstrahlte er hell in einem gelblichen Farbton. Es war eine beeindruckende Erfahrung, die lange in meiner Erinnerung bleiben wird.
Auf dem Rückweg kaufte ich in einem Souvenirshop als Andenken für mich und als Geschenk für meine Freundin einen Schlüsselanhänger und einen Stift. Wir fuhren ins Appartement zurück und liessen unsere Einkäufe dort. Mein kleiner Bruder und meine Grossmutter blieben dort, weil sie schon müde waren. Wir entschieden uns, eine Bar zu suchen und noch etwas zu trinken.
Auch hier war alles ziemlich voll und wir brauchten eine halbe Ewigkeit, bis wir eine Bar fanden. Wir bestellten unsere Getränke, die sehr lecker waren, und führten interessante Gespräche.
Am nächsten Morgen haben wir nach dem Frühstück unsere Sachen zusammengepackt und unsere Rückreise angetreten. Es war eine entspannte und angenehme Rückfahrt und am Ende war ich froh, wieder in meinem Zimmer zu sein, wo ich schlafen und entspannen konnte.
Diese Reise war definitiv eine unvergessliche Erfahrung und ich habe die Zeit in Paris sehr genossen.


Wow! Du hast über deine Ferien so detailliert geschrieben, es fühlte sich fast an, als wäre ich mit dabei gewesen. Ich finde es toll, dass deine Grossmutter und Cousine mit auf der Reise waren, ihr hattet sicher eine unvergessliche Zeit. Super!
Dankeschön, dass du dir Zeit genommen hast meinen Beitrag zu lesen. Und wir hatten wirklich eine unvergessliche Zeit 🙂