Der Weg zu meiner Lehrstelle (Linus)

Alles begann in der zweiten Sek. Am Anfang hatte ich überhaupt keinen Plan, welchen Beruf ich erlernen wollte. Ich wusste nur, dass ich eher etwas im Büro machen möchte, weil ich zum Beispiel nicht so gerne im Wald bin. In der Schule füllten wir dann Fragebögen aus, die uns eine Richtung für unsere beruflichen Interessen aufzeigten.

Nach der Auswertung dieser Tests stellte sich heraus, dass ein Bürojob am besten zu mir passt. In Frage kamen folgende Berufe für mich: Kaufmann, Informatiker und Entwickler digitales Business. Entwickler digitales Business ist ein neuer Beruf, den man erst seit einem Jahr erlernen kann. Er stellt sozusagen eine Schnittstelle zwischen den Berufen Kaufmann und Informatiker dar.

In der Schule lernten wir, wie man sich für eine Schnupperlehre bewirbt. Meine erste Schnupperlehre war bei der HAWA AG in Mettmenstetten. Dort schnupperte ich den Beruf des Kaufmanns und durch Zufall zusammen mit Ajan. Der Schnuppertag verlief schnell und mein Interesse an diesem Beruf wuchs.

Ich schickte viele Bewerbungen für Schnupperlehren an verschiedene Betriebe. Da ich in verschiedenen Branchen schnuppern durfte, war es mir nicht so wichtig, in welchem Bereich ich meine Lehre machen würde. Ich hatte die Gelegenheit bei der AMAG, der ETH Zürich, dem Flughafen Zürich, der KIBAG, der ZINGG und der Swisscom zu schnuppern.

An der ETH Zürich konnte ich sowohl als Kaufmann als auch als Informatiker schnuppern. Ich merkte aber schnell, dass Informatik nicht das Richtige für mich war. Das KV gefiel mir jedoch weiterhin und ich bewarb mich fleissig.

Der Flughafen Zürich war der einzige Betrieb, bei dem ich den Beruf Entwickler digitales Business (EDB) ausprobieren konnte. Auch dieser Beruf hat mich sehr interessiert. Letztlich gefielen mir beide Berufe, und ich konnte mich nicht entscheiden, welcher mir besser liegt.

Die KIBAG und der Flughafen Zürich gefielen mir am besten. Deshalb fragte ich noch einmal bei beiden Betrieben nach, ob ich noch einen weiteren Schnuppertag bei ihnen machen könnte. Der Flughafen sagte leider ab, da sie keine freien Termine mehr hatten. Die KIBAG sagte zu und ich durfte nochmals einen Tag schnuppern.

Der Tag verging schnell und es gefiel mir sehr. Am Ende des Schnuppertages besprachen wir meine Leistungen und Verbesserungspotenziale. Die Berufsbildnerin teilte mir mit, dass alle, bei denen ich in die Abteilung geschnuppert hatte, von mir begeistert seien. Aus diesem Grund boten sie mir die Lehrstelle an. Als ich das hörte, konnte ich es kaum glauben. Ich war so erleichtert, endlich eine Lehrstelle gefunden zu haben. Und das in einem Betrieb, wo ich mich wohlfühle und mir die Arbeit gefällt. Ich konnte es kaum erwarten, dies meinen Eltern zu sagen.

Sie waren froh und sehr stolz auf mich, da ich es endlich geschafft hatte.

Die KIBAG gab mir bis Ende der Sommerferien Zeit, mich zu entscheiden. Diese Zeit nutzte ich, um mich bei weiteren Lehrbetrieben zu bewerben, falls mir noch ein anderer Betrieb besser gefallen könnte.

In der letzten Woche der Sommerferien war es so weit. Während der ganzen Ferien hatte ich überlegt, ob ich das Angebot annehmen oder ablehnen sollte, da es eine sehr wichtige Entscheidung in meinem Leben ist. In der letzten Woche rief ich meine Praxisbildnerin an und teilte ihr mit, dass ich das Angebot annehmen werde.

Nach diesem Anruf waren meine Eltern und ich sehr erleichtert. Endlich ist es geschafft.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von schreibenblog

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen